Opiumanbau in Afghanistan auf Rekordniveau


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Der Opiumanbau in Afghanistan ist dieses Jahr auf ein neues Rekordniveau gestiegen: Erstmals wurden in dem besetzten Land mehr als 200’000 Hektar Mohn angebaut, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 36% entspricht.

Der Opiumanbau in Afghanistan hat ein neues Rekordniveau erreicht: Mehr als 200’000 Hektar Schlafmohn wurden laut Zahlen der Vereinten Nationen (UN) angepflanzt, 36% mehr als im Vorjahr. Der stärkste Anstieg wurde in der Provinz Helmand festgestellt, die bis dato hauptsächlich von britischen Truppen bewacht wird.

Die Taliban-Regierung hatte den Opiumanbau im Jahr 2000 verboten, was bis 2001 zu einem Rückgang von 94 Prozent führte. Nach dem Überfall durch die USA ab dem 07. Oktober 2001 hatten sich Afghanistans Anbauflächen von 7’600 Hektar im Jahr 2001 auf 131’000 Hektar im Jahr 2004 vergrößert. Im Jahr 2001 wurden nur noch 185 Tonnen Opium produziert, 2006 hatte sich die Produktion auf 6’100 Tonnen ver-33-facht. Afghanistan war rasch wieder der größte Rohopiumlieferant der Welt und verfügte 2012 über 154’000 Hektar Anbauflächen, heute sind es 209’000 Hektar.

Ab 2007 war die Provinz Halmand heftig umkämpft, im Jahr 2010 starteten NATO-Truppen die stärksten Flächenbombardements seit dem Vietnamkrieg in dieser Region, wodurch afghanische Dörfer zum Teil vollständig zerstört wurden. Die Taliban haben inzwischen die Verordnung aufgehoben, welche Jahr 2000 den Anbau von Schlafmohn als Sünde verbot. NATO-Truppen bereiten nun ihren teilweisen Abzug aus Afghanistan vor.



Für den florierenden Opiumanbau werden seitens der Besatzer nicht nur keine Kosten, sondern auch keine menschlichen Verluste gescheut. Allein im Oktober starben durch Einsätze der NATO mindestens 80 afghanische Zivilisten, die keiner Partei angehörten und in keinerlei Gefechte involviert waren, viele davon waren Frauen, Kinder, Landwirte und Passanten (Quelle: erstes Suchergebnis hier). Der mit Abstand größte Abnehmer afghanischen Opiums ist die westliche Pharmaindustrie.

Entwicklung des Opiumanbaus in Afghanistan seit 1994 (Bild: Vereinte Nationen):

Afghanistan Opiumanbau, Quelle: UN

6 Kommentare

  1. Schon der erste Absatz dieses alten Arikels (einer von hunderten zum Thema)
    klärt schon vieles auf. USA und Regierung in AFG bauten seit Beginn der
    Invasion ein Drogen Mafia Kartell auf.

    http://www.salem-news.com/articles/may152010/afghan-poppies-ek.php

    Der zweitgrößte Abnehmer ist die CIA, und wer plaudert, (als US Soldat) der wird auf eine ganz neue Methode entsorgt, die völlig legal ist. Die olle Selbstmordnummer ist total -out-

    Es ist ja auch nicht das erste Mal, die CIA finanzierte etliche verdeckte
    Aktionen mit Drogengeld. Die dürfen das, als Junkie mit ein paar Gramm wanderst du in den Knast.

    http://en.wikipedia.org/wiki/CIA_and_Contras_cocaine_trafficking_in_the_US

    Mutter der (CIA) Mann mit dem Koks ist da……

  2. Wer das Geld hat macht die Regeln. Also Banken, Pharmakonzerne und die Großindustrie. Wir sind nur das Kanonenfutter und lassen uns enteignen und verarschen. Wenn gar nichts mehr hilft lässt man uns eben wieder gegeneinander kämpfen. So wird es kommen.

  3. Na , Kaiser Wilhelm das ja mal was , lange nicht mehr gehört ; Danke Dir !
    Mutter der Mann mit dem Koks ist da 😉 fast vergessen ,lol !

  4. @Bürgender – Super! Hochweriges Metall war auf der Kurve schon immer beliebt.

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/5066860.stm

    https://www.strategypage.com/dls/articles/The-Fabulous-Fakes-Of-Afghanistan–2-16-2011.asp

    Dort werden seit die Engländer dort waren Waffen in Handarbeit kopiert.
    Dito wurden in den 80er Jahren beispielsweise die exakten Kopien von chirurgischen Top Instrumenten deutscher Produktion angeboten, und tauchten in Angeboten bei Ausschreibungen für Krankenhäuser auf.

    Das Zurücklassen dieser Ausrüstungen ist übrigens billiger, als wie die Rückführung. Somit ist der Beweis erbtracht, dass das Militär doch kaufmännisch rechnen kann im Sinne der Steuerzahler. So bei 1 Milliarde US$ (oder mehr, und ohne MwSt.) pro getötetem Taliban ist ja eigentlich auch genug.

    PS.: Die Bundeswehr lässt Kriegsgerät im Wert von 150 Mio Euronen zurück.

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