Superreiche Briten haben Vermögen in der Krise verdoppelt


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Das Vorurteil „die Reichen werden immer reicher“ scheint in Großbritannien absolut zutreffend zu sein: Trotz Krise und wachsender Unterschicht konnten die Top 1000 des Landes ihre Vermögen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppeln.

„Palace of Westminster from the dome on Methodist Central Hall“ von © User:Colin / Wikimedia Commons. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons.
Palace of Westminster from the dome on Methodist Central Hall“ von © User:Colin / Wikimedia Commons. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons.

Die britische Boulevardzeitung The Sunday Times veröffentlicht jedes Jahr eine Rangliste der reichsten Briten. In diesem Jahr war es nicht sonderlich anders als sonst, einige Clans und Multimilliardäre stiegen etwas auf, andere fielen in der Liste.

Doch eine Kleinigkeit fällt mittelfristig doch ins Auge: Die Top 1000 der reichsten Briten konnten ihr Gesamtvermögen auf 547 Milliarden Pfund steigern. Im Vergleich zum Jahr 2005 mehr als eine Verdoppelung. In der Oberschicht des Landes gab es also keine Krise, ganz im Gegenteil. Wurde das im Zuge von Sparmaßnahmen abgezwackte Geld tatsächlich einfach nur von der britischen Unterschicht in die Oberschicht umverteilt? Vielleicht gibt es aber auch noch eine andere Erklärung.

So oder so: Die Vermögensungleichheit, ganz egal woraus diese resultiert, steigt ähnlich wie in den Vereinigten Staaten immer weiter an. Vielleicht sogar noch schneller: So hat sich die Zahl der Millionäre allein im Jahr 2014 um 30% erhöht. In den USA waren es „nur“ 13%.

6 Kommentare

  1. Und wenn es knallt und das Volk zur Inkasso vorbeikommt, wie 1789 in Frankreich, haben die errschaften, die auffällig oft einen israelischen Zweitpass haben, das Land verlassen.
    Das ist wie in der Ukraine derzeit.

  2. Wenn es diesmal knallt, dann ist das anders wie früher.
    Es gibt keine Superreichen. Reich an was denn?
    Solange die Geldillusion nocht stimmt, solange sind diese Leute reich. Können aber auch nicht jeden Tag eine Flasche Schampus aussaufen, weil das auf die Leber geht.
    Und nach dem Knall steht nicht nur die Geldillusion, das ist noch das wenigste, auf der Agenda. Da kommt das ganze System ins Rutschen. Und da genau befürchte ich, dass die aktuellen Machtinhaber bereits heute genau für diesen Fall eine Vorsorge treffen. Die ganze Wählerei ist zumindest den EU Politkommissaren schon lange lästig. Und sollte in Frankreich demnächst tatsächlich Frau Le Pen zur Präsidentin gekührt werden, dann haben die aktuellen Eliten ein Problem.
    Aber vielleicht muss Marine Le Pen ja vorher einen Selbstmord erleiden. Das scheint ohnehin das Schicksal sehr vieler Rechter zu sein. Von den Linken hört man das nicht.
    In Summe sind die Superreichen arm dran. All die Häuser, Aktien etc. sind nach dem Knall äußerst gefährdet.
    Reichtum nutzt nur dann etwas, wenn die politische Ordnung dafür günstig ist. Wenn der Vermögende alt geworden ist und sich jeden Tag rechtfertigen muss, warum er all den Reichtum nicht schon lange gespendet hat und auch die Polizei seinen Wohnsitz nicht mehr schützen will. Was ist dann? Dann ist der Superreiche lieber durchschnittlich arm.

