Moldawien: Nächstes Schlachtfeld für Russland und EU?


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Wird Moldawien zum nächsten Schauplatz eines Tauziehens zwischen Russland und der Europäischen Union? Die Parteien und die Bürger sind ähnlich wie in der Ukraine gespalten. Merkel hat Russland bereits davor gewarnt, sich in die Angelegenheiten Moldawiens einzumischen.

<span style="font-size:0.7em">Moldawien, Bildquelle: Wikipedia-User <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Perconte" target="_blank">Perconte</a>, Lizenz: CC-BY-SA-2.0-DE</span>

Ähnlich wie die Ukraine sind auch die Wähler bei den Parlamentswahlen der Republik Moldau gespalten, die einen russisch, die anderen europäisch. Die Partei „Einiges Russland“ wird laut Umfragen 18% der Wählerstimmen erhalten, darf jedoch nicht an bevorstehenden Wahlen teilnehmen, wie Russia Insider meldet.

Der ehemalige Sowjetstaat Moldawien ist einer von Europas kleinsten und ärmsten Ländern an der Grenze zur Ukraine und wird von der EU wie auch vom Kreml versucht, in die Einflusssphären zu ziehen. „Der Kalte Krieg ist wieder da und die Republik Moldau ist ein zentrales Schlachtfeld“, sagte Oazu Nantoi, Vorsitzender des Institute for Public Policy, einer moldawischen Denkfabrik. „Die Situation in der Ukraine hat eine sehr gefährliche Situation für das Land geschaffen und es existiert eine Gefahr von Instabilität und Provokationen.“



Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte Russland zuletzt davor, sich nicht in die Angelegenheiten postsowjetischer Staaten einzumischen, einschließlich der Republik Moldau. Bis jetzt ist Russlands Einfluss sehr dominant in der Kommunalpolitik, da die Mehrheit der Moldauer russische TV-Kanäle konsumiert, zudem unterhält Moskau eine Militärbasis in Transnistrien, einem Gebiet, das sich im Zuge des Bankrotts der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre von der Republik Moldau abspaltete.

Moldawien, Bildquelle: Wikipedia-User Perconte, Lizenz: CC-BY-SA-2.0-DE

6 Kommentare

  1. der laikai mehrkerl der massenmörder nation nr.1 redet davon sich nicht in fremde angelegenheiten einzumischen?

    merken die gar nicht wie vulgär das ist

  2. wenn RUS in der Südost-UKR bis Moldawien einmarschiert und an die Grenze Rumäniens vorrückt, was will denn die NATO da machen, diese schlaffe Haufen?

  3. irgend wie komme ich hier nicht mehr mit wenn Moldawiens Bürger informiert
    wären würde es nie eine Beführwortung der EU geben.siehe Ukraine und das läßt mich auch auf den Entschluss kommen das inländische und auch ausländische finanzielle Organisatoren bewußt eingreifen siehe in Deutschland
    Antifa von bezahlten VL. besetzt ist das der Anfang SA gleich Antifa wohin gehts es und wieder geschied es aber unter einen anderen Namen.

  4. Wenn Putin schnurstracks bis zum Kosovo durchmarschiert wird der schwule Natohaufen höchstens Hilfe plärren. Und die Politikheinis werden den Schwanz zurück ziehen.
    Nur die Lügenpresse wird mordio kreischen.
    Soll sie kreischen, diese Hure.

  5. Bin zwar noch unterwegs, und hab nicht meinen üblichen Zugang zum Net, aber aus aktuellem Grund muss ich doch was dazuschreiben, nachdem ich den Artikel gelesen habe.

    Ich traf auf meiner Fahrt auf einer Raststätte in Österreich zufällig auf jemanden, der aus Moldawien, genauer aus Transnistrien, stammt. Klar ließ ich mir die Gelegenheit nicht entgehen, den Mann über die aktuellen Verhältnisse dort auszufragen. Leute, die dort leben und vor Ort sind, wissen, was Sache ist. Der Mann war so um die 28 Jahre und argumentierte glaubwürdig und schlüssig. Wir unterhielten uns auf rumänisch, da ich kein russisch spreche. Obwohl es eine kurze Unterhaltung war, konnte ich doch was Wesentliches dabei erfahren.

