Max Keiser: US-Dollar wird 2013 kollabieren


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Wird der Dollar in diesem Jahr kollabieren? Der bekannte Journalist Max Keiser hält dies durchaus für möglich. Die Fiscal Cliff und die ausufernden Staatsschulden seien ein Sumpf, aus dem sich die US-Regierung nicht mehr befreien kann. Einige US-Politiker diskutieren nun über den Vorschlag, eine Eine-Billion-Dollar Gedenkmünze zu prägen, um die Staatsschulden zu reduzieren. Eine gute Idee?

Wird er Recht behalten? Analyst Max Keiser
Wird er Recht behalten? Analyst Max Keiser

Der prominente Ökonom Max Keiser sagte dem Nachrichtensender Press TV, dass die Vereinigten Staaten vor dem Hintergrund der sogenannten „Fiscal Cliff“ in einen Schuldensumpf abtauchen würden und der Dollar noch im Jahr 2013 zu kollabieren drohe. Zwar wurden Steuererhöhungen für Millionen Amerikaner zum Jahresanfang in letzter Minute abgewendet, doch steht jetzt fest, dass bereits im Februar ein weiteres (medienwirksames) Kräftemessen zwischen Präsident Barack Obama und den Republikanern bevorsteht.

Weil die Schuldenobergrenze von 16,4 Billionenn Dollar bereits erreicht wurde, hat Finanzminister Geithner sogenannte „Haushaltsumschichtungen“ angekündigt, damit die USA bis Februar oder März zahlungsfähig bleiben. Seit März 1962 wurde die Schuldengrenze laut „Congressional Research Service“ jedoch mehr als 70 Mal geändert. Seit der Jahrtausendwende dürfen Beobachter außerdem über ein viel höheres Tempo bei der Aufschuldung staunen: Ab 2001 stieg die Grenze von 5,95 Billionen auf heute 16,4 Billionen Dollar.

Um den ausufernden Schulden zu begegnen haben Poltiker und deren Berater eine lustige Idee: Neuerdings wird ernsthaft über den Vorschlag diskutiert, eine Eine-Billion-Dollar-Gedenkmünze zu prägen, diese in den Tresor zu legen und die Staatsverschuldung so zu reduzieren. Dieses Recht hat Geithner als Finanzminister. Doch aus zwei Gründen ist das unwahrscheinlich:

  1. So wird die Geldmenge gegenüber der Warenmenge noch mehr erhöht, wodurch die Preise steigen und der Effekt wieder verpufft, bzw. von der Allgemeinheit in Form von höheren Preisen bezahlt wird.
  2. Es wurde genau für diese Möglichkeit im Jahr 1913 von einigen privaten Bankiers die private Federal Reserve gegründet, welche Dollars druckt und diese gegen Zinsen an die US-Regierung verleiht. Wenn Geithner nun selbst eine eigene Gedenkmünze im (fiktiven) Wert von 1 Billion Dollar prägen ließe, entfielen dafür diese Zinszahlungen und die Banken würden nicht mehr mühelos profitieren. Der letzte, der einen ähnlichen Versuch startete, war John F. Kennedy.

18 Kommentare

  1. Viel schlimmer ist das Szenario das Wisnewski in einem Interview mit Geopolitika analysiert und deutet:

    Wisnewski: Schon 2007 habe ich in meinem kritischen Jahrbuch geschrieben: Die Regierung Bush (junior) habe Schulden gemacht, als ob es kein Morgen gäbe, und dabei gefragt: »Gibt es etwa kein Morgen? Zum Beispiel, weil sämtliche Defizite und Schulden sowieso bald keine Rolle mehr spielen, nämlich dann, wenn es zu einem großen Krieg kommt?« In den letzten 120 Jahren lag das US-Haushaltsdefizit nur drei Mal bei oder über zehn Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP): während des Ersten Weltkriegs, während des Zweiten Weltkriegs und heute. Geht man noch etwas weiter zurück, ins 19. Jahrhundert, dann trifft man noch auf den Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 – 65), in dem die amerikanische Schuldenquote ebenfalls bei zehn Prozent lag. Das heißt, eine Schuldenquote von zehn Prozent oder mehr bedeutete immer einen Krieg; schnellten die Schulden um weit über zehn Prozent des BIP nach oben, bedeutete das einen großen Krieg.

  2. Wirtschaft ist Krieg im Frieden,erst wird der Konkurrent und der mögliche Konkurrent(Arbeitnehmer) bekämpft und falls das Ziel erreicht und es nichts mehr zu Gewinnen gibt,folgt der Satz: “Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”

    Bevor man Krieg ausspricht ist er in Form von Wirtschaft schon da.

