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Muttertag-Begründerin wurde Muttertag zu kommerziell


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Anna Jarvis begründete den Muttertag. Als dieser völlig kommerzialisiert wurde rief sie zum Boykott auf und wurde von der Blumenindustrie aus dem Weg geräumt.

Anna Jarvis ist die international anerkannte Begründerin des Muttertags. Sie war eine engagierte Friedensaktivistin, die sich während des Bürgerkriegs sowohl um amerikanische als auch um konföderierte Soldaten kümmerte.

Als ihre Mutter, die 11 Kinder zur Welt gebracht hatte, schließlich 1905 starb, nachdem sie jahrelang von ihrer Tochter betreut wurde, begann Jarvis eine Kampagne, um Müttern einen Feiertag zu widmen. Die Idee stammte ursprünglich von ihrer inzwischen verstorbenen Mutter.

Nach dem Tod ihrer Mutter begann Jarvis, damaligs Anzeigenredakteurin einer Versicherungsgesellschaft, jahrelang erfolglos für den Feiertag zu werben. Der US-Kongress spottete sogar über den Vorschlag und erwiderte, dass man dann auch einen „Schwiegermuttertag“ einführen müsste.

1914 war es dann jedoch soweit und US-Präsident Woodrow Wilson erklärte den zweiten Sonntag im Mai zum offiziellen Muttertag. Als der Muttertag bekannter wurde, entdeckten verschiedene Unternehmen die Möglichkeit, Geld damit zu verdienen. Grußkarten wurden entworfen, Schokoladenfirmen produzierten spezielle Pralinen und Floristen erhöhten die Preise.

Boykott des Muttertags

Schließlich rief Jarvis zum Boykott des Muttertags auf, weil sie der Meinung war, er sei von kommerziellen Interessen unterwandert worden. Sie sagte: „Eine gedruckte Karte bedeutet nichts anderes, als dass du zu faul bist, um der Frau zu schreiben, die mehr für dich getan hat als jeder andere Mensch auf der Welt. Und Süßigkeiten! Du bringst deiner Mutter eine Schachtel und dann isst du das meiste davon selbst. Ein schönes Gefühl.“

Jarvis ‚Angriffe auf die Kommerzialisierung des Muttertags wurden legendär. Im Jahr 1922 befürwortete Jarvis einen offenen Boykott gegen die Floristen, die jeden Mai die Preise erhöhten. Ihre Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg und sie wurde in eine Nervenheilanstalt geworfen.

Die Rechnungen der Klinik übernahmen Vertreter der Grußkarten- und Blumenindustrie. Jarvis starb als arme Frau, kinderlos und unverheiratet im Alter von 84 Jahren.

5 Kommentare

  1. Ein paar Dinge aus dem Report waren mir bekannt. Es ist gut, dass man sich derartigen Vorgängen bewusst wird.

    Ich wusste auch mal was Ähnliches über den aus der US-Kommerz-Industrie geborenen Valentinstag. Habs aber vergessen.

  2. Jeder Tag sollte auch ein Muttertag sein, aber nicht ein bestimmter Tag mit Zwang zum konsumieren von überteuerten Geschenken. Ich habe mit dem Einverständnis meiner Kinder den Muttertag schon vor vielen Jahren abgeschafft, weil ich diesen Tag nicht benötige, um als Mutter geehrt zu werden. Beim Muttertag ist wie bei so vielen Feiertagen einiges aus dem Ruder gelaufen und das sollte niemand mitmachen.

  3. Mein Gott, Vision, da kennen wir uns schon so lange.
    Und doch wusste ich nicht, dass Du eine Frau bist, oder hatte es zumindest nicht verinnerlicht.

    Bei uns wurde der Muttertag immer begangen und das finde ich auch gut so; das ähnelt dem Geburtstag.
    Und das ist ein guter christlicher Brauch.
    Denn die Islamisten feiern ihren Geburtstag nicht, das ist zwar nicht ausdrücklich verboten, gilt aber als „unislamischer Brauch“. Dafür feiern die den Geburtstag des Propheten Mohammed. Muttertag feiern die Moslems auch nicht, weil die Frau im Islam einen ganz anderen, nämlich niedrigen Stellenwert hat.
    https://www.islaminstitut.de/2018/duerfen-muslime-geburtstage-feiern/

  4. Kuno, nun weißt Du es, ich bin eine Frau 🙂
    Wer den Muttertag mag, soll ihn feiern, mir lag nie etwas an diesen Zwangstag, bei dem die Blumen auch noch besonders teuer angeboten werden, genau wie am Valentinstag. Geburtstag, Hochzeitstag und dergleichen ist da schon etwas anderes. Zeugen Jehova feiern übrigens wie einige andere Sekten auch keinen Geburtstag…

  5. Besagte Lady hatte mit ihrer Idee eine solche Emotion (Liebe zur Mutter) zum Ausdruck gebracht, die göttlich-konsumistisch zum Wohle aller (Win-Win) verwertet werden konnte, also zur Profitmax… äh, wollte sagen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wirtschaftswachstum beitragen konnte und beigetragen hat. So wie mittlerweile auch das Leidenschaftliche, nämlich die Erotik, zum Wohle aller fest und sinnentfremdet-konsumistisch verklammert wurde; z.B.: Erotik-Shop, Erotik-Messe, Erotik-DVD.
    Das akkumulierende Kapital sucht und erschafft sich ständig neue Märkte, den Markt der Wetten (Derivate), den Flüchtlingsmarkt, den Immobilienmarkt, den … Weihnachtsmarkt(!) und den Ich-liebe-meine-Mutter-Markt. (Den Rüstungsmarkt kennt Ihr wohl schon.)
    Kurz: Die Frau war anfangs sehr vernünftig, wandelte sich dann aber zu einer Gefahr für die Menschheit. Möglicherweise unter Einfluss von Extremisten stellte sie Forderungen, deren Erfüllung unzweifelhaft zum Abbau von Arbeitsplätzen und damit zur Verelendung gerade der sozial Schwachen geführt hätte.
    Besser hätte sie einen „Motherdayact“ vorgeschlagen, in dem ein Mindestwert der Geschenke genauso festgeschrieben wäre wie die Pflicht Neuwaren zu verwenden, keinesfalls Waren aus Sekundärmärkten oder unentgeltliche Dienstleistungen.
    Ich muss gestehen, dass ich mich selbst aus kindlicher Unvernunft heraus immer ziemlich asozial verhalten habe. Ich bin am Muttertag zu islamistischen, d.h. unchristlichen, Zeiten aufgestanden, habe für meine Mutter Kaffee gekocht und den Frühstückstisch gedeckt. – No BIP!!!
    Meine Mutter war zwar der Meinung, es wäre der beste Kaffee der Welt (vermutlich, weil er neben den uns aus dem anderen Thema bekannten Vitaminen auch das Vitamin Liebe enthielt), dennoch war mein Handeln staatsfeindlich. Es hätte ja herauskommen und nachgeahmt werden können.
    Da ich mich mittlerweile doch an der alternativlosen Vernunft orientiere, gelobe ich, mich nicht zu bessern.

    Gruß in die Runde
    Joe

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