Morgan Stanley erwartet Goldpreis von 2'200 Dollar


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Die Goldrallye wird auch im Jahr 2012 weiter anhalten. Die Staatsschuldenkrise in europäischen Staaten treibt die Nachfrage nach dem gelben Metall als „sicheren Hafen“ weiter an und darum wird sich der Preis auf 2’200 Dollar je Unze erhöhen. Dies prognostiziere ein Rohstoff-Experte von Morgan Stanley.

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass Gold sein bisheriges Allzeithoch noch einmal herausfordern wird“, sagte Peter Richardson, Ökonom bei der Morgan Stanley Australia Ltd, der laut einem Bericht von MoneyNews seit über zwei Jahrzehnten die Edelmetallmärkte analysiert. Ihm zufolge könnte der Goldpreis im ersten Halbjahr 2012 bereits wieder die Rekordmarke knacken und auf 2’200 Dollar ansteigen. Auch Kupfer könne neue Höhen erklimmen, so der Banker. „Gold steigt bereits das 11. Jahr in Folge, dieses Jahr wieder um 24%. Anleger greifen vermehrt auf Gold zurück, um Verluste mit Aktien auszugleichen und sich vor Inflation zu schützen“, so Richardson. Obwohl der Milliardär John Paulson seine Beteiligung am weltgrößten Goldfonds SPDR Gold Trust kürzlich reduziert habe, sei er noch immer der größte Anteilseigner. Auch seien die Zentralbanken weiterhin Nettokäufer, wie das World Gold Council berichtet.



In der Eurozone sei kein Ende der Krise absehbar und das Ansteckungsrisiko unter den Staaten sei sehr hoch hoch, unterstrich Richardson. „Ein wesentlicher Rückgang der Kreditvergabe und weitere Abschreibungen sind nicht gut für die Entwicklungen an den Finanzmärkten und es ist sehr schwer zu erkennen, wo uns dies noch hinführt.“

Die Nettokäufe der Zentralbanken beliefen sich dieses Jahr auf insgesamt 220 Tonnen, Stand September 2011. Im gesamten vergangenen Jahr hatten die Zukäufe lediglich 74 Tonnen betragen. Die Nachfrage in China stieg im zweiten Quartal 2011 um 44% zum Vorjahr auf 53 Tonnen. Noch größere Goldfreunde scheinen nur die Inder zu sein: Hier stieg die Nachfrage im gleichen Zeitraum um satte 78% auf 108,5 Tonnen.

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