New York Times: "Neue Medien" erhalten mehr Zulauf


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Laut einem 96-seitigen Bericht der New York Times haben „neue Medien“ immer stärkeren Zulauf, während das Blatt selbst Besucher einbüßt. Viele mögliche Ursachen werden in dem Bericht aufgezählt, allerdings fehlt die wichtigste: Das schwindende Vertrauen der Bevölkerung in die Massenmedien. Im deutschsprachigen Raum sieht man ähnliche Entwicklungen.

Propaganda in den Medien
Bild: DeesIllustration.com

Laut einer Untersuchung der New York Times (NYT) erhalten „neue Medien“ immer mehr Zulauf, während das Blatt selbst zunehmend Besucherzahlen einbüßt. Mit „neuen Medien“ sind in dem 96-Seitigen Bericht in erster Linie Internet-Konkurrenten wie Yahoo-News oder Huffington Post gemeint.

Der Bericht macht unter anderem die NYT-Reporter selbst dafür verantwortlich, da sich viele bis heute nicht mit dem Internet und Sozialen Netzwerken auseinandersetzen möchten. Eine Reihe weiterer Probleme wird aufgelistet, doch das wichtigste wurde weggelassen, wie Paul Joseph Watson von Infowars.com schreibt: „Der komplette Kollaps des Vertrauens in die Berichterstattung seitens der Öffentlichkeit.“ Nach den Lügen über Massenvernichtungswaffen im Vorfeld des Überfalls auf den Irak oder der aktuellen Hetze gegen Russland glauben viele Bürger, dass die Massenmedien nur noch ein de facto-Sprachrohr der Regierung sind.

Der frühere New York Times-Korrespondent Daniel Simpson sagte nach seiner Kündigung im Jahr 2012, dass die Zeitung „nichts weiter als ein Propaganda-Megafon der herrschenden Elite“ sei. Doch nicht nur die NYT leidet unter anhaltendem Kundenschwund, auch andere große Medien wie etwa MSNBC und CNN verloren zwischen November 2012 und November 2013 fast die Hälfte aller Zuschauer. Laut einer aktuellen Umfrage von Gallup trauen nur noch 23 Prozent aller US-Bürger den Massenmedien.

In den USA und Großbritannien gibt es „March Against Mainstream Media„-Proteste, die direkt vor den Hauptgebäuden der Massenmedien abgehalten werden und auf die „verschleiernde Berichterstattung“ hinweisen sollen.

Im deutschsprachigen Raum sind ähnliche Tendenzen feststellbar: Im April 2014 verlor Spiegel Online 15,7 Prozent aller Leser, Focus 12,1 Prozent, die Welt 12,7 Prozent und die Süddeutsche 12,6 Prozent, was allerdings teilweise auch mit den Osterfeiertagen begründet werden kann. Doch auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen sich Massenmedien wachsender Kritik ausgesetzt, wie man nicht zuletzt an den immer besser besuchten Montagsdemonstrationen erkennen kann, die inzwischen in 62 Städten im deutschsprachigen Raum abgehalten werden.

Quellen:

10 Kommentare

  1. Ich kapiere eh nicht wie sich diese Nachrichtenwebsites mit teilweise mehr als 100 Mitarbeitern überhaupt finanzieren. Auf der anderen Seite kommen dann Leute wie Walter Eichelburg mit einer HTML-Seite daher und haben dann als einzelne Personen genau so viele Zugriffe wie so manches Konzernblatt. Bekommen Massenmedien Subventionen oder wie finanziert sich das? Nur durch Reklame?

  2. war auch mein Gedanke, da wird fleißig „gezuschusst“. Die Blöd Zeitung bspw als wichtigstes Propaganda Instrument, darauf könnte das Establishment doch gar nicht verzichten – „too big to fail“ im Zweifelsfall

  3. deutsche medien,welche noch gestern den moralischen zeigefinger über der hitler Generation geschwungen haben,frei nach dem Motto;“ihr habt das doch alle gewusst“,belügen und manipulieren heute selber die massen und betätigen sich als kriegstreiber….

    die Generation,die doch alles besser machen wollte hat ihre ideale verraten und ist gescheitert!!!

    ich fordere für GOEBBELS 2.0 ein NÜRNBERG 2.0 !!!
    wer schuldig gesprochen wird muss in die asse zum Atommüll schaufeln!

