Sputnik: Lateinamerika verbündet sich gegen die USA


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Nachdem Washington die Probleme in Venezuela als „außerordentliche Bedrohung der nationalen Sicherheit“ bezeichnet hat, bezeichnete Venezuelas Präsident Maduro die USA als „imperialistischen Polizeistaat.“ Viele lateinamerikanische Staatschefs schließen sich dieser Meinung an.

Nicolas Maduro, Präsident Venzuela Bild: Valter Campanato/AB, Lizenz: CC-BY-3.0-br
Nicolas Maduro, Präsident Venzuela
Bild: Valter Campanato/ABr, CC-BY-3.0-br

Nachdem die Obama-Regierung die schwierige Situation in Venezuela zur „außerordentliche Bedrohung der nationalen Sicherheit“ Lateinamerikanische Politiker unterstützen Maduro offenbar.  erklärt hat, forderte Präsident Nicolas Maduro, dass Washington „Beweise zeigen“ solle, inwiefern Venezuela die USA bedrohe.

„Wir fordern alle globalen diplomatischen Kanäle auf, dass Präsident Obama sich korrigiert und das unmoralische Dekret, Venezuela stelle eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar, aufhebt“, sagte Maduro während einer Rede beim „antiimperialistischen Marsch“ in der Hauptstadt Caracas, bei der er außer sich war vor Wut. Zudem hätten die USA ihre Grenzen überschritten, indem sie sich in regionale Angelegenheiten einmischen. Er fügte hinzu, dass er ein gewähltes Staatsoberhaupt sei, die Vereinigten Staaten hingegen ein „imperialistischer Polizeistaat.“

Lateinamerikanische Politiker unterstützen Maduro offenbar, Sputnik schreibt „Lateinamerikanische Länder verbünden sich mit Venezuela im Konflikt mit den USA“.

„Dies ist ein inakzeptabler Angriff auf Venezuelas Souveränität“, sagten Abgeordnete aus Ecuador. Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ergänzte, dass es lächerlich sei zu glauben, dass Venezuela eine Bedrohung für solch eine Supermacht darstelle. „Es ist absolut unglaublich, dass Venezuela ein Problem sein soll. Das ist absurd und ungerechtfertigt“, sagte sie.

Kuba bezeichnete den Vorstoß Washingtons als „willkürlich und aggressiv“, während Boliviens Regierung äußerte, Obamas Executive Order sei „interventionistisch“ und erinnere an eine Diktatur.

17 Kommentare

  1. vielleicht legt mad.uro auch mal beweise für die angeblichen putschenversuche der usa in seinem land vor?

  2. die usa haben in venezuela sicherlich nur die besten absichten wie immer.da sind beweise sicher nötig.uhguhrugh

  3. hallo rote_pille bisschen googeln und hirn einschalten und es klappt…

    es ist interessant wie das oligarchen system in den usa überall anklang ohne widerspruch findet…sogar in russland…mir einziges land das den erlös von den naturschätzen der allgemeinheit zur verfügung stellt (eigentlich ein komunistischer gedanke) ist das königreich norwegen!!!! hut ab…und es wird auch nicht von den usa und der nato bedrängt…wahrscheinlich, weil da keine koloniale vergangenheit geherrscht hat…

    http://www.berliner-zeitung.de/politik/venezuela-eine-marionette-der-cia-,10808018,26423422.html

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-gucci-aufstand

    http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/feb/18/venezuela-protests-us-support-regime-change-mistake

