ISIS: Pentagon erwägt Luftangriffe auf Syrien


von

Um gegen die ISIS-Gruppe zu kämpfen erwägt das Pentagon offenbar Luftangriffe auf Syrien. Alle Optionen dafür seien auf dem Tisch, sagten der US-Verteidigungsminister und der höchste General. Laut NSA-Dokumenten wurde ISIS durch britische, israelische und amerikanische Geheimdienste gegründet und ausgebildet.

USA, Militärhubschrauber
Bild: Wikipedia

Während eines Pentagon-Briefings sagte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel, dass die US-Luftangriffe dazu beigetragen hätten, dass irakische und kurdische Kräfte im Irak wieder Oberhand gewannen. Doch nun erwarte er, dass die ISIS-Kämpfer (Islamischer Staat im Irak und Syrien) sich neu formierten und eine Offensive in Syrien starteten.

Joint Chiefs Chairman Gen. Martin Dempsey sagte, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht geklärt sei, ob es Luftangriffe auf Syrien geben werde. Das Problem müsse in jedem Fall diplomatisch, politisch und militärisch von den USA und regionalen Partnern angegangen werden. Auf die Frage, ob man ISIS mit al-Kaida vergleichen könne, sagte Hagel, dass die Kämpfe im Norden des Irak „über allem“ stünden, was er „jemals gesehen“ habe. ISIS sei nicht nur eine Terrorgruppe, sondern verbinde Ideologie, Strategie und militärische Fähigkeiten, was eine ganz neue Qualität der Bedrohung darstelle. Hagel betonte, dass „alle Optionen auf dem Tisch“ lägen, inklusive Luftangriffe auf Syrien.

Die USA hätten ihre Militäraktionen im Irak zwar reduziert, doch sei man nun besorgt, dass die militante Gruppe möglicherweise von sicheren Positionen in Syrien aus operiere.

Zuletzt erschienen in internationalen Medien Berichte, in welchen in Berufung auf NSA-Dokumente behauptet wurde, dass die ISIS-Gruppe durch die britischen, israelischen und amerikanischen Geheimdienste MI6, Mossad und CIA gegründet, finanziert und ausgebildet wurde.