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03.12.1989: Bush und Gorbatschow erklären Kalten Krieg für beendet


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Am 03. Dezember 1989 erklärten George HW Bush und Michail Gorbatschow den Kalten Krieg für beendet und versprachen einen „dauerhaften Frieden“ zwischen den beiden Militärmächten.

Kalter Krieg Ende Gorbatschow Bush
Kalter Krieg Ende Gorbatschow Bush, Bild: Gegenfrage.com, Flaggen gemeinfrei

An diesem Tag im Jahr 1989 gingen fast 50 Jahre politischer und ideologischer Spannungen zu Ende, als sich die Führer der USA und der Sowjetunion auf der Mittelmeerinsel Malta trafen, um das Ende des Kalten Krieges zu erklären.

Am 03. Dezember 1989 wurde der Kalte Krieg, der den Westblock der USA und seiner NATO-Verbündeten seit 1945 in eine Konfrontation mit der Sowjetunion und den Warschauer-Pakt-Staaten geführt hatte, für beendet erklärt.

US-Präsident George HW Bush und der sowjetische Generalsekretär Michail Gorbatschow hatten am Vortag auf dem russischen Kreuzfahrtschiff Maxim Gorky im Hafen von Marsaxlokk Bay an der Küste von Malta ein Treffen einberufen, ihr zweites Treffen von Angesicht zu Angesicht.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bestätigten die beiden Staatsoberhäupter am 03. Dezember nach achtstündigen Gesprächen die neue Entspannung und versprachen „einen dauerhaften Frieden“ und „dauerhafte Zusammenarbeit“.

Gorbatschow und Bush auf dem Malta-Gipfel

US-Präsident Bush lobte auch die Glasnost- und Perestroika-Politik seines Amtskollegen, die den „Eisernen Vorhang“ in Osteuropa aufhob. Das Gipfeltreffen fand vor dem Hintergrund eines turbulenten Wandels statt.

In den letzten Wochen waren die kommunistischen Regierungen in der Tschechoslowakei und in der DDR aufgelöst worden und die Berliner Mauer war gefallen. Bush und Gorbatschow unterzeichneten im November 1990 einen Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa und im Dezember 1991 den ersten Vertrag über die strategische Abrüstung (START).

2 Kommentare

  1. Wie wir wissen, war diese Erklärung der USA nicht ernsthaft gemeint. Denn die Sowjetunion hatte nur eine Teilkapitulation hingelegt. Die USA duldeten aber keine starke Macht neben sich. China hatte Washington auch nur nebenbei auf dem Schirm, wie sich aus den Gedankengängen des Zbignew Brzeszinski ergibt. Der geradezu pathologische Hass der Polen (und deren Nachfahren) auf alles was mit Russland zusammenhängt, erschließt sich mir ohnehin nicht rational.
    In seinem Buch, welches ich bereits 1992 kaufte und las, prophezeit er einen Krieg zwischen der Rest-Sowjetunion und China. Denn nur dann, wenn sich beide potentiellen Gegner der USA selbst ausschalteten, könnten die USA die Nummer 1 in der Welt bleiben. Das allerdings steht dort nicht so plakativ wie bei mir; sondern verklausuliert.
    Helmut Schmidt kommentierte seinerzeit desillusioniert,
    man müsse dieses Buch leider Ernst nehmen.
    Intelligenz war nach meiner Auffassung noch nie die Sache Washingtons. Die „Gefahr“ aus China sehe ich genauso und in dieser Sache stehe ich persönlich eher hinter den USA als hinter China.
    Doch das hätte bedingt, dass Washington eine gute Beziehung (bis hin zum Militärbündnis) mit Russland unterhält. Denn nur so könnte China und dessen territoriale Wünsche eingehegt werden.

  2. Obama, das schrieb ich schon früher, machte den fundamentalen Fehler das neue Russland als „Feind Nr. 1“
    zu bezeichen. Dabei kann China nur dann künftig im Zaum gehalten werden, wenn USA und Russland an einem Strang ziehen.
    Trump, egal ob innenpolitisch getrieben oder nicht, macht genau den gleichen Fehler!

    Ich bin natürlich nicht der Meinung, dass USA und Russland gemeinsam gegen China vorgehen sollten.
    Wer das denkt, versteht mich gründlich falsch.
    Es geht aber darum, den Chinesen im Ostchinesischem Meer die Grenzen zu zeigen.

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