    http://www.barth-engelbart.de/?p=4516

  4. Man muss in der Tat nicht lange nach Beweisen suchen.
    Auch ist es nützlich das bisher gelernte zu erinnern:
    Die USA bekämpfen seit Jahrzehnten alle „unamerikanischen“ Bestrebungen, weltweit. WAs früher Fidel Castro war, ist heute eben der venezolanische Präsident Maduro. Aber wieso eigentlich? Ich erinnere mich an einen früheren Arbeitskollegen in Düsseldorf. Der verlies in den siebziger Jahren Frau und Kind und ging nach Venezuela.
    Ich wusste damals so ungefähr wo das liegt und fragte so nebenbei: wieso eigentlich Südamerika? Wegen deiner Frau? Nein, sagte er, aber da gibt es Öl, sehr viel Öl und die bezahlen für Elektriker wie mich, viel Geld.
    Es geht heute also um Öl, egal ob in Kuwait, Irak, Libyen, Iran oder Venezuela. Und nur wegen dem Öl? Nein, nicht wegen dem Öl, sage ich heute. Aber China braucht Öl. Weil Öl ist ein strategischer Rohstoff.
    Deswegen, wegen China, geht es heute um Öl und um Venezuela. Denn Venezuela hat vor drei Jahren umfangreiche Verträge mit China abgeschlossen und zwar ohne diese vorher in Washington genehmigen zu lassen. Maduro hatte nicht mal gefragt!

  5. USA planten vor kurzem erneut einen Regime-Change in Venezuela, aber erneut sind die von Washington bezahlten Oppositionellen bei der Umsetzung gescheitert:
    https://jasminrevolution.wordpress.com/2015/02/15/obama-mit-putsch-in-caracas-gescheitert/

    Die Tendenz dass immer mehr Staaten Lateinamerikas sich von der USA abwenden, kann man spätestens seit der Gründung von CELAC beobachten:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_der_Lateinamerikanischen_und_Karibischen_Staaten

    Also eigentlich liefert der Artikel wenig neues…

  6. So wie das Dollarsystem funktioniert ist es ausgeschlossen, daß jemand dieses System verläßt. Ein Beispiel: 50 Länder handeln untereinander Waren, Rohstoffe etc. Ihre Währung zum Austausch untereinander ist der Dollar. Derjenige , der die Währung besitzt kann in diesen Handel beliebig viele Dollar einschmuggeln ohne einen Gegenwert dafür zu leisten ( Das Einschmuggeln besorgen die Banksysteme). Das ist ganz lupenreiner Betrug. Das System funktioniert nur , wenn genügend Handelspartner mitmachen. Die USA finanzieren mit diesen ergaunerten Milliarden zB ihre welteite Militärmaschine. Diese Spiel mitzumachen lehnen immer mehr Länder und Völker ab. Venezuela gehört zu diesen Ländern. Auch der Irak hat versucht sich von der Dollarwährung zu befreien.

  7. Naja, der Dollar wackelt jetzt schon. Man muß kein Wirtschaftsprofessor sein um die Funktionsweise der Mega-Geldmaschine zu verstehen. Auch in Südamerika hat man das Dollarsystem durchschaut. Der Schrecken der Dollarwährungshüter ist verständlicherweise groß weil ihnen irgendwann ( bald?) nicht mehr diese unausschöpfliche Dollarquelle zur Verfügung steht. Ohne Krawall wird es nicht enden. Inzwischen mischen Figuren wie Nuland co. mit….. Und: Venezuela sollte unterstützt werden.
    Was kommt dannach? Eine Weltleitwährung deren Abschöpfungspotential nicht militärischen Industreikomplexen dient, sondern ein bescheidenes Leben auf diesem Planeten ermöglicht. Es gibt dazu keine Alternative.

  8. @ Albert

    Ich störe mich hier an der Formulierung… Derjenige , der die Währung besitzt kann in diesen Handel beliebig viele Dollar einschmuggeln ohne einen Gegenwert dafür zu leisten ( Das Einschmuggeln besorgen die Banksysteme). Das ist ganz lupenreiner Betrug.

    Nicht der Besitz des Dollar, sondern die Kontrolle über seine Herstellung macht den Betrug möglich!
    Wenn also Venezuela für eine bestimmte Menge Öl eine bestimmte Menge Dollar erhält, beispielsweise von Chile, dann besitzt Venezuela nur diese Menge an Dollar. Mehr nicht! Und Chile besass vor dem Kauf auch nur diese Menge an Dollar und danach nicht mehr.
    Nur die USA können durch die Privatbank FED beliebig viele Dollar drucken.
    Weil aber alle Währungen miteinander zusammenhängen, soweit diese untereinander und zum Dollar kompatibel sind, schwappt eine durch Ereignisse wie dem Vietnamkrieg induzierte Inflation auf andere Währungen über. Allerdings können andere nationale Währungen untereinander, ganz ohne Dollar, Geschäfte abschließen- und machen sich dann in Washington unbeliebt. Deutschland hat beispielsweise nach 1918 aus Mangel an Devisen seinen Handel überwiegend Ware- gegen Ware abgewickelt. Der Sowjetunion ging es übrigens ähnlich und deshalb waren das deutsche Reich und die Sowjetunion im August 1939 die idealen Handelspartner untereinander.

