Lager leer: Physisches Gold und Silber im "Krisenmodus"


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Nur 0,48% des Goldes, das an der Comex gehandelt wird, ist tatsächlich physisch vorhanden, der niedrigste Stand seit 2002. In den USA und Mexiko trocknet zudem der Silbermarkt aus, Investoren müssen hohe Zuschläge auf gebrauchte Münzen bezahlen, neue Prägungen sind nur schwer zu bekommen.

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Irgendwann in den kommenden Jahren dürfte es schwierig werden, physisches Silber und Gold im Tausch gegen Papiergeld zu erwerben, ist sich Jeff Berwick von Dollarvigilante.com sicher. Dafür sprechen einige Anzeichen. Immer mehr Banken in den USA und in Mexiko melden, dass sie zunehmend Probleme haben, sich physisches Silber liefern zu lassen. Berwick reiste dafür extra zu bekannten Silberbanken nach Mexiko, wie etwa zur Azteca Bank, die zur Grupo Salinas gehört, deren Besitzer der Multimilliardär Hugo Salinas ist, einem großen Befürworter von Silber. Dieser sagte, dass er ein Problem mit der Banco de Mexico habe. Es würden nur noch gebrauchte Münzen geliefert, keine neuen. Dafür müssten die alten Münzen eingeschmolzen werden. Zudem kaufe man die Münzen mit nur sehr geringem Abschlag zurück und verkaufe sie mit hohen Aufschlägen weiter, ebenfalls Zeichen dafür, dass „etwas im Busch“ sei.

Die US Mint meldete zuletzt, dass die Nachfrage nach physischem Silber ab Juni „explodiert“ ist. Inzwischen bezahlt man für physisches Silber einen beachtlichen Zuschlag. Ähnliches trifft auch auf Silberschmuck zu. Gemäß dem Silver Institute ist die Nachfrage nach Silberschmuck in den USA „deutlich gestiegen“, in der ersten Hälfte des Jahres 2015 um satte 11%. Profitconfidential.com schreibt, dass sich die Bürger zunehmend um die Stabilität des Finanzsystems sorgen und darum „lieber einen echten Wert in den Händen halten“, statt digitalen Versprechen zu vertrauen.

Die Comex soll zudem vor einer handfesten Goldkrise stehen. So steht das Verhältnis zwischen „Papiergold“, also Zertifikaten auf nicht oder nur teilweise vorhandenes Gold, und physischen Goldbarren, derzeit bei 207 : 1. Es wird also reichlich Gold an den Börsen gehandelt, davon sind jedoch nur 0,48% tatsächlich vorhanden. Ein erstaunlich niedriges Verhältnis, schreibt Investment Research Dynamics, der niedrigste Wert seit 2002, als Gold in eine kräftige Hausse überging. Die Comex sei heute nichts anderes mehr, als ein Papiergold-Markt, so der Artikel. Ein 100%iges Kunstprodukt.

Offensichtlich gibt es Lieferschwierigkeiten, der physische Goldmarkt trocknet – ähnlich wie der Silbermarkt – mehr und mehr aus. Das hohe Verhältnis zwischen Papiergold und echtem Gold, sowie die hohen Aufschläge auf physisches Metall sind Anzeichen dafür, dass sich Gold und Silber im „Krisenmodus“ befinden, schreibt IRD abschließend. Vor allem Silber ist derzeit stark unterbewertet mit einem Gold-Silber-Verhältnis von 77:1. Hier sei jetzt ein „enormes Potential“ vorhanden.

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