Mario Monti: Uns bleibt eine Woche für Rettung des Euro


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Die italienische Regierung unter dem parteilosen Goldman Sachs-Berater Mario Monti hat für kommende Woche zu einem Gipfel geladen, in dem man Druck auf die deutsche Bundesregierung ausüben wird. Wir hören wieder viel Bla Bla: Die Gespräche müssten die Eurokrise lösen, außerdem wird eine vollständige europäische Bankenunion das Thema sein. Die französische Regierung sprach bereits im Vorfeld von einem geheimen „Wachstums- und Beschäftigungspakt“ in Höhe von 120 Milliarden Euro. Tatsächlich dürfte es ohnehin nur ums „Geld drucken“ gehen.

Italiens Ministerpräsident Mario Monti hat vor apokalyptischen Konsequenzen im Falle eines Scheiterns des kommenden EU-Gipfels gewarnt. Die Folgen in diesem Falle seien weniger wirtschaftlich, sondern politisch. Italien lädt für kommende Woche zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy. Monti hofft auf einen „Durchbruch“ in den Gesprächen, wie er vom britischen Guardian zitiert wurde.

Monti betonte, dass ohne ein erfolgreiches Ergebnis auf dem Gipfel „größere spekulative Angriffe auf einzelne Länder“ die Folge sein könnten, was insbesondere die schwächeren Länder belasten werde. Monti warnte: „Ein großer Teil Europas wäre mit höheren Zinssätzen konfrontiert, was sich auf Staaten sowie auf die Industrie auswirken würde, das direkte Gegenteil dessen, was für das Wirtschaftswachstum notwendig ist.“

„Um in einer guten Verfassung aus dieser Eurokrise zu kommen, ist mehr Integration erforderlich“, sagte Monti. Gelinge es dem Gipfel nicht, die Probleme nun schnell zu lösen, werde sich die nicht nur die öffentliche Meinung, sondern auch die der Regierungen und Parlamente drehen.

Hauptthema der Gespräche solle die anhaltende Verantwortungslosigkeit der Bundesregierung sein, zudem gehe es um die  vollständige europäische Bankenunion und eine gemeinsame europäische Einlagensicherung. Zwar ist dies angeblich noch streng geheim, doch erwähnte die französische Regierung bereits im Vorfeld einen „Wachstums- und Beschäftigungspakt“, der gemeinsame Anleihenprojekte und weitere EU-interne Initiativen beinhalten soll. Angeblich sei eine Summe von 120 Milliarden Euro genannt worden. Dies alles solle am Freitag vom Tisch sein und zu neuen „marktfreundlichen Ergebnissen“ führen.

Da de facto alle Eurostaaten pleite sind, wird den Damen und Herren mittelfristig aber wohl nicht mehr viel einfallen, außer Euros zu drucken. Aber wie verkauft man es dem Volk, dass bald alle Spareinlagen weg sind? Schließlich ist eine Schuldenkrise in unserem Geldsystem automatisch auch eine Guthabenkrise. Zugegeben, es klingt konspirativ: Um die Bürger der Eurozone von der Notwendigkeit der Druckerpresse zu überzeugen, lässt man sie eben noch eine Weile unter extremen Sparmaßnahmen (künstlich herbeigeführte Deflation) leiden. Und zwar so lange, bis sich das gesamte Euro-Volk eine Hyperinflation herbeisehnt. Warten wir es ab.

9 Kommentare

  1. Stimmt, auch eine Möglichkeit die Menschen die Hyperinflation schmackhaft zu machen. Man nimmt ihnen vorher einfach alles Geld in Form von Riesenzinsen und sinkenden Löhnen weg (Griechenland, Spanien). Bis sie auf Knien bettelnd von ganz allein die Hyperinflation fordern. Wow, das ist echt mal perfekt.

  2. Na dann schauen wir mal. Keine Ahnung was gerettet wird, ich habe schon eher den Verdacht den Bond Markt überhaupt für Government Bonds insbesondere.

