Israel bereitet Krieg gegen Libanon vor


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Israels Vorbereitungen für einen Krieg gegen die libanesische Hisbollah laufen auf Hochtouren. Da die Einsatzkräfte der Hisbollah laut israelischen Experten zunehmend mit Libanons Streitkräften zusammenarbeiten, stehe man einer vollwertigen militärischen Organisation gegenüber.

„Israeli F-16s at Red Flag“ von Master Sergeant Kevin J. Gruenwald - defenseimagery.mil. Lizenz: Gemeinfrei, Wikimedia Commons.
Israeli F-16s at Red Flag“ von Master Sergeant Kevin J. Gruenwald – defenseimagery.mil. Lizenz: Gemeinfrei, Wikimedia Commons.

Israelische Militärstrategen sagten, dass eine Konfrontation mit den Streitkräften der libanesischen Hisbollah nur eine Frage der Zeit sei. Daran gebe es „keinerlei Zweifel“, meldet Alahed News. Die Hisbollah kontrolliere bereits einige strategisch wichtige Punkte in Syrien, unter anderem im Grenzgebiet der von Israel besetzten Golanhöhen. Nach Einschätzung der israelischen Armee besteht eine Notwendigkeit der Verteidigung gegen die libanesischen Truppen.

Israels Geheimdienst untersucht seit langem die Schlagkraft der Hisbollah und analysiert verfügbare Waffen. Diese hätten zwar nicht die höchste Feuerkraft, seien jedoch äußerst präzise, einige davon seien Eigenproduktionen. „Die Hisbollah war einst ein kleines zeitweiliges Ärgernis“, schreibt Fars News, „doch heute ist man sich einig, dass Israel einer vollwertigen militärischen Organisation gegenübersteht.“

Zudem haben Israels Militärexperten in den vergangenen Wochen eine historische Annäherung zwischen der Hisbollah und dem libanesischen Militär festgestellt. So hätten die Hisbollah und libanesische Truppen etwa gemeinsame Patrouillen im Grenzgebiet durchgeführt, heißt es. Israelische Militärs stellen sich nun die Frage, wie tief die Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien ist.



Israels Regierung fühlt sich durch diese Entwicklungen bedroht und hat ihre Bedenken bereits den USA mitgeteilt. Es bestehe laut Israel zudem die Gefahr, dass der Iran die Organisation über Lager in Syrien mit Waffen zu versorgen gedenkt. Die Art und Qualität der Waffen, welche in den Libanon geliefert werden, müssten kontrolliert und begrenzt werden. Die Hisbollah hat zudem genügend Mitglieder im Parlament und stellt eine ausreichende Anzahl Minister, um wichtige Entscheidungen zu beeinflussen.

Derzeit sei zwar niemand auf beiden Seiten an einem militärischen Konflikt interessiert. Doch es sei „allen klar, dass der kleinste Vorfall eine Kettenreaktion und damit den Dritten Libanonkrieg auslösen könnte.“ Als „Vorsichtsmaßnahme“ hat die israelische Armee bereits zahlreiche Straßensperren und Hindernisse in der Nähe von Schelomi aufgebaut, nicht weit von der Grenze zum Libanon. Damit soll ein unbemerktes Überqueren der Grenze verhindert werden.

In einigen Bereichen hat die Armee künstliche Gräben errichtet und Mauern aufgestellt. Vorbereitungen und Notfallmaßnahmen seien voraussichtlich in Kürze abgeschlossen, sagten israelische Offiziere. Sobald die Feindseligkeiten ausbrechen, werden die nördlichen Gemeinden evakuiert. Dort werden dann Bataillone des Israelischen Militärs aufgestellt. Die Evakuierungspläne seien bereits fertiggestellt, ebenso die Angriffspläne.