    M.f.G

    Habnix

  3. @ Ignatz Hubertus
    M.E. hat dieser „große Krieg“ schon längst begonnen. Spätestens seit den 9/11-Inszenierungen und der damit gerechtfertigten Afghanistan-Invasion stehen die USA doch permanent im Krieg. Man sehe sich nur den Zustand der gesamten Region von Nordafrika bis Zentralasien an, da ist doch schon seit Jahren eine andauernde Destabilisierungskampagne im Gange, die eindeutig unter Regie von CIA, MI6 & Co sowie den angeschlossenen NATO-Vasallenstaaten ausgeführt wird. Diese mehr oder weniger offensichtliche Rekolonialisierung der Region inklusive Stellvertreterkriegen mit Opponenten wie China oder Iran/Russland lässt sich doch durchaus als 4.WK deuten. Die Frage ist lediglich ob dieser ähnlich dem WK2 als Vorbereitung auf eine noch größere (direkte) Auseinandersetzung zu deuten ist. Angesichts des wahnsinnigen Vernichtungspotentials ist dies wohl aber kaum das Mittel der Wahl der beteiligten Mächte.
    Diesem Fall vorzubeugen ist sicherlich nur mit einer großräumigen Aufklärung und Mobilisierung der Zivilbevölkerung in den ausschlaggebenden Aggressor-Nationen möglich. Da haben WIR noch etwas vor in diesem Jahr. ;o)

  4. Eine alles bereiningende Gedenkmünze hätte vielen 3. Welt Ländern die imperialistische Globalisierung erspart.
    Einfach das Geld drucken, was man braucht und nicht seine Bodenschätze und Infrastruktur aufgrund Verschuldung für die Ewigkeit zu verschenken.
    Ich hoffe, dass nun alle armen Länder dem Beispiel folgen und man (vorwiegend) dem Amerikaner einfach eine Gedenkmünze zur Schuldenstreichung in die Hand drückt und sie aus dem Land jagt.

    Auf ein Neues!

  5. Kann mir jemand einen Tip geben?
    Ich hab da einen offenen Brief an den Landesverband der Grünen in Niedersachsen geschrieben. Thema: Ulf Dunkel (Kreisverband Cloppenburg – die Sauerei, was man mit dem gemacht hat, kann man googeln).
    Jetzt ist es mir ein Bedürfnis, hier ein bißchen „Öffentlichkeitsarbeit“ zu betreiben, – das hebt mein persönliches Wohlbefinden. Das Problem: Ich weiß nicht so richtig, an wen ich mich dabei wenden soll. An die haz.de habe ich geschrieben, – ohne Reaktion (die werden sich den Schuh wahrscheinlich schon deshalb nicht anziehen, weil Meister Graumann da mitmischt).

    Für mich stellt sich die Frage, wer resp. welches Medium am besten dafür geeignet ist, um den Grünen noch vor dem 20. Januar (Landtagswahl) öffentlich ans Bein zu pinkeln. Hab dem Landesverband eine Woche Zeit gegeben, darauf zu antworten, – hat er natürlich nicht, die Frist ist jetzt rum.

    Vielleicht hat da jemand einen Tip für mich. Sollte im Prinzip die breite Öffentlichkeit erreichen, aber vornehmlich die potenziellen Wähler der Grünen, die noch was in der Birne haben.

    Könnte auch, wenns jemanden interessiert, den Wortlaut des Briefes hier abdrucken, – weiß aber nicht, ob es überhaupt jemanden interessiert, – zumals ja „nur“ Landespolitik ist. Aber der Vorgang malträtiert mein Demokratieverständnis derart, daß ich aus gesundheitlichen Gründen (zur Verhütung von Magengeschwüren) was schreiben mußte.

  6. Also wenn die Frau Roth schon innerhalb von 2min 5 Lügen spricht und auch Frau Kuhmast (oder Kühnast?) bei Schmiergel-TV schon keine Fehler eingestehen kann und dem Redakteur mit Beschwerde drohen muss, weil sie sich den kritischen Fragen nicht stelen will … von so einer schwachen Führung erwarte ich nichts weiter als den weiteren Hochverrat am Deutschen Volk-

  7. der Krieg begann mit der .com-Blase, als viele an der wallstreet plötzlich ohne hemd da standen. der nächste schritt war 9/11, Afganistan, es folgten Iraq und zuletzt Nordafrika. Derzeit laufen Infiltrationen und Insubordinationen in Nahost und Westafrika, es beginnen welche in Fernost.