  4. Der Charme der „Neuen Medien“ besteht eigentlich nur darin, dass Nachrichten just-in-time und in umfassender Menge verfügbar sind. – Was der Einzelne für sich daraus macht, hängt von den emotonalen Bedürfnissen und seinen geistigen Fähigkeiten ab.

    Gehirnforscher haben ermittelt, dass 80% der Menschen ihre „Wahr“nehmung herunterfahren, wenn sie mit der ungeschminkten Wahrheit konfrontiert werden. Besorgniserregende Sachverhalte werden meist als unangenehm empfunden, und deshalb flüchten sich viele dann in den als „unrealistischen Optimismus“ bezeichneten Zustand.

    Wer die Wahrheit hören soll, den sollte man vorher eigentlich fragen , ob er sie auch vertragen oder ertragen kann.

    Den offensichtlichsten Realitätsverlust kann man immer wieder besonders bei Betroffenheitsorgien beobachten.

  5. Die Mainstream Medien gehen mit Propaganda dem Faschismus immer voraus.Nun werden sie vielleicht selber Opfer des Faschismus.

    Selbst wenn es den Leuten peinlich ist, die Lohnabhängigkeit bleibt bestehen und wenn ein neuer Adolf Hitler käme, so würden sie ihm rein aus Lohnabhängigkeit folgen.

    Und wenn irgend einer kam und sagte: “Wie konntet ihr nur Adolf Hitler folgen?”, dann hätte die Antwort lauten müssen: “Ihr doch auch!”

  6. @Samly,

    wenn sie keiner mehr liest, welche Funktion soll dann die Reklame haben ?

    Also werden sie wahrscheinlich irgend wann nur noch mit Steuergeld subventioniert, bis die gierigen Politiker oder wer auch immer irgendwann meint: „Die Subventionen bringen nix, dafür erhöhe ich mir lieber die Diäten.“

    Also keine Firma wird wohl die Reklame ins Dunkle stellen wo keiner hinsieht.

  7. Hat zwar nicht direkt was mit dem Bericht zu tun, aber trotzdem:

    AUFRUF

    Leider kommt die Idee etwas spät, aber nicht zu spät. Stammt auch nicht von mir, aber sie ist gut.

    Jetzt, wo die Wahlplakate überall rumhängen, mit denen die meisten doch nichts anfangen können, – JETZT soll jeder, der die Möglichkeit hat, am Fenster seiner Wohnung, an seinem Haus, – wo auch immer, ein selbgemachtes Transparent aufhängen. Macht ein bißchen Arbeit, aber ist nicht so schlimm.

    Einige kenne ich bereits, die es machen.

    ABER ES SOLL ÜBERALL DORT HÄNGEN; WO MAN DEUTSCH SPRICHT!!

    Text auf dem Plakat:

    „Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten.
    Vom Feinde bezahlt, doch dem Volke zum Spott!
    Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
    dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!“

    Carl Theodor Körner (1791-1813)

    Jeder, der für zwei Groschen noch was im Hirn hat, weiß, was gemeint ist. Da braucht man kein Wahlplakat oder Antiwahlplakat. Und verbieten kann es auch niemand, ein altes Gedicht aufzuhängen.

    Ich hängs bei mir auf, am Haus an der Fassade und am Betrieb. Je mehr das machen, umso besser ist der Effekt. Die Chance besteht, daß es die Kerle, für die es gedacht ist, etwas nachdenklich macht.

  8. 60+
    Ja, dieses Zitat trifft auch voll zu. – Auf die Gegenwart.

    Ich hab aber auch ein Zitat für die Zukunft (ich bin halt ein hoffnungsloser Optimist):

    „Wenn einmal eine Nation zu denken beginnt, ist es unmöglich, sie daran zu hindern.“
    Voltaire

    Bin grade am zusammenstellen, was ich besorgen muß, für die vorgenannte Idee. Denke, am besten und am billigsten wird es sein, drei weiße Leintücher vertikal aneinanderzufügen (zu nähen) und dann darauf mit schwarzem Farbspray die Aufschrift zu tätigen. Dürfte groß genug sein, daß alles draufpaßt.
    Hab das noch nie gemacht, deswegen frage ich so komisch. Denke, daß es aber so am besten ist und auch den Regen aushält.

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