An diesem Tag
27.02.2009: Obama verspricht Ende der Irak- und Afghanistan-Einsätze


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Am 27. Februar 2009 versprach der damals neu ins Amt gewählte US-Präsident Barack Obama den Rückzug aller US-Truppen aus Afghanistan und dem Irak.

Obama Irak
Obama Irak, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 2009, nur wenige Wochen nach Amtsantritt des US-Präsidenten Barack Obama, versprach dieser einen vollständigen Truppenabzug aus dem Irak und aus Afghanistan bis zum 31. Dezember 2011. Dies meldete damals die Washington Post.

Alle erreichbaren Ziele habe man erreicht und werde nun weitergehen. „Es gibt einige Amerikaner, die länger im Irak bleiben wollen“, sagte er während einer Rede vor US-Marines in Camp Lejeune, NC, „und einige, die es schneller verlassen wollen.“

Nur 16 Monate nach Amtseinführung sollte sich nur noch ein Bruchteil der Truppen in Afghanistan und im Irak aufhalten, versprach er seinerzeit. Bis 31. August 2010 sollte die Anzahl der Soldaten von 142.000 auf 35 – 50.000 reduziert werden.

In der Woche zuvor hatte der frisch gewählte Präsident hingegen die Entsendung von 17.000 weiteren Soldaten nach Afghanistan angekündigt. Zudem gab er ein deutlich höheres Budget für die Einsätze in Afghanistan und Pakistan frei.

Noch nicht öffentlich bekannt waren damals die bereits laufenden Drohneneinsätze. Im Oktober 2009 erhielt Obama für seine „diplomatischen Bemühungen“ und das Versprechen einer „atomwaffenfreien Welt“ den Friedensnobelpreis.

Bereits in seinem Präsidentschaftswahlkampf hatte Obama am 27. Oktober 2007 folgendes gesagt: „Ich verspreche Ihnen, dass falls unsere Truppen nicht zuhause sind bis ich bin Präsident bin, ist dies das erste, was ich tun werde. Ich werde unsere Truppen nach Hause holen. Wir werden diesen Krieg beenden. Darauf können Sie sich verlassen.“

Die Wahlversprechen des Barack Obama

Obama hat seine Wahlversprechen bis zum Ende seiner Amtszeit nicht nur nicht gehalten. Er hat viele Situationen sogar noch verschlimmert. Die USA befanden sich über beide Amtszeiten im Kriegszustand. Insbesondere der Drohnenkrieg wurde massiv ausgeweitet.

Die Beteiligung der USA an Kriegen erhöhte sich von zwei auf acht (Irak, Afghanistan, Syrien, Pakistan, Uganda, Somalia, Jemen und Kamerun), natürlich ohne UN-Mandate. Insgesamt waren die USA unter Friedensnobelpreisträger Obama sogar in 14 Ländern aktiv an Gefechten beteiligt.

Hinzu kommt, dass der erste farbige US-Präsident einen neuen Kalten Krieg gegen Russland begonnen hat und sich auch die Spannungen innerhalb der US-Bevölkerung (Rassenunruhen) erhöht haben. Desweiteren hat Obama die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten entgegen seiner Wahlkampf-Beteuerungen von zehn auf knapp 20 Billionen Dollar verdoppelt.

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washingtonpost

6 Kommentare

  1. Glaubt den Amis nicht.
    Wie viele Kriege begannen sie, wie viele Farbenrevolutionen führten sie, um Länder zu destabilisieren?
    Wie viele Politiker gibt es in Spitzenpositionen, die das TTIP , Ceta etc,, fremde Geheimdienste und amerikanische Militärbesatzung in unserem Lande ablehnenablehnen?

    Ich mache nun jeden Sender aus, der hetzt, lege jedes Blatt mit Hetze aus der Hand.
    Ich bete für Wladimir Putins Russland.
    In LAOS liegen noch Bomben und Blindgänger der USA im Boden, wo die Menschen noch mindestens 100 Jahre zu tun haben, alle Waffen zu finden und zu entschärfen!
    Haben sich die Amerikaner jemals für ihre völkerrechtswidrigen Verbrechen entschuldigt??

  2. Woran erkennt man, wenn ein amerikanischer Präsident lügt?
    Antwort:
    Indem man sieht das er seine Lippen bewegt!

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  3. Obama war nicht der erste Lügner und nicht der letzte Lügner.
    Immerhin hat er keinen Weltkrieg ausgelöst.
    Diesen hatte Roosevelt zwar nicht ausgelöst, aber begünstigt.
    Bereits im Frühjahr 1939, schreibt der Historiker Stefan Scheil,
    hatte die britische Regierung in Washington sondieren lassen,
    wie die US Regierung sich im Falle eines neuerlichen europäischen Krieges verhalten würde.
    Die Antwort lautete sinngemäß: wir stehen hinter Groß-Britannien.
    Scheil nennt sogar die handelnden Personen, aber diese sind mir jetzt entfallen und im Kontext auch unwichtig.
    Es ist klar dass diese Zusicherung ein halbes Jahr vor der Kriegserklärung Englands und Frankreichs, genau diese Kriegserklärungen begünstigte. Denn es ist mehr als fraglich, dass ohne wohlwollende Unterstützung der USA diese Entscheidung für einen neuen Krieg so nicht gefallen wäre.

  4. Präsidenten haben keine Macht in diesem höllenähnlichem Land. Sie können nur ihr Gesicht waren, wenn sie die bereits vollendeten Tatsachen, als ihre Entscheidung ausgeben.

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