Pakistan: US-Drohne tötet 21 Menschen


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Wie pakistanische Medien berichten, wurden zahlreiche Leichen aus den Trümmern eines Hauses in der Nähe von Miranshah, einer Stadt im Tochi-Tal in Nord-Waziristan, herausgezogen. Eine unbemannte US-Drohne hatte am Mittwoch zwei Raketen auf das Haus gefeuert. Der TV-Sender PressTV bestätigte ebenfalls, dass alles darauf hindeute, dass der Angriff von einer amerikanischen Drohne druchgeführt wurde, als die Bewohner des Hauses ihre nächtliche Mahlzeit während des muslimischen Fastenmonats Ramadan einnahmen. Augenzeugen behaupteten, dass alle Menschen bei dem Bombardement getötet worden seien. Das Weiße Haus hat in der Vergangenheit immer wieder bekräftigt, dass diese Angriffe auf pakistanischem Hoheitsgebiet antiamerikanische Kämpfer zum Ziel hätten, doch berichten Einheimische meist von zivilen Opfern in Zusammenhang mit den von der CIA gesteuerten Drohnenangriffen. Laut der pakistanischen Zeitung TheNation habe es sich bei den Getöteten allerdings um militante Kämpfer mit Verbindungen zum berüchtigten Haqqani-Netzwerk gehandelt.

Die Beziehungen zwischen Islamabad und Washington werden durch die brutalen Attacken seitens der USA zunehmend belastet. Die pakistanische Regierung ist mit den Angriffen auf Ziele im pakistanischen Hoheitsgebiet nicht einverstanden. Die Vereinten Nationen haben die USA für die Attacken bereits heftig kritisiert und sehen sich mit einer wachsenden Herausforderung in Bezug auf die internationale Rechtsstaatlichkeit konfrontiert. Islamabad hat die Angriffe wiederholt verurteilt und ist der Auffassung, dass sie die Souveränität Pakistans verletzen würden.

Philip Alston, UN-Sondergesandter für außergerichtliche Hinrichtungen, sagte in einem Bericht Ende Oktober 2010, dass die Angriffe die allgemeine Regel, ziviles Leben zu schützen, untergraben würden. Alston betonte weiter, dass er befürchte, die Drohnenangriffe durch die CIA könnten eine “Play Station”-Mentalität hervorrufen. Die Attacken sind bei der pakistanischen Bevölkerung höchst unpopulär, wie die Zeitung TheNation berichtet.

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