Isländischer Abgeordneter: NATO ist eine "Struktur der Vergangenheit"


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Islands früherer Innenminister Ögmundur Jonasson sagte am Donnerstag, dass die NATO eine „Struktur der Vergangenheit“ sei und heutigen Herausforderungen nicht mehr gerecht werde. Er beantragte beim Parlament eine Volksabstimmung über den Verbleib Islands in dem windigen Militärbündnis.

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Die NATO in ihrer jetzigen Form sei eine veraltete Struktur und könne den heutigen Herausforderungen nicht gerecht werden, sodass Island kein Teil der Allianz sein sollte, sagte der Vorsitzende des Verfassungs- und Überwachungsausschusses bei Althinghi im isländischen Parlament, Ögmundur Jonasson am Donnerstag.

„Ich bin dagegen, zu einem Militärbündnis wie der NATO anzugehören und ich glaube, es handelt sich um eine Struktur der Vergangenheit. Deshalb bin ich gegen eine Zusammenarbeit im Rahmen der NATO“, so der ehemalige Innenminister. Er fügte hinzu, dass er einen Gesetzentwurf an das isländische Parlament vorgelegt habe mit der Forderung um eine Volksabstimmung darüber, ob Island in der NATO bleiben solle oder nicht.

„Ich denke, es gibt heute eine größere Bereitschaft für einen Austritt aus der NATO, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Ich sehe militärische Bedrohungen anderswo in der Welt, als in den nördlichen Teilen,“ fügte er hinzu. Jonassons Links-Grüne Bewegung bekämpft die NATO-Mitgliedschaft bereits seit 2011.

Kürzlich besuchte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg Island zu Gesprächen über Sicherheitsfragen, wie etwa die aktuelle Situation in der Ukraine. Er tauschte sich mit Islands Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson und einer Reihe anderer hochrangiger Beamter aus und lobte Reykjavik für die „wichtigen Beiträge zur NATO und der internationalen Sicherheit.“

4 Kommentare

  1. Die schlimmsten Befürchtungen der Linken sind wahr geworden:
    Die NATO ist zu einem Agressionsbündnis geworden!
    Leider muß man das offen zugeben.
    „Wir“ sind heute das Problem für den Weltfrieden, das der Kommunismus von 1917 bis 1990 war

    Austritt der BRDDR JETZT!

  2. Ich weiß nicht, – vielleicht sehe ich das falsch, – aber ich habe dazu eine andere Meinung.
    Ich meine eben nicht, dass es sich hier um eine „Struktur der Vergangenheit“ handelt, sondern eher, dass sich die heutige Struktur erheblich von der urspünglichen Aufgabenstellung entfernt hat. Dazu haben sich auch neue Ziele etabliert, die mit denen, die einmal Vorgabe waren, kaum mehr etwas gemein haben.
    Der Hauptpunkt ist, – dass es früher mal ein VERTEIDIGUNGS-Bündnis war, und es heute zum ANGRIFFS-Bündnis mutiert ist.
    Das Ganze hat weniger mit „Nord“ oder „Süd“ zu tun, als mit der Zielrichtung gerade derjenigen, die hier maßgeblich am Rädchen drehen.
    Solange diese Agressoren nicht zum Umdenken gezwungen werden, solange gewisse Hegemonialmächte nicht kapieren, dass es so nicht geht, wie sie es andauernd zum Schaden der Zivilbevölkerung vormachen, – solange wird sich auch am Konzept der NATO nichts ändern, – und deshalb kommen auch nur solche Leute wie Rasmussen zum Zug.
    Aber , – warten wirs ab, -bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt.

  3. Hey Jungs!

    Ich empfehle die NATO Dokumente im Original zu lesen. Wenigstens für die letzten 30 Jahre. Ist interessant…

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