Iran gedenkt Opfern chemischer Waffen


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Der Iran ist wohl das am stärksten betroffene Opfer chemischer Massenvernichtungswaffen. Darum hat das Friedensmuseum in Teheran eine Zeremonie veranstaltet, um der Opfer von Chemiewaffen zu gedenken und an die Gräueltaten im Krieg zu erinnern.

155mm Senfgasgranaten der USA (2009) Bild: Wikipedia
Lager von 155 mm Senfgasgranaten
in den USA, Bild: Wikipedia (2009)

Das Einpflanzen eines Olivenbaums als Zeichen des Friedens und der Freundschaft – eine symbolische Geste am gestrigen Internationalen Tag der Erinnerung an die Opfer chemischer Waffen. Der Iran ist wohl das am stärksten betroffene Opfer chemischer Massenvernichtungswaffen, weshalb das Friedensmuseum in Teheran eine Zeremonie veranstaltete, die von internationalen Gästen besucht wurde.

Iranische Künstler stellten thematisch passende Bilder und Plakate aus, um an die Gräueltaten im Krieg zu erinnern. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), eine unabhängige internationale Organisation, die die Einhaltung und Umsetzung der Chemiewaffenkonvention überwacht, rief zu einem weltweiten Ende der Bedrohung durch Chemiewaffen zur Förderung von Frieden und Sicherheit auf. Zuletzt trat Syrien im vergangenen Jahr der Konvention bei. Insgesamt 190 Staaten gehören der Organisation an, nur sechs Staaten haben die Konvention bis heute nicht ratifiziert: Ägypten, der Südsudan, Myanmar, Angola, Nordkorea und Israel.

Während dem Ersten Golfkrieg in den 1980er Jahren setzte der Irak 284 mal chemische Massenvernichtungswaffen (Giftgas) gegen den Iran ein, wodurch 5.765 Menschen verstarben und 42.931 weitere verletzt oder zu Pflegefällen wurden. Zahlreiche Kinder hatten durch die Angriffe ihr Augenlicht verloren. Im Vorfeld des Krieges war der Irak umfangreich mit chemischen Kampfstoffen beliefert worden, hauptsächlich von Unternehmen aus den USA.

Die iranische Regierung fordert bis heute, Importe und Exporte chemischer Kampfstoffe nicht nur durch die OPCW zu beaufsichtigen, sondern international zu verbieten, stößt damit jedoch anscheinend auf taube Ohren.

Hier ein Bericht mit Video. Achtung: Im Video werden grausame Bilder gezeigt:

 

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