Italiens Grillo: Der Euro ist eine Oligarchen-Währung


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In Europa erhalten euro- und EU-kritische Parteien aufgrund der anhaltenden Systemkrise immer mehr Zulauf. In Italien fordern zwei Parteien den Austritt aus der Eurozone, eine davon – die Fünf-Sterne-Bewegung – ist sogar die zweitstärkste Partei Italiens im Europaparlament.

Europas Bürger wollten ihn nie haben,
trotzdem ist er da: Der Euro

Zwei italienische Parteien planen, das Land zu einem Austritt aus der Eurozone zu bewegen. So bezeichnete die MoVimento 5 Stelle (Fünf-Sterne-Bewegung) den Euro am Mittwoch als „für Deutschland und Finanzoligarchen“ ausgelegte Währung.

Die Partei erklärte, dass sie am Samstag eine Petition starten werde, um die Regierung zu einem Referendum über Italiens Austritt aus der Eurozone zu zwingen. „Die Frage ist nicht, ob wir den Euro verlassen, sondern dass wir ihn schnellstmöglich verlassen“, sagte der Vorsitzende der Bewegung, Beppe Grillo. Ebenfalls am Mittwoch sagte Matteo Salvini, Vorsitzender der Lega Nord: „Wir wollen den Euro verlassen.“ Salvini fügte hinzu, er vermisse die Zeit, in der Italien die Lira benutzte und eine hohe Inflationsrate hatte, mit dem Resultat, dass „die Menschen arbeiteten und konsumierten.“

„Die EU versucht, ein System zu reparieren, das grundsätzlich falsch ist und sich in den Händen von Banken und Finanziers befindet“, sagte er. „Europa kann heute nicht reformiert werden, sondern muss zu Boden geworfen und von Grund auf neu aufgebaut werden.“



Die Lega Nord gilt als rechts und erreichte bei den Europawahlen 2014 6,15 Prozent der Stimmen und fünf Sitze. Die Fünf-Sterne-Bewegung erhielt sogar 21,15 Prozent der Stimmen und 17 Sitze und ist damit die zweitstärkste Partei Italiens im Europaparlament.

Auch in anderen europäischen Ländern wie etwa Frankreich und Großbritannien erhalten Parteien, welche der Gemeinschaftswährung und der Europäischen Union kritisch gegenüberstehen, immer mehr Zulauf.

12 Kommentare

  1. „Finanzoligarchen-Währung“
    Ja, auf jeden Fall.
    „Währung für Deutschland “
    Mit Sicherheit nicht fürs Fußvolk. Das hat nämlich an der Währungsreform zu knabbern.
    “Wir wollen den Euro verlassen.”
    Dann mal los und zwar schnell. Liebe Italiener, bitte macht den 1. Schritt, ich glaube, daß Viele folgen werden !

  2. Er hat absolut Recht.
    Schaut euch die ARD 1 Doku „Steuerfrei – Wie Konzerne Europas Kassen plündern“ an, dann werdet ihr feststellen wie Recht er hat…
    J.C. Juncker mti seinem Steuerhintertziehungsprogramm ist einer der ersten Architekten dieses modernen neofeudalistischen Korporatismus gewesen.

    Testfrage: Welches Gebiet ist nicht weit von Brüssel entfernt, aber nicht Teil der EU? Es unterliegt nicht den ganzen EU-Gesetzen. Ja das gibt es und die Frage lautet, warum ist das so? Wer profitiert davon? Nein, nicht die Schweiz, die ist bereits de-facto eingebunden. Auch nicht Liechtenstein oder Andorra, Vatikan, Monaco oder Norwegen, alles zu weit weg.

    Antwort: Es sind die Kanalinseln und die Isle of Man, gleich vor der Haustür. Sie sind kein Teil von Grossbritannien, sondern sind direkt als Kronbesitz der britischen Krone unterstellt. Sie gehören Königin Elisabeth II als Privatbesitz wenn man so will und unterliegen nicht den EU-Gesetzen. Das ist das Schlupfloch welches sich die kriminelle Elite für ihre Finanzgeschäfte offen gelassen hat. Dort befinden sich hunderte Versicherungsunternehmen, Finanzinstitute und Hedge-Fonds. Darüber spricht keiner, sondern es wird nur auf die anderen angeblichen Steueroasen als Ablenkung mit dem Finger gezeigt. Angeblich deswegen, weil wenn man in einer Steuerhölle lebt wie in der EU, wo man 3/4 des Jahres als Zinssklave für den Staat arbeitet, dann ist jedes Land mit akzeptablen Steuersätzen eine Oase.

  3. Liebe italiener! Liebe Fünf-Sterne-Bewegung!

    Leider sitzt ihr hier einem Fundamentalen Fehler auf. Der Deutsche ist mit nichten auf den Euro scharf! das sind diese Parasiten in Berlin und Frankfurt! welche sich ihre Taschen bis zum Brechen auf des Steuerzahlers Kosten vollmachen! Ähnlich wie eure Mafia! nur eben Legal. Wobei?? Ich glaube die Mafia hat wenigstens noch so etwas wie einen Ehren-Kodex! Was man von unseren Regierungszecken und Atlantikbrücken-Arschkriecher nicht behaupten kann.Ich hoffe daß dieser Alptraum bald ein Ende hat und wir uns an der Riviera in Frieden und mit D-Mark und Lira einen netten Abend machen können. Mit freundlichem Gruß- ein Deutscher.

