Iran bezahlt Importe nun mit Yen, Gold und Öl


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Im Zuge der jüngsten Sanktionen gegen das Land hat der Iran offenbar zunehmend Schwierigkeiten, seine Importe zu bezahlen. So bezieht die Islamische Republik etwa Getreide aus dem Ausland. Als Alternative bleibt der Yen. Auch Gold und Öl stehen im Fokus, wie Medien berichten. So werde Getreide offenbar direkt mit Goldbarren bezahlt und Tauschgeschäfte mit Rohöl abgewickelt.

(C) Divulgacao Petrobras, 2009
Bild: Wikipedia (CC BY 3.0)
Der Iran hat eine große Lieferung Weizen offenbar mit Yen bezahlt, statt wie üblich in US-Dollar. Grund sind die auferlegten Sanktionen gegen das iranische Bankensystem, wie Moneynews berichtet. Zudem rücken Öl und Gold als alternative Zahlungsmittel zum Dollar zunehmend in den Fokus, „um die Einfuhr von Grundnahrungsmitteln zu gewährleisten.“

Der Iran kehrt somit offenbar zum Tauschgeschäft zurück und bietet Gold und Öl als Zahlungsmittel an. Der US-Agrarriese Cargill hatte jedoch in einem Interview mit Reuters gesagt, dass der Getreidehandel mit dem Iran unter Umständen auch in anderen Währungen möglich sei als dem US-Dollar.

Vergangene Woche hat der Iran mindestens 200’000 Tonnen Weizen auf dem Weltmarkt erworben, das meiste davon aus Australien und – ironischerweise – aus den Vereinigten Staaten. Nach den auferlegten Sanktionen seit Anfang dieses Jahres hat der Iran zunehmend Schwierigkeiten, wichtige Lebensmittel zu importieren, da Finanzierungen in Euro und Dollar nicht mehr möglich sind. Zudem wertete die heimische Währung Rial spürbar ab. Teheran such deshalb händeringend nach alternativen Wegen, seine Importe zu bezahlen. So verlade man an iranischen Häfen inzwischen Goldbarren und Rohöl im Tausch gegen Getreide.

1 Kommentar

  1. Anscheinend kommem wir, wenn wir weiter nur Druck ausüben, z.B. auf den Iran, bald wieder in der Antike an, da sich andere Länder – im Gegensatz zu uns – nicht alles bieten lassen und altbewährte Lösungen suchen. (Eine moderne Armee haben wir ja auch bald nicht mehr – auch ein antiker Zustand). Wer jemand anderem eins auswischen will, schadet am Ende sich selber.
    Die Auslagerung der Industrie nach China, Indien und andere „Billiglohnländer“ und die damit einhergehende Schliessung ganzer Berufsgruppen ist ja auch nach hinten los gegangen. Bravo, „EU“, ihr habt uns wirklich alles „nachhaltig“ kaputtgemacht! Und dann noch Angst vor „Protesten“ haben und vorbeugend die Opfer der Fehl- und Gierpolitik betrafen! Das ist dann nicht mehr antik, sondern primitivste Steinzeit!

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