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09.09.1942: Japanisches Flugzeug bombardiert die USA


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Am 09. September 1942 bombardierte der japanische Pilot Nobuo Fujita einen Wald bei Brookings in Oregon, USA. Dabei handelte es sich um den einzigen Luftangriff, der jemals auf dem Festland der USA durchgeführt wurde.

Fujita
Japan bombardiert USA Fujita, Bild: Gegenfrage.com, Flaggen gemeinfrei

An diesem Tag im Jahr 1942 warf ein japanisches Wasserflugzeug Brandbomben auf einen Wald bei Brookings im US-Bundesstaat Oregon. Dabei handelte es sich um den ersten und einzigen Luftangriff auf das amerikanische Festland, der jemals durchgeführt wurde.

Nobuo Fujita, der vom japanischen U-Boot I-25 startete, steuerte sein Leichtflugzeug über den US-Bundesstaat Oregon und bombardierte den Mount Emily. Sein Auftrag war es, massive Waldbrände in den USA auszulösen, um Ressourcen des US-Militärs aus dem Pazifik abzuziehen.

Allerdings stürzte er mit seinem Flugzeug in dem Wald ab. Es entstand ein Feuer, das der US Forest Service jedoch rasch löschen konnte. Die Überreste der 27 kg-Brandbombe wurden an die US Army übergeben. Eine zweite Bombe, die abgeworfen worden sein müsste, wurde nicht gefunden.

Der Präsident verhängte eine sofortige Nachrichtensperre, um die Moral der US-Truppen und der Bevölkerung nicht zu schwächen. Großen Schaden richtete Fujita zwar nicht an, der Angriff blieb von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Doch sicherte er sich damit seinen Platz in den Geschichtsbüchern als einziger Mensch, der jemals die Vereinigten Staaten aus der Luft bombardiert hat.

Das U-Boot torpedierte und versenkte die SS Camden und SS Larry Doheny und segelte dann zurück nach Japan. Auf dem Weg versenkte die I-25 das sowjetische U-Boot L-16, das zwischen Dutch Harbor, Alaska , und San Francisco, Kalifornien lag. Man hielt es für ein amerikanisches U-Boot. Japan und die Sowjetunion befanden sich zu dieser Zeit nicht im Kriegszustand.

Nachwirkungen

Zurück in Japan bildete Fujita für die restliche Zeit des Krieges Marinepiloten aus. Im Jahr wurde er 1962 nach Brookings eingeladen, nachdem der japanischen Regierung versichert worden war, dass er nicht als Kriegsverbrecher vor Gericht gestellt werden würde.

Er überreichte Vertretern der Stadt das 400 Jahre alte Samurai-Schwert seiner Familie, um seine Freundschaft zu demonstrieren. Während des Kriegs war Fujita beschämt aufgrund seiner Taten und hatte vor, mit dem Schwert „Seppuku“ (Selbstmord) zu begehen, im Falle eines feindseligen Empfangs.

Jedoch behandelte die Stadt ihn mit Respekt und Zuneigung, obwohl sein Besuch noch einige Kontroversen aufwarf. Beeindruckt von seiner Begrüßung in den Vereinigten Staaten lud Fujita 1985 drei Studentinnen aus Brookings nach Japan ein.

Während des Besuchs an der Brookings-Harbour High School erhielt Fujita einen Widmungsbrief von einem Berater Ronald Reagans, in der dieser seine „Bewunderung für Ihre Freundlichkeit und Großzügigkeit“ ausdrückte.

Fujita kehrte 1990, 1992 und 1995 nach Brookings zurück. 1992 pflanzte er als Zeichen des Friedens einen Baum an der Stelle, wo er 1942 die Brandbombe abgeworfen hatte. Im Jahr 1995 brachte er das Samurai-Schwert aus der Brookings City Hall in die Vitrine der neuen Bibliothek.

Am 30. September 1997 wurde er vor seinem Tod zum Ehrenbürger von Brookings ernannt, als er im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus in Tsuchiura, Japan, lag. Im Oktober 1998 begrub seine Tochter Yoriko Asakura einen Teil Asche Fujitas an der Stelle der Bombardierung.

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