Schützen NATO-Truppen Heroin-Exporte aus Afghanistan?


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Das an Afghanistan grenzende Hochgebirgsland Tadschikistan entwickelt sich zu einem wichtigen Drogenumschlagplatz. Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Transport dorthin, der über eine von der NATO erbauten Brücke verläuft, von NATO-Soldaten nicht nur ignoriert, sondern sogar bewacht wird. Das dort gehandelte Heroin wandert direkt nach Russland und Europa.

Von der stärksten Militärmacht der Welt beschützt:
Der afghanische Opiumanbau

Tadschikistan entwickelt sich zu einem wichtigen Umschlagplatz für den Drogenhandel in Afghanistan. Heroin und Opium im Wert von vielen Millionen Dollar wechseln dort regelmäßig den Besitzer. Die UNO schätzt, dass jährlich 80 Tonnen Heroin und 20 Tonnen Opium von dort nach Russland und Europa geliefert werden. Die Gebiete in Afghanistan, von wo aus die Drogen nach Tadschikistan transportiert werden, werden vom deutschen Kontingent der NATO-Truppen kontrolliert.

Die Soldaten in der Region unternehmen nichts gegen den Drogenhandel und die Großdealer, welche die Ware im benachbarten Tadschikistan  vorzugsweise gegen Waffen eintauschen. Die Transporte laufen zumeist über eine von der NATO erbauten Brücke. „Inzwischen vernachlässigen die Bundeswehr-Soldaten ihre unmittelbaren Pflichten“, glaubt Nikita Mendkowitsch, Experte des Zentrums für afghanische Forschungen.

Ob sie wirklich ihre unmittelbaren Pflichten vernachlässigen? Da sich die Anbauflächen in Afghanistan laut einem Bericht des Focus zwischen 2001 und 2004 um 1500% auf 131000 Hektar vergrößert haben, was exakt der Anbaufläche aus dem Jahr 2011 entspricht, deutet eher alles darauf hin, dass die NATO-Truppen den Drogenhandel nicht bekämpfen, sondern diese Felder erfolgreich vor den Taliban schützen. Der westliche Drogenhandel von Opium und Heroin hängt eng zusammen mit der Rekordernte afghanischer Bauern, die rund 80 Prozent des europäischen Rauschgiftmarkts beliefern.

Zahlreiche Beobachter sind zum Schluss gekommen, dass die Gründe für den Einmarsch nach Afghanistan von der US-Regierung eigens inszeniert wurden, um den im Jahr 2000 von der Taliban-Regierung verbotenen Opiumhandel wieder anzutreiben. Im Jahr 2010 schätzte die Russische Drogenbekämpfungsbehörde den Wert der Opiumernte in Afghanistan auf 65 Milliarden Dollar.

11 Kommentare

  1. Was sonst soll denn dort interessant sein? Erst haben die Briten das Heroin bewacht, dann die Russen und jetzt eben die Nato. Wenn es kein Heroin mehr in Russland, Europa und Amerika gibt, verlieren millionen Polizisten, Soldaten und CIA-Mitarbeiter ihre Jobs. Klar haben die keinerlei Interesse an einem Ende der Dealerei.

  2. CIA – legal, illegal, scheißegal

    Die CIA kontrolliert 93 Prozent des globalen Opiumhandels. Wo immer auf diesem Planeten Drogen verkauft werden, hat die CIA ihre Finger im Spiel, sie war es auch, die damals Crack entwickelte und unter’s Volk brachte. Die CIA ist der Inbegriff des Verbrechens und unterscheidet sich nur marginal von der Mafia.

  3. Die Mafia ist dagegen wie ein Choor-Buben-Sänger-Verein, und auch nicht staatlich geschützt und befugt via intern. Gerichtshof!

    Andersrum, ist das Soldaten-Leben (als Söldner) bestimmt fiedlicher beim Schlafmoon-Feldwache … ein paar Gugen rauchen und den Kamelen beim Sch… zuschauen 😉 Vielleicht sieht sogar mal zwischendurch eines in ein Ufo einsteigen und davon fliegen?

  4. Es ist wirklich an der Zeit, die willkürlich gezogene Grenze zwischen legalen und illegalen ein für alle Zeit zu eliminieren. Hasch bspw. ist wesentlich „gesünder“ als Nikotin oder Alkohol. Sollen doch die Apotheken das Zeugs einfach verkaufen dürfen, dann gäbe es keine Beschaffunskriminalität mehr, keine Milliardengewinne auf dem Schwarzmnarkt, keine Toten wegen verunreinigter Stoffe … alles in allem nur Vorteile und keine Nachteile.

