Boliviens Präsident: „Ausrottung des Kapitalismus“ ist höchstes Ziel


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Boliviens Präsident Morales nahm während der UN-Generalversammlung in New York kein Blatt vor den Mund. Israel sei einer der barbarischsten Kriegstreiber der Welt und die „Ausrottung des Kapitalismus“ das höchste Ziel der Menschheit.

evo morales
By Joel Alvarez (Joels86) – Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5091216

Boliviens Präsident Evo Morales verurteilte am Internationalen Tag des Friedens an diesem Mittwoch während der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York die „imperialistische und kriegstreiberische“ Politik Israels und der Vereinigten Staaten. „Israels Politik der Kriegstreiberei ist wahrscheinlich eines der barbarischsten Beispiele dieser Welt“, so Morales, der sich damit auf Attacken israelischer Kräfte gegen palästinensische Zivilisten bezog. „Wir müssen den Völkermord an den Palästinensern stoppen.“

Was die USA angehe, müsse „die Blockade gegen Kuba sofort gestoppt und Reparationen an die Insel geleistet werden“, fügte er hinzu. Imperialismus und Kapitalismus seien die Ursachen der Probleme der Menschheit im 21. Jahrhundert, weshalb das höchste Ziel aller Menschen die „Ausrottung des Kapitalismus“ sein sollte. „Der Kapitalismus ist der schlimmste Feind des Lebens und der Menschheit und der künftigen Generationen; er zerstört Mutter Erde; Reichtum konzentriert sich in den Händen ein paar Weniger und er ist schuld an extremer Armut“, sagte er gegenüber den Weltführern.

„Wenn wir für die Gesellschaft nicht bald ein anderes System errichten, werden wir nachhaltige Entwicklung durch nachhaltigen Tod ersetzen“, warnte er. „Viele Menschen auf der Welt sind entweder Flüchtlinge oder Vertriebene, aufgrund der globalen Erwärmung oder wegen der Kriege und Konflikte, während gleichzeitig mehr als 800 Millionen Menschen weltweit hungern“, sagte er weiter. „Das ist das Gesicht des Kapitalismus.“



Man müsse das Übel an der Wurzel packen: „Desto größer der Reichtum in den Händen einiger Weniger, desto größer ist die Armut und die Ungleichheit, desto größer sind Diskriminierung und Gewalt.“ Morales betonte weiter, dass der Kampf gegen die Drogen in seinem Land sehr erfolgreich sei, seitdem er die US-Militärbasen „aus dem Land gekickt“ habe. Dies sei durch die Vereinten Nationen detailgetreu dokumentiert, auch wenn Washington etwas anderes behaupte.

„Der Terrorismus und Drogenhandel sind Zwillinge, die das nordamerikanische Imperium dazu nutzt, um die Welt zu erobern und zu kontrollieren, davon bin ich überzeugt“, betonte er. „Als die Drug Enforcement Agency (DEA) in Bolivien war, wurden nur die Hälfte der beschlagnahmten Drogen verbrannt, die andere wurde dafür genutzt, um sich zu bereichern“, sagte er und zitierte Aussagen verschiedener hochrangiger Militärs.

Quelle: telesur

7 Kommentare

  1. Der Mann nimmt sein Maul nicht nur zu voll, sondern überschätzt eindeutig seine eigenen Möglichkeiten.
    Der Kapitalismus wird auch noch dann existieren, wenn Morales längst abdanken musste,

  2. Dieter damit hat er einfach mal nur recht und es auf den Punkt gebracht . Das faschistoide finanzkapital is die WURZEL des UNNATÜRLICHEM

  3. Die Gesellschaft selbst muss den Kapitalismus beenden, indem sie sich alternativen Lebensweisen zuwendet und selbstversorgende Strukturen aufbaut.
    Dazu ist allerdings die Erkenntnis notwendig, dass das Kapital den Faschismus beherbergt und die Ursache der Kriminalität ist – schließlich ist Kapitalismus selbst legalisierte Kriminalität und per Juristerei legitimiert wurde. Der Mensch muss einfach umdenken und natürlich seine Komfortzone verlassen. Wer das nicht kapiert, wählt seinen eigenen Strick.

  4. merkwürdig, daß so einiges von seinen Feststellungen schon vor etwa 80 Jahren von einem europäischen Land an den Pranger gestellt, daraufhin dieses Land fast ausgerottet wurde!

  5. Das der Kapitalismus den „Faschismus“ beherbe ist doppelter Unsinn. In Deutschland hat es einen Nationalsozialismus gegeben; dieser hatte grundsätzliche Differenzen politischer Art zum italienischen Faschismus. Aber dazu müsste man nachdenken und auch Bücher von früher lesen, natürlich aus dem Antiquariat, weil neu verlegt wird weder Heidegger (zu diesem Thema) noch Rudolf Jung. Aber wer noch nie über den Unterschied zwischen NS und Faschismus nachgedacht hat und durch Lektüre damaliger Schrifzen abgesichert hat, der hält wahrscheinlich doe Todesschwadronen des kommunistischen Pol Pot Regims in Kambodscha auch für „Faschismus“ und Kapitalismus! Oh du heilige Einfalt!

  6. @ Elec
    Wenn das richtig wäre, was Du sagst, warum hat dann der Marxismus vor 26 Jahren den Bankrott angemeldet?
    Nein, der Kapitalismus ist in Ordnung. Aber er muss kanalisiert und von der Politik geordnet werden. Das Merkelregime hat das nie versucht. Stattdessen erleben wir Gängelungen jeglicher Art für die Unternehmen. Z.B. die Frauenquote im Vorstand größerer Firmen, auch dann wenn die Frau, die sich beworben hat, geeignet ist oder nicht. Aber die ehemals sich im städtischen oder Landesbesitz befindlichen Krankenhäuser mussten unbedingt privatisiert werden! Dabei sollte die Gesundheit nicht dem Profitstreben unterworfen werden.
    Und an den Börsen darf gezockt werden mit Schrottpapieren aller art- und das, liebe Leute, gab es vor 1989 nicht.

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