    Amis und Chinesen zerren schon lange aneinander, noch sind die Töne moderat, weil man die Börsen nicht erschrecken will und der $ weiter fallen soll. Unter der Deck wird fleißig Krieg geführt. Die Chinas verkaufen den Greenback, den sie gegen Ware und Arbeit eingetauscht haben fleißig gegen Gold, das müßte eigendlich den Goldpreis nach oben treiben, tut es aber nicht, weil die Amis im Gegenzug den Goldpreis drücken um den Verfall des $ und die Flucht aus dem $ zu vermeiden. So vertickert die westliche Welt ihre Vermögenswerte um ihre Währungen zu stabilisieren und die Chinesen langen preiswert zu um ihre $ los zu werden und alle, die mitmachen, gewinnen. Die die das Spiel nicht durchschauen und die, die am Rand stehen und dem zugucken sind in jedem Fall die Gekniffenen und rufen – jedenfalls in D – auch noch Hurra bei der eigenen Enteignung durch Merkel & Co.

  8. Wie gewünscht, der Wortlaut des Briefes:

    Landesverband der Grünen – Bündnis 90
    in Niedersachsen
    Hannover Data: 1.1.2013

    Vorgang um Ulf Dunkel

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit Bestürzung habe ich zur Kenntnis genommen, was mit Ulf Dunkel geschehen ist.  Ich will zwar nicht mutmaßen, von welchem Geist Sie getrieben werden, aber daß das alles nichts mehr mit Demokratie zu tun hat, was Sie hier zelebrieren, das dürfte klar sein.

    Ich habe das ganze Gedicht gelesen, und auch verstanden. Was wurde daraus gemacht? Es wurden bestimmte Passagen aus dem Zusammenhang entnommen, die man dann in einen bestimmten Tenor gebracht hat. Erst dann sah man sich in der Lage, mit dem Finger auf den Mann zu zeigen. Goebbels war übrigens ein Meister in dieser Taktik.

    Um dem gleich vorzubeugen, daß Sie mir unterstellen könnten, ich würde Sie oder Ihre Partei in Verbindung mit Goebbels bringen, möchte ich gleich dazusagen, warum sich mir dieser Name aufdrängt: Ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob mein Großvater, der damals im 3. Reich im Widerstand sein Leben gelassen hat, das heute wieder tun würde, – wenn er wüßte, was dabei herausgekommen ist……

    Letztlich paßt alles in Schema. Ihre Partei läßt in dieser -so wie in so vielen anderen Angelegenheiten – keine Pluralität der Meinungen mehr zu, sondern legt großen Wert darauf, daß die von der Parteizentrale vorgegebene Meinung vertreten wird. So was gabs übrigens auch mal in der ehemaligen DDR.

    Auf mein persönliches Anschreiben an Frau Dr. Flachsbarth, Mitglied der Bundestagsfraktion der CDU-CSU, Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften, erhielt ich eine persönliche Antwort, aus der hervorging, daß es bei der Diskussion um die Beschneidung gar nicht so sehr um das Kindeswohl ging, sondern vielmehr um die “Überwindung” der juristischen Schwierigkeiten, die aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland resultieren.

    Ich zitiere aus der Antwort v. 23.10.2012: “ Ich möchte, dass wir die Rechtsicherheit für die Beschneidung männlicher Kinder schnell wieder herstellen. Mit breiter Mehrheit haben wir daher im Deutschen Bundestag bereits am 19. Juli 2012 bekräftigt, dass wir die Knabenbeschneidung, wie sie seit Jahrtausenden zentraler Bestandteil der jüdischen und muslimischen Religion ist, weiterhin ermöglichen möchten.”

    Da sich Ihre Partei genauso diesem Dogma unterworfen hat, ist es nur sinnlogisch, wenn Sie die Befürworter der juristischen Umschreibungen bevorzugen, und diejenigen verdammen, die sich für das eigentliche Wohl der Kinder interessieren. Würde es in Deutschland das Instrument der bundesweiten Volksabstimmung geben, dann könnten Sie sich lebhaft vorstellen, daß für die Entscheidung der Parlamentarier am 12.12.2012 keine Mehrheit zustande gekommen wäre.

    Den Kerninhalt einer Demokratie, so wie sie von Voltaire beschrieben wurde („Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“) haben Sie – so wie viele andere Parteien – längst ad acta gelegt.