    Erst wollte ich mein Bevölkerungswissen kontrollieren. Es stimmt also, dass in Moldawien generell ca. 1/3 Russen und 2/3 Rumänen leben. In Transnistrien sind es ca. 1/3 Ukrainer, 1/3 Russen und 1/3 Rumänen. Wie das so zuginge zwischen den Volksgruppen, warum es Spannungen gäbe, so meine Frage. Er befand das als Unsinn. Die Leute leben dort seit Generationen in nachbarschaftlichem Verhältnis mit- und nebeneinander, – die Ethnien gehen oft quer durch die Familien. Die Leute sprechen dort zumeist beide Sprachen, die wenigen nationalistischen Spinner fallen überhaupt nicht ins Gewicht. Allerdings werden sie von den daran interessierten politischen Kräften medienwirksam hochgepusht. Im Prinzip wäre es wie in der Schweiz oder in Siebenbürgen, wo auch drei Volksgruppen einvernehmlich miteinander leben.

    Dann kam meine Frage, warum es dann unterschiedliche Orientierungen gäbe; – Moldawien hat erst gewählt und dabei die EU-orientierten Parteien unterstützt, Transnistrien schaut mehr nach Russland. Das hinge mit dem Lebenswert zusammen, meinte er. Dazu gab er mir mehrere Beispiele. Eine 3-Zimmer-Wohnung in Transnistrien kostet bei den Nebenkosten (Gas, Strom, Heizung, etc.) umgerechnet um die 50 €. Im westlichen Moldawien kostet die gleiche Wohnung so um die 100 €. Die Beispiele gingen weiter, z.B. beim Kraftstoff, usw. – aber hauptsächlich im Energiebereich. Vieles wäre im Westen Moldawiens eben teurer.

    Worauf man das denn zurückführe, und was das aber mit der politischen Orientierung zu tun hätte, war meine Frage. Er stellte mir das so dar, dass im westlichen Teil Moldawiens die US-Konzerne schon stark vertreten wären, – Chevron, Exxon, usw., in Transnistrien kaum. Die westlichen Moldawier hätten die EU-Parteien nicht deshalb gewählt, damit im Land die Infrastruktur mit EU-Geldern repariert werde, – sie wollen die Reise- und Arbeitsfreiheit in der EU, weil sie unter diesen Umständen mit ihrem Einkommen und diesen Preisen nicht mehr zuhause zurechtkommen; – sie wollen raus.

    Die Transnistrier dagegen wollen ihren Status der niedrigeren Lebenshaltungskosten bewahren und tendieren deshalb zum Russen, damit die US-Schwemme nicht auch ihr Gebiet überzieht. Das wäre der eigentliche Grund für die unterschiedliche Orientierung, nicht irgendwelche ethnische Konflikte.

    Nun war das ein Gespräch mit einem Mann, – der von dort kommt und in Chisineu studiert. Ob das symptomatisch war, ob das eine einzelne Meinung oder die Volksmeinung ist, das kann ich nicht beurteilen. Aber ich lebe in Rumänien und weiß, dass es für Rumänien so zutrifft. Was sich die westlichen Energiekonzerne, egal, ob es EON oder die ÖMV ist, hier herausnehmen, – es ist schauderhaft. Sprit z.B. tanke ich in Österreich billiger als in Rumänien.

    Jedenfalls hat mich das Gespräch sehr nachdenklich gemacht. In der Ukraine kenne ich niemanden. Stellt sich die Frage, ob sich dort diese Bilder gleichen. Genauso stellt sich die Frage, warum die Niederlande als einzigste Nation ihr Staatsgold erst kürzlich zurückerhalten haben. Die anderen Nationen habens ja nicht geschafft. Sollte es damit zusammenhängen, dass die Niederlande von der Regierungsseite her die Nachforschungen über ihre Toten bei MH 17 signifikant auf ganz kleinem Level hält? Nun ja, vielleicht ists ja nur Zufall…..

  6. @Helmut
    Danke für den Bericht, sehr interessant! Ich denke, die Menschen in der Ukraine haben auch immer friedlich nebeneinander gelebt, wie in Moldawien oder Rumänien. Der Unruhestifter dort ist aber die Putschregierung.

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