Iran vergleicht Netanjahu mit „Der Schäfer und der Wolf“


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Irans Außenminister Zarif verglich das Gebrüll Netanjahus in Bezug auf das iranische Atomprogramm mit der Kindergeschichte „Der Schäfer und der Wolf“. Der stellvertretende Außenminister bezeichnete Netanjahus Meinung zum Atomdeal als „nicht interessant“.

Netanjahu Der Schäfer und der Wolf
Netanjahu Der Schäfer und der Wolf, Bild: Gegenfrage.com, Flagge gemeinfrei

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif verglich die Warnungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, der seit 26 Jahren vor der „fast fertigen iranischen Atombombe“ warnt, mit der Geschichte „Der Schäfer und der Wolf“.

In der Geschichte ruft ein Schäfersjunge aus Langeweile „Wolf“ und macht sich über die herbeieilenden Dorfbewohner lustig, die ihn retten wollen. Eines Tages begegnet er tatsächlich einem Wolf. Als er um Hilfe ruft, kommt keiner der Dorfbewohner mehr herbeigeeilt. Die Moral: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht“.

Der iranische stellvertretende Außenminister Abbas Araqchi fügte hinzu, dass Netanjahu ein sinnloses Kinderspiel spiele. Darüber hinaus betonte er, dass diese Vorwürfe gegen Teheran durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) bereits als falsch erwiesen worden seien.

Netanjahus Meinung „nicht interessant“

Seit der Unterzeichnung des sogenannten Atomdeals zwischen den P5+1 und dem Iran überwacht die IAEO die Einhaltung der Verpflichtungen des Iran im Rahmen des Nuklearabkommens. Irans Außenministerium wirft Israel vor, US-Präsident Trump bezüglich des Abkommens zu beeinflussen.

Teheran sei auf jedes Szenario bezüglich des Atomdeals vorbereitet. Netanjahus Meinung spiele in dieser Angelegenheit jedoch keine Rolle und sei „nicht interessant“.

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presstv

4 Kommentare

  1. Wer würde schon den Teufel einen Rettungsring zu werfen?
    Alle wären doch Froh Ihn endlich los zu werden!

  2. Ich frage mich ohnehin, wo der Nuklearstaat Israel die rechtliche Begründung sieht, dem Iran die gleiche Waffe zu verwehren.

  3. Markus
    Der Vermeintlich Starke macht Sich das „Recht“so, wie Er
    das braucht. Es giebt keine „Rechtliche Begründung“!
    Der Nuklearstaat Israel verwehrt den Iran diese Waffe
    desshalb,weil dann Seine Hegemonialen „Ansprüche“
    nicht mehr so ohneweiteres durch zu setzen sind.
    Denn mit der Derzeitigen Größenordnung Israels, sind
    die Hardliner dieses noch kleinen Staatsgebildes nicht
    so Ganz zu frieden!

  4. @ w.fubel

    Genau. Ein Blick ins Alte Testament zeigt uns, dass nach gläubiger jüdisch-zionistischer Sicht nur das Volk Israel von Gott ausgewählt und gesegnet wurde. Daraus folgt, dass Nichtjuden nur ein eingeschränkter Status zugebilligt wird.
    Es gibt sogar Äußerungen israelischer Politiker, welche Nichtjuden sogar noch unter den Tieren ansiedeln.
    Denn Tiere hätten einen Gebrauchswert, während Nichtjuden, wenn diese nicht für Juden arbeiten, keinerlei Gebrauchswert hätten.
    Aber das sind extreme Äußerungen und man wird da unterscheiden müssen. Aber es gibt diese Stimmen noch heute. Einige hochangesehene Rabbiner in Europa vertreten diese Meinung ganz offiziell und niemand wagt es leider dieses zu hinterfragen.

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