Pakistan: US-Drohne tötet 10 Menschen


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Mindestens zehn Menschen wurden in Pakistan durch einen Luftangriff einer unbemannten US-Drohne getötet. Viele weitere wurden dabei verletzt, wie lokale Sicherheitskräfte berichteten. Die Drohne feuerte Raketen auf Ziele in der Nähe von Miranshah in Nord-Waziristan, wie der Nachrichtensender PressTV mitteilte. Vorraussichtlich werde die Zahl der Todesopfer noch steigen, da sich einige der Verletzten in kritischem Zustand befänden, so ein Korrespondent des Senders. Hunderte solcher Angriffe auf pakistanisches Hoheitsgebiet haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschen verletzt und getötet. Die UNO verurteilte den US-Einsatz der Kampfdrohnen gegen andere Länder als eine eklatante Verletzung des Völkerrechts.

Der UN-Sondergesandte Philip Alston sagte in einem Bericht bereits Ende Oktober 2010, die Angriffe würden gegen internationales Recht verstoßen. Zudem äußerte er Bedenken gegen die von der CIA gesteuerten Angriffe, da sich hier eine „Playstation-Mentalität“ entwickle. Die illegalen US-Drohnen-Angriffe auf pakistanisches Hoheitsgebiet und die NATO-Angriffe entlang der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan werden auch seitens pakistanischer Politiker stark kritisiert. Die USA überfliegen den dortigen Luftraum und verletzen somit die Souveränität des Landes. Washington behauptet zwar, dass die Luftangriffe militanten Zielen gelten, doch führen die meisten Angriffe zu zivilen Opfern, wie die pakistanische Regierung berichtet. Diese Umstände führen zu immer größeren Spannungen zwischen Islamabad und Washington.

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