Massenproteste gegen rituelle Morde in Gabun


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Am Samstagnachmittag kam es im westzentralafrikanischen Gabun zu starken Protesten der Bevölkerung gegen den lokalen Brauch des rituellen Mordes.

Gabun, Afrikakarte Urheber: TUBS, Bild: Wikipedia
Gabun, Afrikakarte
Urheber: TUBS, Bild: Wikipedia

Nach Berichten der „Gabonews“ erstreckte sich eine demonstrierende Menschenmenge vor dem Präsidentenpalast der Hauptstadt Libreville über sechs Kilometer. Sowohl die christliche als auch die muslimische Bevölkerung des Äquatorstaates protestierten gemeinsam gegen die rituellen Morde, die in Gabun bis zu 20 mal im Jahr verübt werden, um sich aus Körperteilen des Opfers Glücksbringer zu basteln.

Vor allem Amulette mit menschlichen Überresten seien sehr gefragt. Auch Regierungsoffizielle seien immer wieder verwickelt in rituelle Morde, dies erkenne man, laut Elvis Ebang Ondo, dem Präsident des „Vereins gegen rituelle Verbrechen“ in Gabun, daran, dass in Wahljahren häufiger rituelle Verbrechen passierten, da sich immer wieder Leute um Amulette bemühen, weil sie sich Erfolg und Regierungspositionen versprechen.

Ali Bongo Ondimba, Präsident des nur 1,5 Millionen Einwohner zählenden Regenwaldstaates, kündigte an, sowohl die Budgets der Polizei, sowie deren Präsenz zu erhöhen. Gleichzeitig forderte er eine Änderung des Strafgesetzbuches um Haupttäter, Mittäter und Auftraggeber lebenslang ohne Strafminderung zu verurteilen. „Die Barbaren werden nicht gewinnen, die Barbaren werden sich nicht durchsetzen“ so Bongo Ondimba.

Gabun ist einer der rohstoffreichsten Staaten Afrikas und besitzt erhebliche Erdölreserven. Rohöl und Erdölprodukte sind mit 82 Prozent der Exporteinnahmen die Hauptexportgüter des Landes. Weitere wichtige Bodenschätze sind Mangan, Uran, Eisenerze und Gold.

10 Kommentare

  1. also wennn die us army basen im nahen osten zu teuer werden schaffen “wir“ dann eben gewaltsam ein paar arbeitsplätze in afrika und bringen diesen leuten frieden und günstige power-zinsen.

  2. Ein hochinteressantes Land!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Naturreaktor_Oklo

    Wie, da gibt es Uran, Öl, Erze, Mangan, GOLD ????!!!!!

    Und da ist noch keine US Airforce Base?? Ja pennen die alle bei der CIA???

    Ach nee, da leiert sich doch schon was an. So ein interessantes Stück aus der Torte Afrika kann man ja nicht den Chinesen oder den Russen überlassen!

    http://www.africom.mil/Newsroom/Article/7965/gabon-base-commanders-visit-german-bases-for-secur

  3. erinnert mich an die Jagd nach Albinos in Tansania und Kenya, da hackt man auch gern mal ne Hand ab, um ne „Albino-Pfote“ als Glücksbringer zu besitzen…
    @ Kaiser: danke für den Link, mir war nicht bekannt, dass es Phänomene wie Naturreaktoren gibt

  4. Wer kann mir etwas mehr zu Gabun erzählen? Klar hab ich gegoogelt, auch Wiki gibt was her.
    Irgendwie ist das nicht schlüssig. Da sind mit Sicherheit einige Haken in dem Land, die man nicht zu lesen bekommt. Ansonsten – bei der Bevölkerungsdichte, bei den Bodenschätzen, bei der Bevölkerungskonstellation müßten sich doch Ansätze auch für Deutsche finden lassen?
    Das sieht doch nach einem Goldgräberland aus. Oder irre ich mich da?

  5. Hartmut:
    Hab ich grad gemacht. War nicht besonders aufschlußreich. Wobei die bei der CIA auch nur das veröffentlichen, was denen von Nutzen ist.
    Irgendwo muß der Hase noch in einem anderen Pfewffer liegen.
    Entweder vertragen die Europäer diesen Regenwald nicht so besonders (gibt ja auch viele Krankheiten dort), oder das Land hat irgendwelche andere gravierenden Nachteile, die man als Nicht-Insider eben nicht kennt.
    Wahrscheinlich muß man sich mit jemanden unterhalten, der mal einige Zeit dort war.

  6. @Hartmut – Danke auch für deinen Link. Den meinigen habe ich, weil bei Wiki englisch in der Regel mehr rauszuholen ist, als wie bei Wiki.de

    Ist generell so, ganz speziell bei Biographien der US Halunken. Dort sind immer reichlich weiterführende Links. Von denen aus geht das dann immer weiter. Es hört gar nicht auf, und dann kommt der AHA Effekt. Das ist ein Effekt, den man bei der BLÖDzeitung als Leser auch nach 40 Jahren nie bekommt.

  7. @helmut: ich denke die Antwort ist relativ einfach. Gabun verfügt über riesige Urwaldterritorien und ist einfach noch nicht infrastrukturuell erschlossen. 1,5Mio auf ner Fläche von Colorado, is nahezu nix. Ist dann einfach ne Abwägungssache ob man bereit ist ne bestimmte Summe zu investieren um ne andere bestimmte Summe rauszuholen, und wenn die Verantwortlichen glauben, dass sich das nicht rentiert, passiert da nix.

  8. Nachvollziehbar.
    Nachdem aber gerade die Deutschen in so mancher Aussteigermentialität wahre Akrobaten sind, es in D sowieso immer mehr drunter und drüber geht und man diejenigen, die das nicht mehr mitmachen wollen, in allen möglichen Löchern der Erde findet, wundert mich nur, daß es dort noch nicht „deutschelt“.
    Deswegen meine ich, daß da noch was anderes mitspielen muß.

  9. bin seit fast 10 jahren hier in gabun………deutsche gibts hier
    nicht viele……ein paar ösis rennen rum.

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