Israel nötigt Bundesregierung zu Iran-Angriff


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Israelische Politiker üben angeblich massiven Druck auf Berlin aus. Grund sei die weitere Ablehnung einer militärischen Intervention gegen den Iran, wie israelische Medien berichten.

Die deutsche Bundesregierung hat offenbar eingewilligt, wirtschaftliche Sanktionen gegen den Iran zu verhängen, wie Außenminister Westerwelle und Wirtschaftsminister Rösler bekannt gaben. Grund dafür sei der niederschmetternde Bericht der IAEA, demzufolge der Iran Kernwaffen entwickelt. Doch offenbar ist das der israelischen Regierung nicht genug. Ein Team aus hochrangigen Offiziellen reist einem Bericht der Jerusalem Post zufolge nach Berlin, um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen.

Härtere Sanktionen seien unvermeidbar, wenn sich der Iran weiterhin weigere, mit der IAEA zusammenzuarbeiten, sagte Westerwelle am Montag im Gespräch mit EU-Ministern in Brüssel. Man beabsichtige nun zu diskutieren, wie die Sanktionen weiter verschärft werden könnten. Die Geschäfte zwischen Deutschland und dem Iran belaufen sich dem Bericht zufolge jährlich auf rund 4 Milliarden Euro. Somit ist Deutschland der größte europäische Handelspartner des Iran. Wie die Jerusalem Post vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erfahren haben will, prüfe man dort nun sämtliche Einzelheiten. Westerwelle erwähnte mögliche Reiseverbote für iranische Beamte und das Einfrieren von Bankkonten.



Die Zeitung kritisiert die Kluft zwischen der Bundesregierung und Israel in Bezug auf eine militärische Operation im Iran. Während britische und niederländische Außenminister bei einem Treffen in Brüssel am Montag militärische Interventionen nicht ausgeschlossen hatten, weigere sich Westerwelle weiterhin kategorisch gegen einen Angriff. Und dies, obwohl Deutschland sich (vermutlich aufgrund seiner Vergangenheit, Anm. d. Red.) als einziges EU-Land dazu verpflichtet habe, für israelische Interessen einzustehen wie für seine eigenen, so die Zeitung abschließend.

Laut einer Umfrage betrachten übrigens 60 Prozent aller Europäer Israel als die größte Bedrohung für die Sicherheit der Welt. Dennoch wird in Deutschland selbst nach 66 Jahren noch immer jeder Versuch, die Ereignisse rund um den Holocaust im Zweiten Weltkrieg, um den sich auch heute noch nahezu jede Diskussion bezüglich Israel dreht, kritisch zu untersuchen, mit empfindlichen Geldbußen und Freiheitsstrafen geahndet.

2 Kommentare

  1. Dass der Vorfall, der nicht untersucht werden darf eine Erfindung der Juden ist,diese Erkenntnis hat sich dank zahlreicher Historiker des Auslands bereits genug Gewicht verschafft,und auch in Deutschland werden sich die Verhältnisse diesbezüglich ändern.Die Wahrheit lässt sich eben nicht endlos unterdrücken.

  2. Keine Ahnung, aber als Grund für einen Schutz Israels sollte das einfach nicht mehr herhalten. Nach 18 Billionen Euro an Zahlungen an diesen aggressiven Staat sollte Deutschland langsam mal damit in Ruhe gelassen werden, oder?

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