  4. Ständig immer wieder dieses Zeug zu lesen was sowieso jeder weiß, nervt.
    Schließt Euch lieber einer Bewegung an die den Euro wieder abschaffen will und außerdem dann wieder demokratische Verhältnisse in Deutschland schaffen.
    Konzerne enteignen die keine Steuern zahlen oder vermeiden, harte Strafen für kriminelle Ausländer plus Ausweisung, Löhne verdreifachen, Mieten halbieren oder Immobilienriesen verstaatlichen, Staatsdiener Rente einzahlen lassen, Pensionen auf Rentenniveau, Todesstrafe für Korruption,
    Haftung für Staatsdiener, usw., man dieses Land ist eine einzige Baustelle.

  5. Wenn mam wie ich in der Nähe zu Dänemark wohnt, kann man erkennen, dass die Dänenkrone ziemlich stark in der letzten Zeit an Wert gegenüber dem Euro verloren hat.

    Viele Dänen sind froh schon lange vor ihren Weihnachtseinkäufen ihre Dänenkronen in Euro umgetauscht zu haben. In Flensburg hört man im Moment fast nur noch dänisch in den Geschäften. Im Euroland Deutschland ist eben Vieles günstiger als im Kronen-Königreich – da staunt der Warenfachmann und der Devisenfachmann wundert sich.

    Über Grillo kann man nur schmunzeln – er ist ein echter Clown, der es versteht sein Publikium zu begeistern.

  6. @Eckart
    Fahren Sie mal nach Greichenland und gehen Sie mal in Lidl Discountern dort. Sie werden ein blaues Wundner erleben!
    Achja und Beppe Grillo hat sehr wohl Recht mit seiner Aussage.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schwarzgeld-griechen-sollen-milliarden-ins-ausland-geschafft-haben-a-853425.html
    Superreiche Griechen haben dank dem Euro und den billigen Zinsen viel Geld in ihre eigene Brieftasche gewirtschaftet…
    Allein in der Schweiz sollen die superreichen Griechen mehr als 260 Mrd. € bunkern. Telegraph berichtete 2012, dass superreiche Griechen sogar 600 Mrd € weltweit in Steueroasen bunkern.

    Anstatt bei diesen schwerkriminellen und bei Juncker sich das Geld holen um Staatshaushalte zu sanieren, werden der europäische Mittelstand und die Rentner gemolken.
    DIe EU ist ein Paradies für Wirtschaftskriminelle, für Banksters und für steuerhinterziehe Konzerne!

  7. @ Almano, ich glaube du hast es nicht verstanden —– Es ist doch egal was da auf den Scheinen steht, es ist Papier. Aber dieser Clown da in Italien will nur Stimmen sammeln, und diese Stimmen bringen ihm persönlich Geld auf sein Konto.
    Mach doch selbst eine eigene Geldclownpartei auf. AlGore hat z.B. mit CO2 Millarden $ auf sein Konto gebracht. – Also denk dir was aus!

    Einer der Rothschild Enkel ist gerade dabei mit „Plastikmüll“ Millionen auf sein Konto zu bringen.

    Regen wird in Kalifornien zum Mangel – wo Magel ist ist auch Geld zu machen. Also jammer nicht rum und mach Millionen mit einer guten Idee!!!

  8. Im Grunde geht es nur ums Geld.Geld ist Macht. Die Personen die Geld benötigen sind hoerig und abhängig. Geld ist zudem eine virtuelle Zahl im Computer, die beliebig erzeugt werden kann und nie alaltert.Alles altert in der Welt nur nicht Geld. Alleine der Glaube, Geld – eine elektronische Zahl ist ein Wert, zeigt wie naiv wir sind.

  9. Und wer wollte unbedingt dieses Europa mit diesem Euro ganz schnell aufbauen ? Ich glaube doch wohl speziell Deutschland. Hätte Deutschland damals schon am Flughafen in Berlin usw. rumgebastelt hätten alle anderen EWG-Staaten gewusst das es schief gehen muss. Zu spät. Nun nicht lange fackeln und schnell wieder raus aus diesem Dilemma damit das nicht ins uferlose abgleitet. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
    Russland wird uns letztlich auch noch mit seinen übermächtigen Verbündeten den Rest verpassen wovon wir uns so schnell nicht mehr erholen.

  10. Der Euro ist gut. Das Geldsystem ist das Übel und schafft alle Probleme. Die Staaten,nicht die Banken muessen wieder Herr ueber das Geld werden. 90 Prozent unseres Geldes ist elektronisches Geld, das die Banken aus dem Nichts herstellen und mit dem wild spekuliert wird. Nur 10 Prozent des Geldes sind Muenzen und Banknoten der Zentralbank. Erst wenn man das Geldsystem versteht, erkennt man die Zusammenhänge. Dazu gibt es jetzt ein Buch-Titel Vollgeld , Unser Weg aus der Finanzkrise.

  11. @ Nachdenker

    Ich empfehle nachzudenken, von wegen der Euro ist gut.
    Leiden die Südländer, die nicht mehr abwerten können, ja oder nein?
    Der Euro wird keinen Bestand haben. Nur die besonders wettbewerbsfähigen EU Staaten, wie Deutschland, Niederlande, Österreich, profitieren vom billigen Euro, der für die Südländer aber zu teuer ist.
    Aber einen Vorteil hat Deutschland damit nicht, denn die Franzosen haben längst deutsche Ausgleichszahlungen für den (von Paris selbst eingebrockten) Wettbewerbsvorteil des Euro verlangt.
    Man kann es drehen und wenden wie man will: Deutschland ist immer schuld.
    Und dieser elende Gaukler hat sogar schon die künftige, noch nicht geborene, deutsche Generation zum weiteren Zahlen verdammt.

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