Jemen: Saudis bombardieren Schule, zehn Kinder tot


von

Saudi-Arabien hat am Samstag eine Schule im Jemen bombardiert, wodurch zehn Kinder ums Leben kamen und 28 verletzt wurden. Man vermutete Kindersoldaten in der Schule, lautet die Begründung für den Angriff.

Jemen
Sana“ von Ferdinand Reus from Arnhem, Holland – cropped version of Yemen. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons.

Am Samstag kamen bei einem Luftangriff Saudi-Arabiens auf eine Schule in der jemenitischen Stadt Haydan in der Provinz Saada zehn Kinder ums Leben. Dies meldeten die Ärzte ohne Grenzen (MSF), eine in Paris ansässige Hilfsorganisation, am Sonntag. Laut saudi-arabischem Militär habe man Kindersoldaten in der Schule vermutet. „Es gibt zehn tote Kinder und 28 verwundete, alle unter 15 Jahren, die Opfer von Luftangriffen auf eine Koranschule in Haydan geworden sind“, sagte MSF-Sprecher Malak Shaher gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag.

Shaher fügte hinzu, dass die MSF die Kinder in einem Feldlazarett in der Nähe der Schule notversorgt hatten, bevor sie in ein öffentliches Krankenhaus übertragen wurden. UNICEF berichtete ebenfalls über die Attacke und warnte vor einer „Intensivierung der Gewalt im ganzen Land“ und dass die Zahl der getöteten und verletzten Kinder im Land durch Luftangriffe, Straßenkämpfe und Minen „stark zugenommen“ habe. Die Houthis veröffentlichten Bilder der in Decken gehüllten toten Kinder auf Facebook.

Nachdem die Huthis im Sommer 2014 die Regierung im Jemen übernahmen, mischte sich Saudi-Arabien in die inneren Angelegenheiten des Landes ein und startete ab März 2015 Luftangriffe, um den verbündeten ehemaligen Präsidenten Mansour Hadi zurück an die Macht zu holen. Saudi-Arabien sieht die Houthi-Rebellen als Proxy des Iran, der als größter Widersacher in der Region gilt.

Die Houthis werfen Saudi-Arabien einen illegalen Angriffskrieg gegen das Land vor. Tatsächlich wurden Marktplätze und Wohngebiete von Saudi-Arabiens Luftwaffe bombardiert, wodurch bis heute mindestens 3.500 Zivilisten ums Leben kamen und 6.500 weitere verletzt wurden.

Quellen: telesur, telegraph, washingtonpost

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.