Krise in Spanien:
Liberbank unter Druck


Spanien/Wirtschaft

Die spanische Liberbank scheint dem Weg der kürzlich zusammengebrochenen Banco Popular zu folgen. Steht eine weitere spanische Großbank vor dem Zusammenbruch?

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Liberbank Spanien
Liberbank Spanien, Bild: Gegenfrage.com

In Spanien wackelt eine weitere Großbank, die Liberbank. Das achtgrößte Finanzinstitut des Landes ging im Jahr 2011 aus drei gescheiterten Cajas (Sparkassen) hervor. Der Cajastur, der Caja de Extremadura und der Caja Cantabria.

Die Aktien der neu gegründeten Bank wurden im Mai 2013 zu einem Börsenkurs von 0,40 € an der Börse verkauft. Im April 2014 handelten sie bereits über zwei Euro, ein massiver Gewinn von rund 400 Prozent. Doch bis April 2015 begann der Aktienkurs wieder zu sinken.

Bis Mai 2017 stürzte der Kurs auf 1,20 Euro ab. Dann kam der Zusammenbruch der Banco Popular Anfang Juni, der viele Investoren überraschte und einen weiteren Absturz der Liberbank-Aktie auslöste, da die Aktionäre befürchteten, dass sie als nächstes betroffen sein würden.

Im August stand der Kurs bei 1,07 Euro. Seit dieser Woche ist die Aktie wieder ein Penny-Stock. Am Mittwochabend gab die Bank bekannt, dass sie ihr Kapital um 500 Millionen Euro erhöhen möchte. Die Aktionäre verkauften, die Kurse fielen am Donnerstag um zwölf Prozent und am Freitag um weitere fünf Prozent.

Nach dem Zusammenbruch der Banco Popular wurde das Institut von der Santander-Bank übernommen. Interessant dabei ist, dass erstmals seit Beginn der Eurokrise eine spanische Bank nicht vom Steuerzahler gerettet wurde.

Vor ihrem Zusammenbruch hatte die Banco Popular drei Kapitalerhöhungen in Höhe von fast fünf Milliarden Euro vorgenommen. Nun ist die Liberbank im Begriff, diesem Weg zu folgen, schreibt die Investorenplattform Wolf Street.

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wolfstreet

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