  5. dann müssten wir das aber den Politikern obligatorisch in den Tee einpflanzen, um weniger Kriege zu generieren 😉

  6. Das Thema ist bekannt ebenso die Handelsrouten. In die USA wird das Zeugs direkt geflogen, denn eine Airforce C-130 landet ja nur auf Militärflughäfen.
    @dw-seneca – Völlig richtig! In den USA z.B. gibt es große Organisationen, die seit Jahren vergeblich um die Legalisierung von Marihuana kämpfen. Hasch und Marihuana sind harmlos. Nachweislich Süchtige die auf Heroin und Krack sind, die könnte man völlig ruhig stellen. Denen bräuchte man nur reines Methadon verpassen, das würde pro Dosis nur Pfennigbeträge kosten. Um die Ausgabestelle herum gleich entsprechende Wohneinheiten für obdachlose Süchtige, dann laufen die nirgendwo mehr hin. Die ganze stressige Rennerei um Stoff zu besorgen, und die dazu gehörige Beschaffungskriminalität fällt weg. Es gibt unter den Süchtigen genug Typen, die bewusst eine Straftat begehen, weil man im Gefängnis oft besser versorgt ist mit Stoff und es stressfrei ist, zumindest im Winter. Es ist schon klar medizinisch, dass es unmöglich ist Süchtige vom Methadon wieder runter zu bringen, so gesehen gibt es das Programm ja schon, und Methadon ist reinster Stoff. Müsste man jetzt nur noch auf alle anwenden und Wohnraum für die Leute bereitstellen. Kommt im Endeffekt viel billiger, aber von kaufmännischem Rechnen hat die Politkaspertruppe in Berlin ja nachweislich keine Ahnung.

  7. Kommt drauf an, die Kasperl-Truppe im Parlament kann schon rechnen, aber sie stehen vermutlich auf der anderen Seite der Genze… will heissen, dass es lukrativer ist, bei 6000% Marge noch etwas Taschengeld dazu zu verdienen-

  8. @Wini – Ja richtig, aber mein Kommentar zur Unfähigkeit bezog sich auf die völlig korrekte Bemerkung von @dw-seneca. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Beschaffungskriminalität ist schon immens hoch. Hinzu kommen alarmierend hohe Zahlen von Rettungswagen Einsätzen und Behandlung von Süchtigen, die einfach umfallen, plus die Unterbringungskosten in einer JVA etc. – Das kann man vermeiden, therapierbar sind die Leute eh nicht, aber krank werden Junkies nicht, wenn sie Methadon und ausreichend Essen bekommen. Die Polizei kann sich dann um wichtigere Dinge kümmern. Du brauchst diese Personengruppe nicht mehr zu überwachen, die sind da wo sie den reinen Stoff dann kontrolliert bekommen. Die sind dann genau das Gegenteil von mobil oder aggressiv, weil sie auch nicht in Entzugsphasen gleiten. Bei Bayer hergestellt in Massen, würde die Dosis nur wenige Pfennige kosten, und die meist kurdischen Dealer und die Hehler haben keinerlei Geschäftsgrundlage mehr. Man schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe, und ich denke, auch die Bevölkerung würde hinter so einem Projekt stehen.

  9. Gefällt mir… Sehr pragmatscher Ansatz!!! Leider wollen das die Anti-Goillums in Politik und Wirtschaft gar nicht, wir sitzen auf verlorenem Posten… Sag ronon, wir brauchen ein neues Gefährt plus Fahrer 😉
    Drr Abend ist schon angebrochen, geh früh ins Bett, morgen früh brauchen wir unsere Kräfte vereint! LG an alle Analysten, die keine Denunzianten sind, und noch die Wahrheit predigen

  10. Klar, mit Suchtmitteln kann man ganze Länder – Rußland, Iran, China – recht einfach, billig, und vor allem unerkannt und ohne aufwendigen Armeeeinmarsch niederhalten. Man denke nur an die Opiumkriege, mit denen Engalnd China in Schach hielt. Die heutige Moderne ist nur eine Neuauflage des Alten.

    Der nichtauserwählte Rest der Menschheit erleidet das:
    http://nuklearer-holocaust.ch/Kernwaffen.html

  11. @spaßbremse
    Die Russen haben die Mohnfelder erfolgreich vernichtet. Und die Anbaufläche von Mohn ist zur Zeiten der sowietischen Besatzung drastisch zurückgegangen. Ganz einfach, weil die Taliban mit Drogenhandel ihre Waffen finanziert haben.

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