  9. @Kuno
    „Nicht der Besitz des Dollars,sondern die Kontrolle über seine Herstellung macht den Betrug möglich“ das ist absolut korrekt und besser formuliert.
    Sie formulieren sehr richtig, daß die Länder untereinander für den Dollar etwas Reales bekommen. Venezuela bekommt für sein Öl Dollars und kann damit wieder was kaufen(zB. deutsche Autos). Daran ist nichts auszusetzten. Die Wertschöpfung durch das Einschmuggeln von hergestellten Dollars ist allerdings ein Betrug ungeheurern Ausmaßes durch die FED. inzwischen wird dieser prozeß allerdings verstanden. Das ist peinlich und verursacht weltweit ziemlichen Ärger.

  10. Dazu passen würde auch noch der Aufstand in Brasilien, in Sao Paulo waren gestern Millionen auf der Strasse,gegen die Regierung.
    Meine Meinung:,angeschoben durch irgendeine US-Think Tank Verbrecherorganisation,weil Brasilien den BRICS beigetreten ist.
    So nach dem Motto der US-Junta,willst Du nicht mein Sklave sein dann schlag ich Dir den Schädel ein.

  11. 150 Jahre zu spät.
    Aber immerhin!
    Manche brauchen eben etwas länger, um Offensichtliches zu erkennen.

  12. @Albert | 14. März 2015 um 08:56 |

    Schon mal auf die Idee gekommen, daß es genau DIESE „Weltwährung“ sein könnte, die uns die Nasen aufzwingen wollen?
    Eben weil man damit noch viel effektiver „abschöpfen“ kann, siehe €!

  13. Natürlich geht es um Öl. Venezuela liefert Öl an die USA, so wie es
    zig andere Länder auch machen um den Bedarf dort zu decken.

    Hier die offiziellen Zahlen aus den USA

    http://www.eia.gov/dnav/pet/pet_move_impcus_a2_nus_ep00_im0_mbbl_m.htm

    Und hier alle Zahlen in deutsch

    http://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6l/Tabellen_und_Grafiken

    Und wenn es nicht um Öl geht, dann geht es um andere Rohstoffe in Afrika
    und in Afghanistan. Die deutschen Leitmedien berichten seit Jahren regelmäßig auf Grund neuer Funde, speziell eben in Bezug auf Afghanistan. In Afrika ist man ja schon seit ewigen Zeiten am Ausbeuten. Es geht am Hindukusch

  14. …um die Freiheit, dass deutsche Hersteller PS starke Treibstoff-Fresser bauen und verkaufen können, mit denen man über die Autobahn brettert, um die Ecke zum Discounter fährt, und die rotzverwöhnten Blagen zur Schule bringt. Benzinkrise? Nein Danke!

  15. @ Kaiser Wilhelm
    „…um die Freiheit, dass deutsche Hersteller PS starke Treibstoff-Fresser bauen und verkaufen können, mit denen man über die Autobahn brettert, um die Ecke zum Discounter fährt, und die rotzverwöhnten Blagen zur Schule bringt. “ gut und richtig formuliert. In einer zukünftigen Erdordnung wird das Auto einen anderen Stellenwert haben als heute.

  16. Ich habe schon lange das Gefühl, ich sage: das Gefühl, dass die herrschende politische Klasse den Dollar, den Euro und den Yen bewusst gegen die Wand fährt, um danach mit einem neuen Dollar weltweit weiter zu machen. Wobei die EZB oder die NBJ aufgelöst und sich der FED unterzuordnen haben.
    Wenn es nicht so kommt, dann war das eine Verschwörungstheorie.

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