Münzstätten: Silber-Nachfrage bricht alle Rekorde


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Die Nachfrage nach Silbermünzen bricht alle Rekorde bei den wichtigen Münzstätten, weshalb drei Schichten und Überstunden angeordnet und die Lieferungen rationiert werden. Die Anleger befinden sich in einem Kaufrausch, sagt ein Manager der Perth Mint.

Bekannte US-Silbermünze: Silver Eagle
Bekannte US-Silbermünze: Silver Eagle

Der globale Markt für Silbermünzen erlebt derzeit einen beispiellosen Angebotsengpass und zwingt einige Münzstätten ihren Vertrieb zu rationieren und Mitarbeiter Überstunden arbeiten zu lassen. Die US Mint kann die Nachfrage nach der US Eagle-Silbermünze nicht decken, ähnliches hört man von der Canadian Mint, schreibt The Sydney Morning Herald.

In Australien verkaufte die Perth Mint im September fast 2,5 Millionen Unzen Silber, fast viermal so viel wie im August, ein absoluter Rekord. „Die Silber-Nachfrage geht absolut durch die Decke“, sagte Neil Vance, Top-Manager bei der Perth Mint. „Es hat ein wenig was von einem Kaufrausch, weil die Menschen denken, dass das Silber ausgeht. In der Tat sind die Produktionskapazitäten erschöpft.“

An der US Mint in West Point, New York, wo der American Eagle geprägt wird, arbeiten die Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb und machen zusätzlich Überstunden. Die Münze Österreich hat eine Nachfrage nach Silbermünzen zu bewältigen, die „höher ist als erwartet“, sagte eine Sprecherin. In seinen 35 Jahren, die er am Edelmetallmarkt aktiv ist, hat Roy Friedman, Vice President für Vertrieb und Handel bei Manfra, Tordella & Brookes, einem der größten US-Münzhändler, niemals etwas Vergleichbares erlebt.

Die US Mint verkaufte im Dritten Quartal 2015 14,26 Millionen Unzen Silber, der höchste wert seit 1986. Die Canadian Mint erreichte im August ein Allzeithoch und im September erneut. Silber ist mit einem Verhältnis zu Gold von 1:76 sehr attraktiv. Das „Gold des kleinen Mannes“ stieg nach dem Ausbruch der Finanzkrise bis rund 50 Dollar je Unze, um dann wieder auf 13 Dollar abzustürzen. Da sich fundamental jedoch seit Beginn der Krise nichts geändert hat, befinden wir uns praktisch wieder im Jahr 2006, sagt Peter Schiff. Die Parallelen zwischen damals und heute seien „bemerkenswert“.

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