Israel entdeckt riesige Ölvorkommen in den Golanhöhen


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In den Golanhöhen wurden angeblich so große Ölvorkommen entdeckt, sodass Israel für Jahrzehnte energieautark werden dürfte. Israel? Das Gebiet gehört völkerrechtlich zu Syrien. Die Bohrlizenz wurde jedoch bereits 2013 an eine israelisch geführte Rothschild-Firma aus den USA vergeben.

Israelische Ölsucher haben riesige Ölvorkommen in den besetzten Golanhöhen entdeckt, melden israelische Medien. Der Ölfund hat das Potenzial, Israel für Jahrzehnte energieautark zu machen, meldet die Jewish Press.

Dr. Yuval Bartov, Chefgeologe beim israelischen Energiekonzern Afek Oil and Gaz, bestätigte den Fund in den israelischen Kanal 2-Nachrichten. Afek ist eine Tochtergesellschaft von Genie Energy, einem US-Unternehmen aus New Jersey.

Aber wieso Israel? Die Golanhöhen gehören völkerrechtlich zu Syrien, werden jedoch seit dem Sechstagekrieg von 1967 zwischen Israel und einigen arabischen Staaten illegal besetzt. Laut UN-Resolution 242 (1967) muss sich Israel aus den besetzten Gebieten zurückziehen. Israel widerspricht der Resolution und betrachtet den Sechstagekrieg als „Präventivkrieg“. Ministerpräsident Netanjahu äußerte in der Vergangenheit bereits des öfteren, dass er sich UN-Resolutionen nicht verpflichtet fühlt.

Genie Energy erhielt bereits 2013 die Lizenzen für die Ölförderung in den Golanhöhen. Das Unternehmen wurde 2013 von einem ehemaligen israelischen Kabinettsminister geleitet, vom ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney empfohlen und zwei der Top-Aktionäre heißen Jacob Rothschild und Rupert Murdoch. Man kennt sich halt.

4 Kommentare

  1. Wie weit darf Russland da mit der Unterstützung Assads gehen?? Da scheint die rote Linie auf den Golanhöhen zu laufen, und man versteht auch noch besser das Engagement der Israelis beim Sturz von Assad, beziehungsweise bei der Zerstörung und Auflösung Syriens. Wenn es den Staat Syrien nicht mehr gibt, gibt es auch keinen Anspruch auf die Golanhöhen. Über kurz oder lang wird Israel nicht mehr das „auserwählte Volk Gottes“ sein. Denn um diese Rolle zu stemmen, muß man auch gottgleiche Eigenschaften haben. Und die vermisse ich bei der israelischen Regierung komplett! Irgendwann sucht sich „Gott“ ein anderes Volk. Durch die Herleitung einer Rechtfertigung dieses selbstherrlichen Verhaltens aus dem vorher genannten „religiösen Sonderstatus“ mögen zwar ein Teil der Israelis sich einen bequemen Polster für eine ruhige Nacht nähen, aber eines tages werden sie aus ihrem Machttraum unsanft geweckt werden. Und Gott wird ihnen nicht beistehen. Denn wenn sie die Eigenschaften Gottes negieren, die die Voraussetzung zur Erfüllung dieses hohen Anspruches darstellen, wird Gott sie in Zukunft auch negieren. Und sich ein neues Volk suchen. Allerdings glaube nicht, daß Gott ein außerwähltes Volk hat, sondern jene Menschen gehören zum außerwählten Volk, die Gott lieben und nach seinen natürlich gegebenen Gesetzen leben. Aber das wissen jene Protagonisten der expansiven Politik Israels ganz genau. Diese religiöse Rechtfertigung dient als Keule gegen jede Kritik. Selbst an Kritik an Menschenrechtsverletzungen, die Israel tagtäglich an Palästinenser begeht. Aber fairerweiser muß man klar sagen, daß diese hegemoniale Politik sicher nur von einer Minderheit der israelischen Bevölkerung wirklich mitgetragen wird. Der Rest ist zum gefesselten Zuschauer degradiert.

  2. Anektieren??
    Golanhöhen :
    International anerkannt als Teil Syriens, befinden sich die Golanhöhen seit 1967 großteils unter israelischer Kontrolle. Israel verwaltet die annektierten Gebiete als Teil seines Nordbezirks; Syrien beansprucht das Gebiet komplett.

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