    Das aber, was Sie mit Ihrem Repräsentanten im Kreisverband Cloppenburg vorgeführt haben, ist mehr als schäbig. Aber es entspricht dem derzeitigen Zeitgeist Ihrer Partei.

    Ich erwarte nicht, daß Sie Ihre Entscheidungen revidieren, dazu bräuchte es ein gewisses politisches und vor allem moralisches Rückgrat. Aber ich wollte Ihnen mit diesem Schreiben klarmachen, wie derlei Vorgänge nicht nur im unmittelbaren Bereich von Cloppenburg, sondern in ganz Europa verfolgt und registriert werden. Die wenigsten allerdings werden Ihnen deshalb schreiben.

    Mit freundlichen Grüßen

    N.S.:Ich werde mir aber erlauben, diese Schreiben als offenen Brief zu verwenden, um ihn an die Medien weiterzuleiten, die mir als geeignet erscheinen. Allerdings werde ich noch eine Woche lang abwarten, für den Fall, daß Sie auf dieses Schreiben antworten sollten. Wie ich beobachten konnte, wird im Allgemeinen auf unbequeme Zuschriften ohnehin nicht geantwortet, da verfüge ich über gewisse Beispiele , auch bei den großen Volksparteien. Sollte ich aber – wider Erwarten – doch eine Antwort erhalten, wird diese zusammen mit meinem Schreiben veröffentlicht. Mit Sicherheit noch vor dem 20.1.2013.

  9. Hallo Helmut,
    super Brief! Ich würde an deiner Stelle ggf. auch den Kopp-Verlag und/oder große deutsche Politikforen und -blogs mit hoher Reichweite und gewünschter Zielgruppe kontaktieren.
    Grüße
    Bürgender

  10. Danke für die Blumen.
    O.k., Kopp ist mir bekannt, – aber „andere große deutsche Politikforen“? Hast Du da Beispiele resp. links?

  11. @helmut-1

    Brief wird übernommen, wenn gewünscht,

    Tip: neben KOPP auch an
    IRIB, Compact Magazin, BüSo Partei, Politaia, Alles Schall und Rauch, Radio Utopie senden

    Grüße Georg D.

  12. IKNews.de ist ebenfalls sehr engagiert was deutsche Politik angeht. Foren evtl. Politikforen.net oder politik.de… Einfach mal googlen. Viel Erfolg auf jeden Fall!

  13. Sollte es jemanden interessieren, – gestern erhielt ich Antwort von den Grünen. In Form eines Rundbriefs (wahrscheinlich Massenmails). Der Inhalt:
    Aktuelle Auseinandersetzung um Rückzug Ulf Dunkel

    Sehr geehrte Damen und Herren

    uns erreichen aktuell zahlreiche Mails und Nachrichten zur
    Auseinandersetzung um Ulf Dunkel.

    Unter diesem Link finden Sie die öffentliche Erklärung des
    Landesvorstandes der Grünen Niedersachsen zur aktuellen Auseinandersetzung:
    http://www.gruene-niedersachsen.de/themen/meldungen/artikel/article/erklaerung-der-landesvorsitzenden-anja-piel-und-jan-haude.html?cHash=a0c84a964c31af51078b9b3feab9a01e

    Es ist uns dabei wichtig zu betonen, dass wir uns nicht von Ulf Dunkel distanziert haben, weil er sich kritisch zur religiösen Beschneidung von Jungen geäußert hat. Es ist völlig legitim, in dieser Frage auch grundsätzliche Kritik zu äußern und innerhalb der Grünen Partei haben wir diese Frage duchaus kontrovers geführt und werden sie weiter führen.
    Der Landesvorstand der Grünen Niedersachsen hat sich von Ulf Dunkel
    distanziert, weil er Formulierungen gewählt hat, die die nötige Distanz zu antisemtischen und fremdenfeindlichen Einstellungen missen lassen.

    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht einzeln auf jede Email reagieren können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Anja Piel und Jan Haude
    Landesvorsitzende

  14. Naqtürlich mußte ich daraufhin meinen Senf dazugeben, – auch wenns kaum was bringt:
    An den Landesverband der Grünen – Bündnis 90
    in Niedersachsen Data: 11.1.2013

    • Vorgang um Ulf Dunkel

    Sehr geehrte Frau Helmhold,
    ich bedanke mich für Ihre Antwort vom 10.1.2013. Natürlich habe ich Verständnis dafür, daß Sie nicht einzeln auf jede Zuschrift eingehen können und sich eines generellen Statements dazu bedienen. Ich kann mir gut vorstellen, daß es eine Menge von Leuten gibt, die über diesen Vorgang bei Ihrer Partei negativ reagieren.

