Konferenz: Waffenfirmen feiern Blutbad im Nahen Osten


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Während einer Konferenz feierten Top-Manager von Rüstungsunternehmen die eskalierenden Konflikte im Nahen Osten und in Afrika. Vor allem „die vielen Probleme“ mit Syrien und der Türkei sorgen aktuell für einen „unfassbaren Aufschwung“, so der Vize-Geschäftsführer von Lockheed Martin.

General Dynamic F-16 USAF“ von U.S. Air Force photo – http://www.af.mil/shared/media/photodb/photos/021105-O-9999G-056.jpg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Während einer Credit Suisse-Konferenz in West Palm Beach sprachen Vertreter großer Rüstungsunternehmen mit ihren Investoren über ihre Geschäfte. CEOs und Top-Manager von prominenten Unternehmen wie Raytheon, Oshkosh und Lockheed Martin waren anwesend. Gemeinsam feierte man in geselliger Runde die fetten Umsätze infolge des eskalierenden Konflikts in Afrika und im Nahen Osten, meldet The Intercept.

Lockheed Martins Executive Vice President Bruce Tanner hielt eine Rede, in der er offen die „indirekten“ Gewinne hervorhob, welche die großen Rüstungsunternehmen durch den Krieg in Syrien einstreichen. Ein Teil seiner Rede wurde von einem anwesenden Gast mitgeschnitten und kann auf der verlinkten Website angehört werden. Darin erwähnte Tanner die vielen Probleme im Nahen Osten, insbesondere mit Syrien und der Türkei. Er wies darauf hin, dass diese Konflikte zu enormen Umsatzsteigerungen für sein Unternehmen führen würden. Tanner fügte hinzu, dass die Waffenfirmen durch den wachsenden Konflikt „einen unfassbaren Aufschwung in diesem Schauspiel“ erwirtschafteten.

Wilson Jones, Präsident des Rüstungsunternehmens Oshkosh, sagte, dass „mit wachsender IS-Bedrohung immer mehr Länder Interesse an gepanzerten M-ATV Fahrzeugen zeigen.“ Der Geschäftsführer von Raytheon, Tom Kennedy, freute sich über „einen signifikanten Aufwärtstrend bei Verteidigungslösungen in allen Bereichen in mehreren Ländern im Nahen Osten.“ Man profitiere von den Unruhen im Jemen mit den Houthis genauso wie vom Kampf gegen Islamischen Staat in Syrien und im Irak, so Kennedy.



Neben den ausufernden Kriegen feierte man auf der Konferenz auch die Tatsache, dass die Regierung in Washington kürzlich ein Militärbudget in Höhe von 607 Milliarden Dollar verabschiedet hat. „Unsere Programme werden gut unterstützt. Wir denken, wir fahren damit sehr gut“, so Tanner abschließend. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Journalisten Glenn Greenwald wies darauf hin, dass die Aktienkurse von Waffenherstellern unmittelbar nach den Anschlägen in Paris sprunghaft anstiegen.

5 Kommentare

  1. Ja- das ist doch normal.
    In Deutschland freuen sich die Maschinenbauer, wenn die Welt Maschinen benötigt.
    In den USA freut sich die Rüstungsindustrie, wenn Waffen zum töten benötigt werden.
    Und desto mehr die USA in der Welt zündeln, desto mehr Waffen werden benötigt, egal auf welcher Seite.
    Jedes Land, das von den USA destabilisiert wird, ist ein Konjunkturprogramm für die Rüstungsindustrie in den USA.
    Bei jetzt etwa 7 Ländern, läuft doch alles wie geschmiert.
    Wer Friedmans Rede gehört hat, in de er haarklein erläuterte, wie die USA dadurch ihre Macht sichert, wenn sie Staaten destabilisiert, sollte es doch endgültig verstanden haben.
    Das dabei mehr Kriegsverbrechen begangen werden, als von den Nazis, die dafür in Nürnberg gehängt wurden, interessiert doch Niemanden.
    Jedenfalls unsere Bundeskanzlerin nicht, denn sie nennt den Präsidenten dieses Unrechtsstaates unseren Freund; schickt aber gleichzeitig die Tornadopiloten direkt zu einem Kriegsverbrecherprozess nach Den-Hag, denn da gehören Kriegsverbrecher hin, die einen nicht durch die UN legitimierten Angriffskrieg unterstützen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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