Pharmakonzerne verdienen 2 Mrd. Dollar durch Ebola


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Westliche Pharmakonzerne verdienen gut an Ebola: Aufträge im Wert von zwei Milliarden Dollar wurden den großen Arzneimittelherstellern durch die Regierungen erteilt. Nicht so groß scheint das Interesse an der Hilfe bei simplen Durchfall-Erkrankungen zu sein, wodurch jedes Jahr Zehntausende Westafrikaner dahingerafft werden.

Frauen in Afrika
Bildquelle: Private Fotografie

Einem Bericht von Moneynews zufolge haben Arzneimittelhersteller wie Mapp Biopharmaceutical Inc., Johnson & Johnson, Glaxosmithkline Plc, NEWLINK Genetics Corp, Novavax Inc. oder Emergent Biosolutions Inc. wegen Ebola Aufträge im Wert von zwei Milliarden Dollar erhalten.

Präsident Barack Obama hat den Kongress in der vergangenen Woche darum gebeten, 6,2 Milliarden Dollar für Soforthilfen freizugeben, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Immerhin kamen dadurch bereits mindestens 4.800 Menschen in Westafrika ums Leben. Das von Obama beantragte Geld wird natürlich nicht auf die Konten der Erkrankten überwiesen, sondern geht zu weiten Teilen an die Pharmahersteller, welche Medikamente und Impfstoffe für die Bevölkerung in den betroffenen Staaten bereitstellen sollen.

Bislang starben in den betroffenen Staaten ca. 4.800 Menschen an Ebola, allein in Liberia 2.700. Das ist erschreckend und traurig, doch könnte man mit weit weniger Geldmitteln beispielsweise Durchfall bekämpfen, woran jedes Jahr 10.000 Kinder unter fünf Jahren in Liberia sterben. Hier scheint das politische Interesse jedoch weit geringer zu sein.

2 Kommentare

  1. Also, ich werd bei dem ganzen Zirkus nicht schlau.
    Wenn ich die Aussage vom Robert-Koch-Institut nehme, und diesen Klub betrachte ich schon als seriös und kompetent, dann kann man das Ansteckungsrisiko von Ebola mit dem von Aids gleichsetzen.

    Ich zitiere:
    „Das Reservoir ist nicht eindeutig gesichert. Als Überträger werden Menschenaffen und vor allem Flughunde vermutet.Infektionen des Menschen entstehen durch Kontakte zu infizierten Tieren (z.B. durch Wildjagd, Verzehr und Zubereitung von Wildtierprodukten).“

    O.k., – also bei uns zuhause stehen Flughunde und Menschenaffen nicht so sehr auf dem Speiseplan.

    Weiter:
    „Eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch ist durch den direkten Körperkontakt mit an Ebolafieber erkrankten oder verstorbenen Menschen oder durch den Kontakt mit deren Blut oder anderen Körperflüssigkeiten möglich. Es gibt bisher keine Hinweise auf eine Übertragung von Filoviren auf den Menschen durch die Atemluft.“

    Also durch Blut und Körperflüssigkeiten (genauer definiert bei Wiki unter:http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperfl%C3%BCssigkeit)kann man diese Krankheit bekommen, im Prinzip nichts anderes als bei Aids. Das heißt, ich muß mich als Pflegepersonal davor schützen, daß ich mit Schweiß, Urin, Blut, etc. des Erkrankten in Berührung komme und daß der mir gezielt auf die Birne niest. Also ein Schutzmechanismus, den jeder Zahnarzt heute als Standard hat (Gummihandschuhe und Mundschutz).

    Weiter:
    „Ebolaviren können außerhalb des Körpers einige Tage infektionsfähig bleiben. Eine Ansteckung über Gegenstände wie Spritzen, die mit infektiösen Körperflüssigkeiten kontaminiert sind, ist daher möglich. Auf Oberflächen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt oder getrocknet sind, überlebt das Virus allerdings nur wenige Tage.“
    Also auch nichts anderes, als man von der Behandlung von Aidspatienten her kennt. Sauberkeit, Einwegspritzen, etc. Nichts besonderes also.

    Weiter:
    „Für Reisende in Epidemiegebiete besteht nur ein sehr geringes Infektionsrisiko, solange sie keinen direkten Kontakt mit erkrankten oder verstorbenen Menschen und Tieren bzw. deren Körperflüssigkeiten haben.“

    Ist doch eine klare Aussage. Jetzt soll mir doch jemand mal erklären, warum man da so einen Affenzirkus veranstaltet, wie man z.B. unter diesen links nachlesen kann:

    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/reisemedizin/ebola/ebola-seuche-in-deutschland-reissen-sich-deutsche-kliniken-um-ebola-patienten_id_4191922.html

    Man betrachte sich mal das Foto mit dem behandelnden Arzt in der Raumfahrerkleidung. Dann stelle ich mir die Frage, warum man dann die Aids-Patienten nicht in derselben Kleidung behandelt.

    Es sei denn, ich hab da was nicht richtig verstanden. Aber aus meiner Sicht soll man tunlichst vermeiden, mit einem Ebola-Erkrankten Geschlechtsverkehr auszuüben (sofern der überhaupt einen Bedarf verspürt) und diesen, auch wenn er verstorben ist, nach Möglichkeit nicht abzuschlecken.
    Warum man dann auch einen Hund einschläfern muß, der sich „möglicherweise“ angesteckt hat, ist mir schleierhaft. Nachzulesen unter:
    http://www.welt.de/vermischtes/article133069796/Hund-der-spanischen-Ebola-Patientin-eingeschlaefert.html

    Ist die Gefahr wirklich so groß, daß ich mit dessen Körperflüssigkeiten in Berührung komme? Kann mir nicht passieren. Bei mir werden die Hunde noch artgerecht gehalten. Ich schlecke sie auch nicht ab und habe keinen Geschlechtsverkehr mit ihnen.

    Weiß jemand dazu mehr, was mir evtl. entgangen ist, und was man hinsichtlich Ansteckung wissen sollte?

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