Noam Chomsky: Demokratie in der EU liegt in Fetzen


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Noam Chomsky warnte vor harten Sparmaßnahmen in europäischen Ländern und sagte, dass die Demokratie in der Europäischen Union in Fetzen liege. Die EZB handle unfair, kontraproduktiv und würge die Wirtschaft in Europa ab.

Hält nichts von der EU: Noam Chomsky

Der amerikanische Analyst Noam Chomsky wurde mit den Worten von der Irish Times zitiert, dass die „Demokratie in der Europäischen Union in Fetzen liegt„. Grund dafür seien unwirksame Reaktionen auf die anhaltende Wirtschaftskrise. „Ich bin kein großer Bewunderer der Federal Reserve, aber ich denke, sie haben wesentlich konstruktiver, bedachter und progressiver auf die Krise reagiert als die EZB.“

Die Maßnahmen der EZB seien „unfair und kontraproduktiv“ gewesen und die restriktive Sparpolitik ersticke das Wirtschaftswachstum der europäischen Nationen. „Überall wo die Sparmaßnahmen angewendet wurden, haben sie großen Schaden angerichtet“, so Chomsky weiter. „Spanien hatte im Jahr 2007 einen nahezu ausgeglichenen Haushalt und recht gute wirtschaftliche Fundamentaldaten vorzuweisen.“ Der 84-jährige fügte hinzu, dass „die Immobilienblase in Spanien durch spanische und deutsche Banken als Kreditgeber angeheizt worden“ sei, wofür die Öffentlichkeit nun bezahle.

Chomsky ist Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und gilt seit dem Vietnamkrieg als scharfer Kritiker der US-amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik. Zwischen 1980 und 1992 war er laut Arts and Humanities Citation Index die am häufigsten zitierte lebende Person der Welt.

Bei der Europäischen Union handelt es sich zahlreichen Beobachtern zufolge um einen bürokratischen Apparat mit dem Ziel der Abschaffung souveräner Nationalstaaten in Europa, sowie der Einführung einer zugunsten von Banken agierenden, europaweit zentralisierten Regierungsform. Unabhängige Experten warnen vor undemokratischen Tendenzen und vergleichen die EU häufig mit gescheiterten Wirtschafts- und Währungsunionen, wie etwa dem ehemaligen Jugoslawien oder der Sowjetunion.

6 Kommentare

  1. guter mann, aber wir brauchen überhaupt keine krisenmanager zentralbanken. die sind doch genau der grund für die krise wegen den zinsen für nichts.

  2. also der MIT Professor meint, die EU sei:
    Ein Bürokratischer Apparat mit dem Ziel der Abschaffung souveräner Nationalstaaten in Europa, sowie der Einführung einer zugunsten von Banken agierenden, europaweit zentralisierten Regierungsform.
    .
    Also ist das dann nicht eher eine Art Zentralistische-Diktatur, eine Plutokratie, Kleptokratie, oder Autokratie???
    .
    Seine Aussage trifft aber sicher nicht für eine Demokratie zu, nur schon, weil die meisten EU-finanztechnischen Schlüsselpositionen von GSI-Direktoren eingenommen werden (GSI = Goldman Sachs International).

  3. Wie die EU die Demokratie regelrecht bekämpft ist von vornherein von deren Erfinder so gewollt. Das ist kein Demokratiedefizit, es ist so geplant. Wenn man dann erfährt wie die EU entstanden ist, wird man sich nicht mehr wundern können.

    Wenn man die Entstehungsgeschichte einer Sache kennt, versteht man sie erst richtig.

    Was Sie schon immer über die „Brüsseler EU“ wissen wollten, aber Ihnen niemand zu sagen wagt!
    http://www.relay-of-life.org/de/index.html

  4. Demokratie der EU liegt in Fetzen….

    Da haben sie recht.
    Der Rest an Einfluss der Bürger , der Völker wird auch noch zerfetzt werden.
    Die Regierenden sind verantwortlich für die Ergebnisse…ihrer Arbeit.
    Das heißt, die Brüsseler Regierenden und die nationalen Regierungen sind für den erbärmlichen
    Zustand der EU und der dazgehörenden Länder verantwortlich.
    Dennoch sind sie weiter an der Macht. in jedem Unternehmen wären sie längst “ an die frische Luft “
    gesetzt worden.
    Sie , die Nationen , die Menschen, werden gerade um ihren Wohlstand gebracht, in die Armut versenkt, verzockt..verjuckst.. verhökert…und dennoch wählen sie immer wieder diese Verbrecher.
    Sie wollen es wohl so, womöglich glauben sie tatsächlich, das alles sei alternativlos.
    Auch die Beseitigung der Demokratie. Dann können die Machhaber endlich so richtig durchstarten.
    Alles war doch so geplant, das kommt nicht zifällig.

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