Preise in Gold: Silber und Aktien legen zu, Euro schmiert ab


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Kein guter Monat für die großen Papierwährungen: Euro und Franken schmierten im Oktober ordentlich ab. Anders lief es für Silber und Aktien, hier konnten kräftige Gewinne eingefahren werden.

Bildquelle: Gegenfrage.com
Bildquelle: Gegenfrage.com

Gemessen in Gold war der Oktober kein guter Monat für die wichtigen Währungen. Das Britische Pfund verlor -0,8%, Chinas Yuan -1,8%, der US-Dollar ging um -2,5% in die Knie, der Japanische Yen um -3,2% und der Schweizer Franken büßte -4% ein und sackte auf 27,58 mg ab. Am schlechtesten performte der Euro: Die Gemeinschaftswährung verlor satte -4,6% und ist jetzt für nur noch 29,95 mg zu haben. Einzig der Russische Rubel wertete ein wenig auf und konnte um 0,3% auf 0,43 mg zulegen.

Öl (Brent) verlor -1%, auf Jahressicht sackte das „schwarze Gold“ sogar um fast 30% ab. Anders verhielt es sich bei den Aktien: Der DAX sprang um 6,5% nach oben, ähnlich der Dow Jones Index mit 5,8%. Auch Silber war mit 5,9% im Oktober sehr stark und kostet jetzt 0,43 Gramm je Unze.

Seit dem offiziellen Beginn der Weltwirtschaftskrise am 09.08.2007 verloren die Währungen enorm an Wert. Der Rubel büßte mehr als drei Viertel seines Wertes ein, Euro und Pfund jeweils mehr als die Hälfte. Der Euro verlor seit seiner Einführung als Bargeld am 01. Januar 2002 ganze -63% seines Wertes.

11 Kommentare

  1. Schön! Spannend wären auch alltägliche Güter, wie Benzin, durchschnittliche Mieten je Quadratmeter oder ein Kilo Kartoffeln.

  2. Seit Monatsbeginn,
    Seit Jahresbeginn,
    Seit 2002,
    Seit 2007,…

    Aber seit 2012 sieht es gut für die Währungen, bzw. schlecht fürs Gold aus. Kann sich natürlich jederzeit bessern…

  3. @emarkus
    Wie, schlecht fürs Gold? Gold ist die Konstante. Wie ein Meter oder ein Kilogramm. Wenn ich zu viel esse und dadurch dicker werde, wird das Kilo nicht leichter, sondern ich schwerer. Alles eine Frage der Perspektive.

  4. Gold ist grundsätzlich, das scheinen einige hier zu vergessen, ein Inflationsschutz in was? Richtig in inflationären Zeiten!
    Haben wir derzeit eine inflationäre Zeit? Nein.
    Die Großhandelspreise sinken eher, als das diese steigen.
    Dabei ist die Grundüberlegung der Inflationisten nicht falsch: das ungehemmte Gelddrucken kann früher oder später in Inflation münden.
    Damit meine ich eine Rate von deutlich über 10 % p.a.
    Aber aktuell und auf Sicht von 12 Monaten spricht nichts für Inflation und damit Gold.

  5. Sicher schützt Gold vor Geldentwertung. Dass Gold aber ein absoluter Wert darstelle, halte ich dann doch für etwas dogmatisch. Auf lange Sicht mag das stimmen. Aber wenn kurzzeitig Gold gerechnet in Fiatgeld nach unten manipuliert wird und zugleich die Verbraucherpreise gleich bleiben, dann darf man ruhigen Gewissens auch dem beliebten Edelmetall eine gewisse Wertschwankung beimessen.

    Absolute Werte gibt es sowieso nicht. Aber Gold mag dem recht nahe kommen.

  6. @ emarkus

    „Gewisse Wertschwankung“ beim Goldpreis?
    Ist das ein Scherz oder Satire?
    Der Goldpreis schwankt seit Jahrzehnten und das ganz erheblich.
    Ich kenne noch die Zeit, da stieg der Goldpreis von 300 Dollar auf 850 Dollar (etwa Mitte der siebziger Jahre). Dann, als die Inflationsbehauptungen sich als haltlos erwiesen, fiel der Preis bis 400 Dollar je Unze wieder zurück und verblieb in diesen Bereich fast 20 Jahre. Als dann im Gefolge der Finanzkrise der Goldpreis kräftig stieg (aus der Erinnerung bis etwa 1600 Dollar), sank dieser anschließend wieder und notiert derzeit bei unter 1130 Dollar mit weiter sinkender Tendenz. Es gibt eben keinen Grund Gold zu kaufen, zumindest jetzt noch nicht. Da Gold als Metall selbst im Zahnbereich längst verdrängt wurde, hat Gold auch kaum einen inneren Wert. Hinzu kommt das immer drohende Goldverbot für Privatleute.

  7. @Peter
    Du nimmst den Dollar als Referenz (schwankt von 300 auf 850 Dollar usw), ich das Gold. Da Gold eine Ware ist wie Öl, Maßanzüge oder Rindfleisch, und seit Jahrhunderten relativ stabil seinen Wert erhält, und der Dollar hingegen nur ein Geld-Imitat ist, das uns von Kriminellen aufgezwungen wird, entscheide ich mich für das Gold. Ein gutes, fast 100 Jahre altes Buch dazu: „Vom Gelde“. Lesenswert!