    Nur: Diese Stellungnahme der Landesvorsitzenden Anja Piel und Jan Haude ist – auf die aktuelle Diskussion bezogen – ohne inhaltliche Substanz. Sie wollen die Quadratur des Kreises bewerkstelligen, aber Sie schaffen es nicht. Sie erklären einen Vorgang mit anderen Worten, die aber letztlich dasselbe ergeben.

    Genauso könnten Sie behaupten, daß etwas nicht „grün“ ist, weil es sich um eine Mischfarbe aus „blau“ und „gelb“ handelt. Allerdings verschweigen Sie dabei, daß genau das dann doch wieder optisch auf „grün“ herauskommt.

    Was meine ich damit:
    Sie behaupten einerseits, daß es in Ihrer Partei legitim ist, eine kontroverse Diskussion zum Thema der Beschneidung in Deutschland zu führen, ich zitiere „…auch grundsätzliche Kritik zu formulieren“.
    Im Zuge derselben Argumentation aber verwahren Sie sich andererseits gegen antisemitische und fremdenfeindliche Einstellungen. Ich zitiere: “ Wir akzeptieren derartige Äußerungen in unseren Reihen nicht.“

    Jeder, der halbwegs neutral diese Diskussion verfolgt (hat), weiß, daß jedes „Infragestellen“ der Beschneidung von Säuglingen von der jüdischen Seite als „antisemitisch“ bezeichnet wird. Genauso wird von den Moslems jede Kritik an der Kinderbeschneidung als „fremdenfeindlich“ eingestuft.

    Diese Bewertung wird auch in Ihren Reihen zum überwiegenden Teil unterstützt. Deswegen wird jede anderslautende Meinung unterdrückt und mit Restriktionen belegt. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob das mit sanfteren oder derberen Worten, in Vers- oder in Prosaform zum Ausdruck gebracht wird. Wenn es eine wahrheitsgemäße Aussage zu diesem Thema geben könnte, dann nur in der Richtung, daß eine offene Diskussion und kontroverse Meinung zu diesem Thema in Ihrer Partei nicht möglich ist.

    Herr Dunkel hat gegen diese internen Vorgaben verstoßen, deswegen wird er mit Restriktionen belegt. Ihre Partei kann hier gar nicht anders vorgehen, zumal sich sogar Herr Graumann in diese Diskussion eingeschaltet hat.

    Wenn hier etwas zu begrüßen ist, dann ist es die Tatsache, daß es doch Übereinstimmungen zwischen den jüdischen und den moslemischen Mitbürgern gibt. Wenn sich diese Gemeinsamkeiten aber auf das Aussehen des Penis reduzieren, dann ist das traurig und bezeichnend genug. Aber es zeigt, auf welchem Niveau und mit welcher
    Geisteshaltung sich diese Kulturen bewegen. Zum Glück gab es in Europa Verfechter des Humanismus und der Aufklärung, beginnend mit Erasmus von Rotterdam bis Honterus und vielen anderen. Ansonsten würde man wahrscheinlich immer noch die Hexen verbrennen.

    Bereits im 18. Jhdt. hatte der französische Philosoph Voltaire bemerkt, wie es mit der Wahrheit steht: „Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles, was wahr ist, solltest du auch sagen.“

    Herr Dunkel hat diesen Rat nicht befolgt. Deshalb muß er nun dafür büßen. Eingebüßt hat aber auch der Anspruch Ihrer Partei auf Meinungsvielfalt. Mehr, als Sie denken. Eigentlich schade.

    Mit freundlichen Grüßen

  15. @helmut-1
    gut geschrieben, doch ob es in den verblödeten Köpfen ankommen wird?
    Ja, man kann sagen: Zeig mir deinen Penis und ich sage Dir wer Du bist! Aber kannst Du es sagen? Könnte , falls es so ausfällt, ja antisemitisch gedeutet werden? Ohjehminehhhh, wo sind wir bloß gelandet, warum müssen wir das alles ertragen?

  16. Kann sein. Oder aber auch nicht.

    Was Mr. Keiser jedenfalls nicht beachtet hat, ist, dass die USA ganz bald mit einer der größten Erdöl- und Erdgas-EXPORTEURE sein werden.

    Ein „Experte“, der das nicht beachtet ist KEIN „Experte“!

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