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02.09.1945: Japan unterzeichnet die Kapitulation


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Am 02. September 1945 unterzeichnete Japan die Kapitulation. Der Zweite Weltkrieg, der verheerendste Krieg der Menschheitsgeschichte, war damit offiziell beendet.

Japan Kapitulation 1945
Japan Kapitulation 1945, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1945 unterzeichnete Japan offiziell die Kapitulation. Damit war der Zweite Weltkrieg beendet. Vorsitzender der Alliierten war General Douglas MacArthur, die Zeremonie fand auf dem Schlachtschiff USS Missouri in der Bucht von Tokio vor Yokohama statt.

Die teilnehmenden alliierten Nationen waren die USA, China, Großbritannien, die Sowjetunion, Australien, Kanada, Frankreich, die Niederlande und Neuseeland. Dabei handelte es sich um das erste Mal in der Geschichte, dass eine ausländische Macht eine vollständige Invasion Japans erfolgreich durchführte.

Bis zum Sommer 1945 war die Niederlage Japans bereits sicher. Die japanische Marine und Luftwaffe waren zerstört. Die alliierte Seeblockade Japans und intensive Bombardierungen japanischer Städte hatten das Land lahm gelegt und die Wirtschaft zerstört.

„Operation Olympic“

Ende Juni eroberten die Amerikaner Okinawa, eine japanische Insel, von der die Alliierten eine Invasion starten konnten. US-General Douglas MacArthur wurde damit beauftragt, die Invasion war unter dem Codenamen „Operation Olympic“ für November 1945 geplant war.

Diese Invasion kündigten die Amerikaner als den „blutigsten Angriff aller Zeiten“ an und rechneten mit Kosten, die die Invasion der Alliierten in der Normandie um das Zehnfache übersteigen sollten. Am 16. Juli kam eine neue Option hinzu, als die Vereinigten Staaten ihre erste Atombombe in der Wüste von New Mexico erfolgreich testeten.

Zehn Tage später erließen die Alliierten die Potsdamer Deklaration und forderten die „bedingungslose Kapitulation aller japanischen Streitkräfte“. Die Nichteinhaltung würde „die unvermeidliche und vollständige Zerstörung der japanischen Streitkräfte bedeuten und ebenso unvermeidlich die völlige Verwüstung des japanischen Heimatlandes“.

Am 28. Juli reagierte der japanische Premierminister Kantaro Suzuki, indem er der Presse sagte, dass seine Regierung dem alliierten Ultimatum „keine Beachtung schenke „. Am 06. August 1945 ließen die USA über der japanischen Stadt Hiroshima eine Atombombe detonieren, wodurch 80.000 Menschen starben.

Nach dem Angriff in Hiroshima befürwortete eine Fraktion des Obersten Kriegsrats Japans die Annahme der Potsdamer Erklärung, doch die Mehrheit widersetzte sich der bedingungslosen Kapitulation.

Sowjetunion erklärt Japan den Krieg

Am 08. August verschlechterte sich Japans verzweifelte Lage erneut, als die Sowjetunion Japan den Krieg erklärte. Am nächsten Tag griffen sowjetische Truppen in der Mandschurei an, überrannten dort die japanischen Stellungen und eine zweite amerikanische Atombombe wurde auf die japanische Küstenstadt Nagasaki abgeworfen.

Kurz vor Mitternacht am 09. August berief der japanische Kaiser Hirohito den Obersten Kriegsrat ein. Nach einer langen, emotionalen Debatte unterstützte er einen Vorschlag von Ministerpräsident Suzuki, die Potsdamer Erklärung zu akzeptieren.

Allerdings bestand der Kaiser darauf, „dass die Erklärung keine Forderungen enthält, die die Vorrechte Seiner Majestät als souveränen Herrscher beeinträchtigen.“ Der Rat stimmte zu, am 10. August wurde die Nachricht an die Vereinigten Staaten weitergeleitet.

Am frühen 12. August antworteten die Vereinigten Staaten, dass „die Autorität des Kaisers und der japanischen Regierung, den Staat zu regieren, dem Oberbefehlshaber der Alliierten Mächte unterstellt sein wird.“

Nach zwei Tagen der Debatte über diese Antwort der Amerikaner sagte Kaiser Hirohito, dass der Frieden der Zerstörung vorzuziehen sei. Er befahl der japanischen Regierung, einen Text vorzubereiten, der die Kapitulation akzeptiert.

In den frühen Morgenstunden des 15. August gab es einen Militärputsch durch eine Fraktion unter Führung von Major Kenji Hatanaka. Der kaiserliche Palast wurde erobert und die Residenz von Ministerpräsident Suzuki niedergebrannt. Kurz nach Tagesanbruch wurde der Putsch niedergeschlagen.

Am Mittag dieses Tages ging Kaiser Hirohito zum ersten Mal ins Nationalradio, um die japanische Kapitulation bekannt zu geben. „Wir haben uns entschlossen, allen zukünftigen Generationen den Weg zu einem großen Frieden zu bereiten, indem sie das Unerträgliche ertragen.“ Die Vereinigten Staaten akzeptierten die Kapitulation Japans.

Kosten und Opferzahlen

Während des Zweiten Weltkrieges wurden etwa 30-50 Millionen Menschen getötet, die Hälfte davon Zivilisten. Das sind etwa zwei bis drei Mal mehr als im Ersten Weltkrieg. Gesamtkosten des Kriegs für alle Länder: 1,6 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich: Der Erste Weltkrieg kostete 300 Milliarden US-Dollar. Die Zahlen sind natürlich nicht inflationsbereinigt.

Die Opferzahlen nach offiziellen Daten: Sowjetunion 20 Millionen, Polen 4,32 Millionen, Deutschland 4,2 Millionen, China 2,2 Millionen, Jugoslawien 1,7 Millionen, Japan 1,219 Millionen, Frankreich 600.000, Rumänien 460.000, Ungarn 420.000, Italien 410.000, USA 406.000, Großbritannien 388.000, Tschechoslowakei 365.000, Österreich 334.000, Niederlande 210.000, Griechenland 160.000 und Belgien 88.000.

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