    Ich denke die Unternehmen sollten langsam andenken die Mitarbeiter in Metall zu zahlen teilweise oder ganz, in Ergänzung Banken wählen deren Eigenkapital auf Edelmetallen basiert. Möglw. macht es Sinn sich beispielsweise (vermutlich gibt es besser Alternativen) SAS Blech in den Keller/Lager zu legen als Basis für eine vorübergehende Ersatzwährung oder was auch immer, macht durchaus Sinn. Mit dem Mindestreservesatz der EZB kann man einiges bewirken. Oder Regionalwährung in Innsbruck – kann man vermutlich bald den gesamten Wirtschaftsraum im Inntal mit dem Goldenen Dachl leveragen, obwohl selbiges aus Kupfer besteht. Aber es ist eh noch Zeit, eine Woche;)

    Es ist wirklich bedenklich. Wie lange geheim gehalten werden konnte, dass die U.S. wie die Tiger für die Tiger drucken und die eigene Bevölkerung, genauso wie im EURO Raum und dass der ESM + EFSF + Dicke Berta, selbst ja umstrittene Instrumente zur Verbesserung der Lage angedacht sind + die Eurobonds als Alternative zum ‚Wir drucken fröhlich im Stillen Kämmerlein‘.

    Spannende Zeit in der wir leben. In diesem Sinne – Alkohol und Papier sind der Untergang des Abendlandes. Wer hätte das gedacht noch vor 5 Jahren… Aber nicht die Ohren hängen lassen. Alles wird gut:)

  3. Wenn Monti das sagt bedeutet das im Umkehrschluss das wir eine Woche haben um mittels bankrun dieses versklavende Zinseszins€konf€tti System endlich den Stecker zu ziehen ..

  4. da auf den euroscheinen keine so wie damals auf den dm-scheinen strafrechtliche androhung draufsteht sondern nur ein kopie-right-zeichen, werden sich wohl andere auch überlegen, geld zu drucken. auf welchen recht begründen überhaupt die sog. banken ihr recht, geld zu drucken und es an die staaten zu verleihen. das ist doch mafia zum quadrat…und keiner merkt es, unglaublich.

  5. rainer brüderle über bilderberger:

    „Banklizenz für die Rettungsschirme und Eurobonds sind die Vermögenvernichtungswaffen, dieser Inflationsallianz aus Wall Street und europäischen Sozialisten“

    httpv://www.youtube.com/watch?v=QLDj6YML4us

  6. Ich glaube kaum, das “abwarten” eine vernünftige Alternative wäre! Ist es nicht eher so, dass man nun alles daran setzt, die BRD in den vollständigen Ruin zu treiben? Ist es eine Schuldenkrise? Ist es eine politische Krise? NEIN! Es ist einfach eine Banken-Krise, verursacht durch gierige Geschäfte, verursacht durch Hedge-Fonds…usw.! Das Geld, welches jetzt in Abermilliarden fehlt, ist doch nur in den Taschen weniger gefloßen!

    Monti und die ganze zionistische Banker-Mischpoke sind doch selbst daran schuld!

    Warum nimmt man nicht die einfachste Variante, in dem man die stärksten Staaten aus dem Euro heraus nimmt? So kann der Euro im Umkehrschluß eine starke Währung für die schwächeren Staaten werden! Was und wer verhindert denn diese Variante? Man will den Lebensstandard in den Industrienationen extrem stark senken. Die Gesellschaft von 20:80 soll geschaffen werden. Das heißt, 20 Prozent der Gesellschaft arbeitet und 80 Prozent ist die sogenannte Rotationsmaße, die die arbeitende Bevölkerung erpresst. Lohnsteigerungen, soziale und solidarische Gesellschaft, Renten, Bildung, Gesundheit etc. alles steht nur einem geringem Teil der Bevölkerung zu Verfügung! Not, Eldend, Kankheiten und Tod wird in der nichtarbeitenden Bevölkerung die automatische Reduzierung herbei führen! Dieser Krieg ist viel schlimmer, als jener mit Bomben!

    Soll daß das Europa sein, wie Sie es wollen?
    LG

  7. Wenn man heute und das Wochenende abzieht, bleiben noch vier Tage. Das wäre dann der kommende Donnerstag. Freitag müsste dann bereits Sense sein. Nun gut, das kann man wohl noch abwarten – macht man ja auch gerne…

  8. Alle reden von einer Bankenkrise, welche sie nicht ist. Es ist eine Systemkrise. Die herrschende Elite und Ihre angeblich frei gewaehlten Lakeien haben immer weniger manipulative Kompetenz und weniger Loesungen , diesen Irrsinn Ihren Sklaven zu verkaufen. Es geht hier wirklich um mehr. Wie soll diese Erde in 5 – 7 Jahren aussehen …..

  9. Es wird unendlich Geld gedruckt.
    Die Banken leihen es nicht untereinander sondern kaufen, z B Aktien (Sachwerte).

    Neben vielen anderen Problemen sind auch Renten und Pensionen nicht mehr zu bezahlen wenn die geburtenstarken Jahrgänge anstehen.

    Big money behält per Sachwert das Vermögen, die Renten (=Anwartschaften) werden entsorgt!

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