Atomangriff auf die Sowjetunion
23.10.1945: USA erstellen „Plan Totality“


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Am 23. Oktober 1945 ließ die US-Regierung „Plan Totality“ erstellen. Der Plan sah einen Angriff mit 20 bis 30 Atombomben auf die Sowjetunion vor.

Plan Totality
Plan Totality, Flaggen Sowjetunion + USA, beide gemeinfrei

Plan Totality war ein Plan, der einen nuklearen Angriff auf die Sowjetunion vorsah. Bereits kurz nach der Potsdamer Konferenz und nur 51 Tage nach der Kapitulation Japans wurde am 23. Oktober 1945 Plan Totality von US-General Dwight D. Eisenhower auf Anweisung von US-Präsident Harry S. Truman ins Leben gerufen. Dieser Plan trug die Kennung JIC 329/1.

Er sah einen nuklearen Angriff auf die Sowjetunion mit 20 bis 30 Atombomben vor. Als Ziele für den Atomschlag wurden 20 sowjetische Städte ausgewählt: Baku, Gorki, Grosny, Irkutsk, Jaroslawl, Kasan, Kuibyschew, Leningrad, Magnitogorsk, Molotow, Moskau, Nischni Tagil, Nowosibirsk, Omsk, Saratow, Stalinsk, Swerdlowsk, Taschkent, Tbilisi und Tscheljabinsk.



Allerdings, so schreibt die englischsprachige Wikipedia, handelte es sich dabei nur um einen Propagandatrick. Die USA hatten selbst im Jahr 1946 erst neun Atombomben in ihrem Inventar. Darum sei Plan Totality ein Teil von Trumans „riesigem Atombluff“, der sich an die Sowjetunion richtete.

Wirklich nur ein Bluff?

Dass es sich bei Plan Totality nur um einen „Bluff“ handelte, könnte man glauben, wenn es nicht viele weitere Pläne dieser Art gegeben hätte. Wie etwa Operation Dropshot, Operation Unthinkable oder SIOP.

Operation Dropshot war ein Plan aus dem Jahr 1949, die Sowjetunion mit 300 Atombomben und 29.000 konventionellen Bomben anzugreifen, um 85 Prozent der sowjetischen Industrie auf einen Schlag zu vernichten. Der Plan wurde abgeblasen, da Russland schon bald selbst über erste Atomwaffen verfügte.

Operation Unthinkable hatte das Ziel die Sowjetunion zu erobern und wurde auf Anweisung von Winston Churchill erstellt. Da die Rote Armee den westlichen Alliierten zahlenmäßig überlegen war, sollten 100.000 Soldaten der deutschen Wehrmacht an der Seite der Briten und Amerikaner kämpfen.

Der Plan, der erst im Jahr 1998 öffentlich gemacht wurde, galt dennoch als zu riskant, weshalb Churchill ihn wieder verwarf.

Quellenangaben anzeigen
wikipedia

1 Kommentar

  1. Man beachte das genannte Datum: 1945!
    Da war doch was?
    Richtig, die bedingungslose Kapitulation Deutschlands vor den Vertretern der USA, der Sowjetunion und Englands. Und Frankreichs. Dass der Verlierer – Staat Frankreich sich zu den Siegern gesellen durfte, geht auf den Wunsch der USA zurück. Die USA sahen in Frankreich eine weitere prowestliche Stimme und deshalb wurde das Land, das erst „befreit“ werden musste, zum Siegerstaat erklärt. Dass die sowjetischen Truppen überhaupt Berlin erobern konnten, hat einzig mit dem Bündnis der USA und Englands mit der Sowjetunion zu tun. Und das ist wichtig, weil man die nuklearen Drohungen gegen die Sowjetunion als Drohung gegen einen Verbündeten verstehen muss. Das scheint für mich der Punkt zu sein.
    Ein bereits verstorbener Verwandter von mir wurde im Sommer 1943 an der Ostfront von Soldaten der Roten Armee verhaftet, als er mit einem Kameraden abgeschnitten von seiner Einheit in einem Getreidefeld übernachtete. Der Kamerad sprach ganz gut polnisch und das verstanden die Russen besser wie deutsch. Nach einiger Zeit wurde er in ein Gebiet weit östlich von Moskau als Zwangsarbeiter verbracht. Und zwar in ein neu errichtetes Panzerwerk. Dieses Panzerwerk war so groß und gigantisch, dass die Arbeiter mit dem Fahrrad die Wege in den Hallen bewältigten.
    Im Frühjahr 1945, der Krieg neigte sich dem Ende zu, war seine persönliche Beziehung zu den Russen so gut, dass er diese fragt: wozu noch die vielen Panzer, wenn Hitler schon fast tot sei? Antwort: gegen „Amerikanski“.
    Und das bestätigt die Richtigkeit der Bemerkung Hitlers etwa im Herbst 1944 über das baldige Ende der „Waffenbrüderschaft zwischen den Sowjets und dem Westen. Dieses Bündnis endete exakt mit dem Ende der nationalen Kraft Deutschlands.

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