Israel baut Mauer gegen Flüchtlinge


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Während die USA den Nahen Osten dem Erdboden gleichmachen, paramilitärische Organisationen unterstützen und Hunderttausende Menschen aus ihrer Heimat vertreiben, mauert Israel die Grenzen zu. Das Land sei zu klein, um Flüchtlinge aufzunehmen.

Defense.gov photo essay 110325-D-XH843-010“, Lizenz: Public Domain via Wikimedia Commons.

Inmitten der größten Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg hat die einzige Demokratie im Nahen Osten (Israel) mit dem Bau einer 30 Kilometer langen Trennmauer an der Grenze nach Jordanien begonnen, um Flüchtlinge an einer Einreise ins Land zu hindern. Während einer wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass er damit „Terroristen“ davon abhalten wolle, ins Land einzureisen.

Zudem sei Israel „zu klein„, um Flüchtlinge aufzunehmen, fügte Netanjahu hinzu. „Wir können nicht erlauben, dass Israel von Eindringlingen überflutet wird.“ Am mangelnden Platz scheint es jedoch eher nicht zu liegen, da er selbst erst in diesem Jahr alle Menschen jüdischen Glaubens aus der ganzen Welt zu einer „Masseneinwanderung nach Israel“ aufrief. Wie auch immer, es gibt innerhalb Israels auch Widerstand gegen Netanjahus Haltung. Wie etwa von Isaac Herzog, Oppositionsführer der Zionistischen Union, welcher sagte, Israel solle die Grenzen für Flüchtlinge öffnen. Palästinas Präsident Mahmud Abbas schlug vor, Flüchtlinge im Westjordanland unterzubringen.

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro nannte am Sonntag die USA als Ursache für die Krise. Europa müsse nun mit der Katastrophe umgehen, die die USA verursacht haben. „Wer hat den Irak dem Erdboden gleichgemacht? … Wer bombardierte Libyen? Wer hat das Leben von mehr als 100.000 Libyern ausgelöscht? Wer bombardiert nun Syrien? Wer hat die Terroristen finanziert, die jetzt alles zerstören?“



Israel beendete den Bau einer 230 Kilometer langen Mauer entlang der ägyptischen Grenze im Jahr 2013; weitere Zäune und Mauern befinden sich an der Grenze zum Libanon, zum Westjordanland sowie in den von Israel besetzten syrischen Golanhöhen.

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