In London erstmals mehr Morde als in New York


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Zum ersten Mal in der Geschichte wurden in London mehr Menschen ermordet als in New York City. Vor allem die Anzahl tödlicher Messerattacken hat angeblich zugenommen.

London New York Morde
London New York Morde, Bild: Gegenfrage.com

Im Februar wurden in London 15 Menschen ermordet, 14 in New York City. In beiden Städten leben jeweils um die 8,5 Millionen Menschen. Die Sunday Times berichtet, dass es im März ähnlich aussieht. Bis zum Abend des 31. März gab es in London 22 Tötungsdelikte, in New York City mit 21 einen weniger.

Allein zwischen dem 14. März und dem 20. März wurden acht Londoner ermordet. Die Mordrate ist seit 2014 um ganze 38 Prozent gestiegen. Aus historischer Sicht war die Mordrate in der britischen Hauptstadt stets sehr viel geringer als in New York.

Laut FBI-Daten und Studien des verstorbenen Eric Monkkonen, eines Forschers an der Universität von Kalifornien, schwankte die Anzahl der Tötungsdelikte in London seit dem Jahr 1800 zwischen der Hälfte und einem Zwanzigstel von New York.

Auf Jahressicht gibt es mit 45 zu 55 bislang noch etwas weniger Morde in London als in New York. Im Jahr 2017 war die Summe auch etwas niedriger. Doch hat sich der Abstand in den vergangenen Jahren deutlich verringert. Cressida Dick, Kommissarin der Metropolitan Police, beschuldigte die sozialen Medien für die Eskalation von Streitigkeiten.

Was die Sunday Times allerdings nicht erwähnt, ist der Umstand, dass die Mordrate in New York City seit Jahren massiv zurück geht. Im Jahr 1990 wurden 2.245 Menschen in der US-Metropole umgebracht, fast siebenmal so viele wie heute.

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sundaytimes

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