  3. @kuno, die Superreichen brauchen keine „Polizei“, um ihre Gebäude zu überwachen, die können sich professionelle private Sicherheitsdienste leisten. Außerdem können sie sich einen privaten Personenschutz leisten. Wer wenig Geld hat und sich das nicht leisten kann, steht schon heute de facto ohne Schutz da, denn was nützen uns die „Clowns in a Uniform“, wie die „Polizisten“ auf amerkanichen Webseiten genannt werden, wenn wir auf der Straße überfallen oder wenn in die Wohnung eingebrochen wird? Je brenzliger es wird, desto mehr wird die Kriminalitt ansteigen, und die vielen Drogenjunkies (Raucher, Kiffer, Alkies usw.), die jetzt schon massenweise rumpöbeln, bedrohen und Straftaten aller Art begehen, und zwar nicht gegen die „Elite“, sondern gegen gewöhnliche Menschen, werden dann ihr Unwesen noch viel extremer und ungehemmter treiben. Wer viel Geld hat, wird gerade in einer großen Krise wesentlich besser dastehen, als die „Normalbürger“, denn einen geschlossenen Aufstand der Sklaven gegen die Skalvenhalter und Sklaventreiber wird es kaum geben, vielmehr einen Kampf Jeder gegen Jeden, oder Gang gegen Gang. Ich denke, diese Prognose, die sich an dem orientiert, was wir tendenziell auch jetzt schon haben, ist realitätsnäher…

  4. @ Ketzer

    Das mit dem Polizeischutz war von mir symbolisch gemeint.
    In Ländern Süd- und Mittelamarikas ist es doch schon lange so, dass die Kinder der „Reichen“ unter Schutz von Waffenträgern zur Schule gebracht werden müssen. Die leben wie in einem Gefängnis. Und wenn der Privatlehrer kommt, dann muss eben der geschützt werden oder die Kinder dürfen überhaupt nicht mehr aus dem Haus. Einfach durch die Stadt schlendern mit einem Eis in der Hand, ist nicht!
    Aber mein Beitrag hatte einen anderen Hintergrund: durch den baldigen Wegfall der Geldillusion wird sich kein privater Wachdienst mehr finden. Denn die arbeiten nur gegen Belohnung und diese kann dann nicht mehr geleistet werden.
    Darum geht es.

  5. @kuno
    Leider übersiehst du beim Platzen der Geldillusion, daß diese Superreichen das Platzen steuern.
    Und vorher den genauen Zeitpunkt des Knalls kennen.
    Dann haben die „ihr“ „Geld“ längst in Sachwerte investiert, in Land, Immobilien, Patente, Ausbeutungsrechte etc pp.

  6. Nein, ich übersehe überhaupt nichts.
    Die Flucht in die Sachwerte läuft doch schon seit vielen Jahren und betrifft alle, auch den Mittelstand.
    Doch was ist danach? Schon mal nachgedacht?
    Nach einer überaus schmerzhaften Währungsreform (schmerzhaft für die Reichen; wer nichts hat, kann keine Schmerzen spüren)
    können all diese „Sachwerte“ nicht verkauft werden. Wer sollte denn bezahlen, hat er doch selbst gerade sein Vermögen verloren! Nein, die Folge eines Währungsschnitts wird Deflation sein. Angenommen, ein „Superreicher“ besitzt 100 Miethäuser und diese Häuser, welch ein Wunder, wurden nicht beschlagnahmt. Sinkt nun die Mieteinnahme nach dem Währungsschnitt oder nicht? Nur wer sagt, die „armen“ Mieter werden nichts verlieren, nur der kann sagen: die Mieten sinken nicht. Alle anderen stolpern über ihre eigene Argumentationskette. Ich glaube auch nicht, dass die Superreichen den großen Knall steuern. Wer hat denn den Knall von 1929 gesteuert? Das Verhalten der Menschen kann mittels Massenmedien beeinflusst werden, aber nicht gesteuert.
    Das wäre unhistorisches Denken, wollte man das behaupten.
    Das haben bis zuletzt die Marxisten behauptet.
    Letztere sind übrigens wieder da und zwar in Gestalt der Linksgrünen. Und diese werden unseren obigen „Superreichen“ mit seinen 100 Mietshäusern enteignen- und zwar vor dem Knall.
    Sonst bringt das ja nichts. Genau daran wird heute gearbeitet.
    Aber ich glaube schon, dass es Fluchtinseln geben wird.
    Aber da dürften wir keinen Zutritt haben und auch der Glaube hilft dann nicht weiter. Da muss man vielleicht dem auserwählten Volk angehören. Oder wenigstens zum Viertel.

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