Kuba braucht die USA für überhaupt nichts – Fidel Castro


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Nachdem US-Präsident Obama in der vergangenen Woche Kuba besucht hatte, schrieb der frühere Revolutionsführer Fidel Castro eine Stellungnahme. Darin betonte er, dass sein Land die USA für überhaupt nichts benötigt.

USA, Florida und Kuba, Bild: Deviantart.com, Latuff

Nach dem Besuch von US-Präsident Barack Obama auf Kuba schrieb der revolutionäre Fidel Castro einen Artikel für das Magazin Cuba Debate und fand darin nicht nur warme Worte für den großen Nachbarn. In der Stellungnahme schrieb Castro am Montag:

„Kuba braucht das Imperium für überhaupt nichts“ und fügte hinzu, „niemand sollte die Illusion haben, dass die Menschen in diesem edlen und selbstlosen Land ihre Rechte und ihren geistigen Reichtum aufgeben werden, die sie durch Bildung, Wissenschaft und Kultur gewonnen haben.“ Er schrieb weiter, Kuba könne „seine Nahrung und andere materielle Dinge“ auch ohne Hilfe der USA selbst herstellen.

Obama hatte während seines Kuba-Besuchs vorgeschlagen, „die Vergangenheit zu vergessen und in die Zukunft zu blicken.“ Fidel Castro empfand dies angesichts der seit fast 60 Jahre dauernden wirtschaftlichen Blockade, der zahlreichen Destabilisierungs- und Umsturzversuche, der Angriffe auf Schiffe und Flugzeuge, Söldner-Invasionen und anderer Gewaltakte, als Frechheit und fügte hinzu, er habe bei diesen Worten „fast einen Herzinfarkt“ erlitten.

Der ehemalige Präsident Fidel Castrio, 89, traf Barack Obama nicht während dessen Besuchs in der vergangenen Woche. Das Treffen gilt als Schritt zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Als erste Schritte müssen die Schließung des Militärgefängnisses Guantanamo Bay und die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen erfolgen.

Hier geht’s zur kompletten Stellungnahme Fidel Castros auf Cuba Debate: Klick, ein Bericht dazu auf TeleSur (englisch): Klick.

4 Kommentare

  1. Nicht schlecht gebrüllt. alter Löwe !
    Recht hat er schon. Was ich aber nicht verstehe, ist, dass Castro in den letzten 50 Jahren die Landwirtschaft nicht so ausgebaut hat, dass die wichtigsten Lebensmittel selbst erzeugt werden konnten. Das ist und bleibt unverständlich !

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  2. Paßt zum arroganten und überheblichen Verhalten der Obama- und Amiadministration: Von vergessen reden, obwohl sie den Kubanern seit 60 Jahren Schikanen aufdrücken. Schon dreist!
    Was ich nicht verstehe ist, daß Castro Guantanamo nicht längst dicht gemacht hat? Vielleicht geht es um die Frage: W ohin mit den Gefangenen? Es ist das Land der Kubaner, also schmeißt die Amis raus! Überall, wo die sind oder auftauchen, richten sie Schaden an!

  3. Ich vermute, die unerwartete Annäherung der USA zu Kuba dient nur einem Zweck, und zwar dem, Kuba nicht ein zweites Mal zum Raketenabschussgeländer im Hinterhof der USA werden zu lassen.

    Angesichts der unübersehbaren Herrschaftsansprüche der USA rund um Russland sowie der Feindseligkeiten ggü China will man sicher gehen, dass da nicht vor der Haustür Ungemach aufkommt wie anno ’62.

    Einen anderen Grund erkenne ich nicht, schon gar keinen wirtschaftlichen für die USA.

  4. Wenn die Kubaner erste einmal die westlichen Wert und Vorstellungen
    in der Praxis kennen lernen, werden sie sich nach noch an die Worte Castros erinnern

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