Größter Massenprotest der Geschichte:
15.02.2003: Zehn Millionen Menschen protestieren gegen Irakkrieg


von

Am 15. Februar 2003 protestierten weltweit rund zehn Millionen Menschen gegen den bevorstehenden Irakkrieg. Die größten Demonstrationen gab es in Rom und Madrid.

Irakkrieg Proteste 2003
Irakkrieg Proteste 2003, Bild: Gegenfrage.com, Symbolfoto

Am 15. Februar 2003 protestierten in insgesamt 600 Städten rund um den Globus zusammengerechnet zehn Millionen Menschen gegen den bevorstehenden Überfall der USA auf den Irak. Die weltweite Riesendemonstration war Teil einer Reihe von Protesten und politischen Ereignissen, die im Jahr 2002 begonnen hatten und während des Krieges fortgesetzt wurden.

Sozialforscher beschreiben die Proteste vom 15. Februar als „das größte Protest-Ereignis in der Menschheitsgeschichte“. Die Anzahl der Teilnehmer variiert je nach Quelle. So nahmen laut BBC News am Wochenende vom 15. und 16. Februar zwischen sechs und elf Millionen Menschen an den Protesten in bis zu sechzig Ländern teil. Andere Schätzungen liegen zwischen acht Millionen und dreißig Millionen. Einige der größten Proteste fanden in Europa statt.

Rom, Italien

Am Protest in Rom waren rund drei Millionen Menschen beteiligt – laut Guinness-Buch der Rekorde von 2004 handelt es sich dabei um die größte einzelne Antikriegs-Demonstration der Geschichte.

Fast 3.000 Busse und dreißig Züge beförderten Menschen zur Demonstration. Das Motto lautete: „Stoppt den Krieg; kein Wenn und Aber“. Die Organisatoren waren selbst schockiert über die die unerwartete Anzahl von Menschen, weshalb der Protest bereits zwei Stunden früher begann als geplant.

Laut italienischer Polizei waren allein während der Abschlusskundgebung 650.000 Menschen anwesend. Dort traten internationale Redner wie Kurden, irakische Dissidenten, Palästinenser , ein Vertreter des Amerikanischen Rats christlicher Kirchen und ein israelischer Kriegsdienstverweigerer auf.

Die Grüne Wochenzeitung GLW (Green Left Weekly) schrieb, dass Menschen aus allen Teilen der italienischen Gesellschaft protestierten: „Katholische Nonnen und Priester marschierten neben jungen Leuten mit Dreadlocks, Nasenringen und palästinensischen Schals. Christen, Anarchisten und Kommunisten vereinten sich“.

Madrid, Spanien

Madrid war Gastgeber der zweitgrößten Kundgebung mit mehr als 1,5 Millionen Menschen, die gegen die Invasion im Irak protestierten. Demonstrationen fanden in rund 55 Städten und Gemeinden im ganzen Land statt, die größte davon wahrscheinlich in der Hauptstadt Madrid.

Zwischen 660.000 (Schätzung der Regierung) und zwei Millionen (GLW-Schätzung) protestierten mit, die größte Demonstration seit dem Tod von Francisco Franco im Jahr 1975. In Barcelona gingen zwischen 350.000 und 1,5 Millionen Menschen auf die Straße.

Weitere Demonstrationen wurden in Valencia (500.000) abgehalten, in Sevilla (250.000), Las Palmas (100.000), Cadiz (100.000) und rund 55 weiteren Städten und Gemeinden. Die Stadt Oviedo hatte eine Bevölkerung von 180.000 und eine Protest-Beteiligung von 100.000.

Berlin, Deutschland

In Deutschland kamen Menschen aus über 300 deutschen Städten in Berlin zusammen. Zwischen 300.000 (laut Polizei) und 500.000 Menschen (Schätzungen der Organisatoren) nahmen an der Demonstration teil. Dabei handelte es sich um die größte Berliner Demonstration seit mehreren Jahrzehnten.

Unter den Demonstranten befanden sich zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule auch Mitglieder der Schröder-Regierung. Malte Kreutzfeld von ATTAC Deutschland lobte in die Größe der Demonstration in einer Ansprache.

Das Festland China war die einzige große Region, in der es an diesem Tag keine Proteste gab. Einige kleine Demonstrationen fanden zwar statt, die aber hauptsächlich von ausländischen Studenten besucht wurden. In der russischen Hauptstadt Moskau protestierten 400 Menschen.

USA greifen trotzdem an

Trotz der riesigen weltweiten Proteste gegen den bevorstehenden Krieg befahlen US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair am 20. März 2003 den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Irak.

Gründe dafür wurden viele präsentiert, doch waren alle gelogen. Nach der Eroberung des Landes richtete man den irakischen Präsidenten Saddam Hussein dann letztlich wegen eines über 20 Jahre zurückliegenden Militäreinsatzes hin.

Bis 2007 kamen rund eine Million Menschen ums Leben. Keiner der Verantwortlichen wurde für das Kriegsverbrechen vor ein Gericht gestellt und bestraft.

Quellenangaben anzeigen
wsws, guiness, chinadaily, usatoday


Diese 3 Dinge müssen Sie noch heute beachten!

Die etablierten Medien verschweigen es, dabei steht so viel auf dem Spiel! Immer mehr der deutschen Reichen und Schönen verlassen unser Land! Denn sie wissen etwas, was unsereins noch nicht weiß! Es geht um eine Gefahr, die jetzt unsere Sicherheit bedroht!

>> Erfahren Sie HIER GRATIS mehr!

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.