An diesem Tag
21.10.1967: 100.000 Demonstranten umzingeln das Pentagon


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Am 21. Oktober 1967 zogen 100.000 Demonstranten vor das Pentagon und protestierten gegen den Vietnamkrieg. Es gab Zusammenstöße mit dem US-Militär, 683 Teilnehmer der Demonstration wurden verhaftet.

Pentagon Proteste
Pentagon Proteste, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1967 marschierten 100.000 Demonstranten vor das Pentagon und protestierten gegen den Vietnamkrieg. Darunter befanden sich Liberale, schwarze Nationalisten, Hippies, Professoren, Frauengruppen und Kriegsveteranen.

Die Kundgebung begann friedlich vor dem Lincoln Memorial, doch bereits dort gab es heftige Aussagen, die sich an US-Präsident  Lyndon B. Johnson richteten. So bezeichnete etwa der Autor und Friedensaktivist Dr. Benjamin Spock den US-Präsidenten als „Feind“, den es zu bekämpfen galt.

Nach der Kundgebung protestierten die Demonstranten gegen den Vietnamkrieg, hissten rote-blau-goldene Flaggen der Vietcong und zogen Richtung Pentagon. Unter den Demonstranten gab es offenbar auch einige gewaltbereite Teilnehmer (vielleicht handelte es sich auch um „Agents Provocateur“?).

Zusammenstöße mit Soldaten

Soldaten, die das Pentagon schützten griffen ein und kollidierten mit den Demonstranten. Die Demonstranten umringten und belagerten das Gebäude bis in die frühen Morgenstunden des 23. Oktober. Als die Ordnung wiederhergestellt war, waren bereits 683 Personen verhaftet worden.

Darunter der Schriftsteller und Regisseur Norman Mailer und zwei Reporter der United Press International. Parallel zu dem Protest in den USA gab es weitere Proteste in Japan und Europa, die ebenfalls teilweise gewalttätig verliefen. So zogen in London 3.000 Demonstranten vor die US-Botschaft und versuchten das Gebäude zu stürmen.

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