Los geht's: US-Polizei testet bewaffnete Drohnen


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Nach über zehn Jahren des vergeblichen Mahnens und Warnens ist es endlich soweit: 60 Police-Departments in den USA testen bewaffnete Drohnen, um sie gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen.

"MQ-1 Predator unmanned aircraft" by U.S. Air Force photo/Lt Col Leslie Pratt - http://www.af.mil/shared/media/photodb/photos/081131-F-7734Q-001.jpg. Licensed under Public Domain via Commons.
MQ-1 Predator unmanned aircraft“ by U.S. Air Force photo/Lt Col Leslie Pratt – http://www.af.mil/shared/media/photodb/photos/081131-F-7734Q-001.jpg. Licensed under Public Domain via Commons.

Im Jahr 2003 warnten erstmals Journalisten und Aktivisten in den USA vor Drohneneinsätzen gegen die eigene Bevölkerung. Mehr als zehn Jahre später ist es soweit: 60 US Police-Departments aus Houston, Texas, Mobile, Alabama, North Little Rock, Arkansas und Miami-Dade County testen derzeit Drohnen.

Und zwar geht es dabei nun nicht mehr nur um kleine, ferngesteuerte Überwachungshubschrauber, sondern um bewaffnete Drohnen, mit denen das US-Militär sich seit über zehn Jahren gegen Pakistaner oder Iraker in deren eigener Heimat verteidigt. Nun sollen Freiheit und Glückseligkeit also auch im eigenen Lande mittels Kampfdrohnen gesichert werden.

„Ein kleiner Trost“, schreibt das Magazin Activist Post, „ist, dass wir unserer eigenen Gleichgültigkeit nun endlich von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen.“ Damit kritisiert wird das Desinteresse der US-Bevölkerung nach entsprechenden Meldungen.

North Dakota machte kürzlich Schlagzeilen als erster US-Bundesstaat, wo ein Gesetz verabschiedet wurde, laut dem bewaffnete Drohnen gegen die eigenen Bürger eingesetzt werden dürfen. „Die USA entwickeln sich zu einem vollwertigen Polizeistaat“, schreibt das Magazin weiter.

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