Netanjahu und Romney haben selbe Geldgeber


von

Eine neue Untersuchung hat ergeben, dass auffällig viele der Hauptspender von US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und dessen Republikanischer Partei auch den israelischen Premier Benjamin Netanjahu finanziell unterstützen. Zudem sind die beiden Politiker alte Freunde und arbeiteten bereits in den 1970er-Jahren zusammen.

Hat finanzstarke Geldgeber in den USA:
Benjamin Netanjahu

Eine von der israelischen Zeitung Ha’aretz (Kaufartikel, mehr Infos hier) durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass 37 der insgesamt 46 Spender von Premierminister Benjamin Netanjahu in dessen Kampf um die Führung der Likud-Partei im Januar Amerikaner waren. Fast die Hälfte dieser Spender sind gleichzeitig finanzstarke Geldgeber von US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und den Republikanern. Bemerkenswert dabei ist auch, dass kein einziger der Spender aus dem Umfeld der Demokraten stammt. Die Demokratische Partei von Friedensnobelpreisträger Barack Obama hat dem israelischen Präsidenten vermehrt Einmischung in dessen Wahlkampf vorgeworfen, ein Vorwurf, den Netanjahu öffentlich abstritt.

Netanjahus bekannteste amerikanische Geldgeber sind etwa der Casino-Magnat Sheldon Adelson, der auch 100 Millionen Dollar zum Wahlkampf von Mitt Romney beisteuerte. Auch Ronald Plotkin, CEO der internetbasierten Jobbörse Monster.com. Doch haben Romney und Netanjahu mehr gemeinsam, als nur ihre Geldgeber. So sind sie auch durch ihre gemeinsame Zeit an der Boston Consulting Group in den 1970er Jahren bereits langjährige Bekannte.

Natürlich handelt es sich bei den Spenden für Netanjahu nicht um solche gigantische Summen, wie sie Mitt Romney erhalten hat. Interessant wäre auch eine Studie darüber, wie die internationalen Finanzhäuser Goldman Sachs oder JPMorgan zu beiden Kandidaten stehen. Vielleicht ist das ganze Säbelgerassel gegen den Iran auch nur eine Wahlkampftaktik zugunsten Romneys? Gefährlich wird es in der Regel nämlich nur, wenn die Kriegstreiber anfangen von Demokratie und Freiheit zu faseln. Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts wird Obama bei der US-Präsidentschaftswahl am 6. November 2012 herausfordern.