  8. @ Bürgender

    Ich weiß auch, dass das von den Notenbanken herausgegebene Geld keinen „inneren Wert“ hat. Aber kriminell sind die Notenbanken deswegen nicht, jedenfalls nicht bis etwa Mitte der achtziger Jahre.
    Ohne die Machenschaften der Notenbanken hätte der Westen (aber auch der Osten) den Kalten Krieg überhaupt nicht führen können.
    Die Sache geht sogar noch weiter: Ohne ausufernde Staatsverschuldung hätten beide Weltkriege nicht geführt werden können. Und heute haben die USA ein „Weltreich“ zu verteidigen- gegen den Emporkömmling China. 1914 ging es, für die Briten jedenfalls, gegen den Emporkömmling Deutschland.
    Im alten Frankreich, aber auch im Rest Europas wurden in noch früherer Zeit die Münzen im Material verschlechtert.
    Aber schlecht war das immer nur, wenn gleichzeitig die Kaufkraft oder der Tauschwert mittels Inflation verschlechtert wurde.
    Beim Papiergeld ist der innere Wert, abgesehen vom Heizwert, nahe bei Null. Und wenn auch das wegfällt und nur noch bargeldlos bezahlt werden kann, wird die Kaufkraft auch nicht beeinträchtigt.
    Aber die Freiheit wird beeinträchtigt. Ganz abgesehen davon, wem die Währung eigentlich gehört. Diese gehört nicht der Regierung oder der Notenbank, sondern dem Staatsvolk. Die Regierung ist nur die Angestellte des Staatsvolks. Alles gut und schön mit dem Gold.
    Da gab es bis etwa 1922 (oder 1924) einen sowjetischen Revolutionär mit Namen Lenin. Der glaubte, mit Gold sogar Wasserleitungen bauen zu können. Das war schon mal rein mengenmäßig reiner Unfug.
    Aber, da stimmst Du mir sicher zu, das 1933 praktizierte Goldverbot
    in den USA und in Deutschland schwebt über uns allen als Damoklesschwert! Insofern halte ich Gold für hochspekulativ.
    derzeit gibt es für die FED und die EZB keinen Grund den privaten Goldkauf und Goldverkauf zu verbieten. Weil Gold aktuell keine Gefahr für den Dollar ist. Sollte aber im Zuge einer allgemeinen Flucht aus Papiergold ein Run in Gold erfolgen, dann muss Gold verboten werden. Aber ich schätze mal, die Notenbanken sind dem Rest der Bevölkerung immer einen Tick voraus und werden von selbst aus dem Papiergeld hinausgehen- und im bargeldlosen Geld enden.
    Allein schon, um einen Bankrun unmöglich zu machen. Wenn kein Geld da ist, kann auch keiner abheben.
    Egal, was die Notenbanken und Regierungen auch tun werden, es wird immer zu unserem Nachteil sein.

  9. @Peter
    Du schreibst, dass seit 100 Jahren kalte und heiße Kriege mittels Papiergeld auf Kosten Aller finanziert werden, aber kriminell sind die Notenbanken erst seit Mitte der 80er? Geld ist ein Zwischentauschmittel, was bedeutet, dass ich meine geleistete Arbeitskraft sofort oder zu irgendeinem späteren Zeitpunkt gegen eine andere Leistung eintauschen kann. Dazu eignet es sich aber nicht, da es immer wertloser wird. Nach 10, 20 oder 30 Jahren bekommt man also nur noch halb so viel Leistung zurück. Wo ist der Rest geblieben? Papiergeld dient nur als Mittel zum Zweck, nämlich Menschen durch Inflation zu enteignen. Ich verstehe überhaupt nicht, über was wir hier diskutieren. Anscheinend sind wir uns doch einig?

  10. @ Bürgender

    Natürlich eignet sich Bargeld seit 1918 in Deutschland nicht als Wertanlage. Man musste auch in den Siegerstaaten, z.B. in Frankreich oder in England am besten auf Sachwerte setzen, auf Aktien z.B.
    Der Crash vom Oktober 1929 wird ganz allgemein überbewertet. Der Tiefpunkt war bereits im Sommer 1933 in den USA erreicht.
    Geld, das war doch wohl das Thema, eignet sich wirklich nicht zum Aufbewahren, denn es ist ein Tauschmittel, kein Wertaufbewahrungsmittel. Aber die eigentliche Frage war die nach dem Gold und da bin ich nicht bullish, sondern skeptisch eingestellt. Die Notenbanken werden, wenn es denn soweit ist, einen hübschen Weg finden, alle Fluchttüren zu versperren.
    Das mit den Kriegen oben hatte ich nur erwähnt, weil es zum Gelddrucken keine Alternative gab. Die Alternative wäre Frieden gewesen. Und dann wäre die Welt heute anders wie diese heute ist.
    Deutschland wäre ein starker Zentralstaat in Europa. Genau das galt es zu verhindern und die Franzosen wollten „ihr“ Elsass und Lothringen wieder haben und die Italiener hatten ein Auge auf Südtirol geworfen. Alles hängt mit allem zusammen.

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