Iran fordert internationale Hilfe für Palästinenser


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Die Länder in der Region sollten nicht syrische Rebellen, sondern die Palästinenser mit Waffen unterstützen, damit diese sich verteidigen können, sagte Irans Parlamentspräsident am Sonntag. Auf der ganzen Welt gibt es Proteste gegen den israelischen Überfall auf Gaza.

Iran kritisiert den israelischen Überfall auf Gaza

„Der Iran erwartet von Ländern in der Region, Waffen an die Palästinenser zu senden, damit sie sich gegen Israel verteidigen können“, sagte der iranische Parlamentspräsident Ali Larijani am Sonntag. „Obwohl die politischen Maßnahmen, die die Länder der Region getroffen haben, bewundernswert sind, sind sie definitiv nicht ausreichend.“ Israel erhalte schließlich ebenfalls Waffen von den USA und anderen westlichen Ländern, wie er von der Tehran Times zitiert wurde. Er fügte hinzu, dass islamische Länder nicht die syrischen Rebellen, sondern lieber die Palästinenser mit Waffen unterstützen sollten. Welche Länder er genau damit meinte, sagte Larijani jedoch nicht.

Ali Akbar Velayati, oberster außenpolitische Berater von Irans Regierung, beschuldigte auch US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama der Mittäterschaft bei den Anschlägen. „Zu Beginn der neuen Amtsperiode macht sich die amerikanische Regierung mitschuldig an diesem großen Verbrechen und hat ein weiteres Kriegsverbrechen zu verantworten.“

In vielen Ländern überall auf der Welt gab es Proteste gegen den israelischen Überfall auf Gaza. In Australien, der Türkei, in Ägypten, in Kaschmir, in Deutschland, in Großbritannien, in Italien und in Japan gingen zahlreiche Menschen auf die Straße, um für den Frieden zu demonstrieren. Der gestrige Sonntag war bisher angeblich der blutigste Tag der Invasion: 31 Menschen wurden durch israelische Angriffe getötet, darunter neun Mitglieder einer Familie, fünf davon Kinder.