Kirchner: USA müssen Maduros Wahlsieg anerkennen


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Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner rief die Vereinigten Staaten auf, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Venezuela, welches am Wochenanfang, mit 50,7% zu Gunsten von Nicolás Maduro bekannt gegeben wurde, anzuerkennen.

Venezuelas neuer Präsident: Nicolas Maduro
Venezuelas neuer Präsident:
Nicolás Maduro

Kirchner erinnerte die Vereinigten Staaten daran, dass Nationen wie Argentinien, Brasilien, der langjährige Rivale Kolumbien und Russland Maduro bereits als neuen Präsidenten anerkannt hätten und forderte die US-Administration auf, die Opposition nicht zu Konflikten zu ermutigen, die zu toten Südamerikanern führen könnten.

Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union unterstützten offen die Forderung nach einer Stimmenneuauszählung des unterlegenen Kontrahenten Henrique Capriles Radonski, welcher nach der amtlichen Stimmenauszählung 49,1 % der Stimmen erlangte, was einer Differenz von 235.000 Stimmen zum Wahlsieger Maduro entspricht.

Der Wirtschaftsanwalt aus dem Bundesstaat Miranda hatte das Wahlergebnis diskreditiert und sprach bereits zu Wochenbeginn von „Beweisen“ eines Wahlbetruges und hielt dabei ein Paket mit Dokumenten vor die TV-Kameras.

In der Folge war es zu menschenjagdähnlichen Szenen der Anhänger Capriles an Anhängern der bolivarischen Revolution gekommen, bei denen sieben Maduro-Anhänger ermordet wurden. Laut venezolanischen Medien wurde ein Aufstand der Opposition kurz nach Ausbruch u.A. mit Hilfe von Zivilisten verhindert.

Bei vielen Venezolanern wurden Erinnerungen an den Putsch 2002 wach, bei dem die Opposition, welche von der US-nahen Oberschicht Venezuelas beherrscht wird, mit aktiver Hilfe der CIA den damaligen Präsidenten Hugo Chávez entführen ließ. Das aufgebrachte Volk umstellte daraufhin den Präsidentenpalast in Miraflores, während die Putschisten auf eine Vereidigung einer neuen Regierung drängten. Schlussendlich konnte das Volk soviel Druck aufbauen, dass Hugo Chávez befreit werden konnte und in sein Amt zurückkehrte.

Argentiniens Präsidentin Kirchner mahnte die Vereinigten Staaten sich in der Sache zurückzuhalten. Schließlich habe bei den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 ebenfalls kein einziger südamerikanischer Staat gegen die umstrittenen Wahlergebnisse protestiert.

11 Kommentare

  1. Wen interessiert was der kenianische Bimbosegelohrenträger anerkennt?

    Wohin ist eigentlich unser Lateinamerika Experte Guanche verschwunden? Mich würde interessieren was von diesem Maduro zu halten ist.

  2. Knaller, die EU, welche von Leuten regiert wird, die nicht gewählt sind und in Ländern wie Italien einfach Bänker als Regierungschefs einsetzt, und serienmäßig die Hoheitsrechte von souveränen Nationen außer Kraft setzt, protestiert gegen ein legitimes Wahlergebnis.

  3. ungeheuerlich, sollen diese verbrecher doch gleich sagen, dass sie das öl wollen…um was anderes geht es doch nicht!!!!!!!!!!!!

  4. enteignet die US-nahe Elite und sperrt sie weg für immer, dieses Dreckspack und vor Allem Venezuela muß sich ganz schnell militrisieren um in einem potenziellen guerillakrieg der USA diesen eine empfindliche Niederlage beizubringe.
    Der Ami muß an allen Fronten bekämpft werden. Er ist wie Unkraut oder wie Monsanto, man muß es verbrennen.

  5. Das wären bloss etwa 300 Familien, aber Ihr Bank gewinnt immer gegen die 99%!!!
    Vergisst du bloss einen Verwandten Tentakel zu desinfizieren, dann kommen sie Dich und Dein Umfeld holen, lieber Werni. Solange fängt diese staatlich geschützten Drogenbarone kein Staatsanwalt und Richter dieser Erde. Denn dreistellige Milliarden geben nicht bloss Sicherheit, sondern auch Macht-

  6. @Werner – Venezuela ist alles andere als nichtmilitarisiert.

    http://en.wikipedia.org/wiki/National_Armed_Forces_of_the_Bolivarian_Republic_of_Venezuela

    Die wären noch besser gerüstet, aber ihre Bestellungen (bei den Nato Vasallen) wurden seitens der USA mit Embargo belegt. Konventionell kann auch dort der Ami keinen Schuh in das Land setzen und gewinnen, zumal Venezuela gute Reserven (MILITIA) hat, also Leute, die nach einer schnellen Mobilmachungauch dabei sind. Fußtruppen kann der Ami auch da nicht einsetzen, die Nummer funktioniert nicht, wenn die Bevölkerung gegen dich ist und mitkämpft. Somit versucht der Ami wieder die Nummer der inneren Zersetzung, also den angeblichen Volksaufstand mit den üblichen Freiheitskämpfern gegen den pösen Diktator. Das ist gerade in Bezug auf Südamerika ja ein ganz alter Hut der Amis, denn dort wurden diese Methoden schon mehr als einmal angewendet. Und immer dann, wenn das echte Volk gegen die US Konzerne murrte, die das Land ausplünderten.
    Es ging damals aber eher nicht um Öl, sondern um Nahrungsmittel.

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