Gastbeitrag von Helmut
Immigration in Europa und der Spruch „Wehret den Anfängen“


von

Seit langem beobachte ich die Tendenz, die von irgendwelchen Politikern vorgegeben wird, und die jeden Einheimischen davon überzeugen soll, dass man nur dann in den Himmel kommt, wenn man jeden, der es wünscht, mit allen Mitteln (staatliche aber auch persönliche) unterstützt. Ein Gastartikel von Kommentator Helmut.

Immigration in Europa
Immigration in Europa, Bild: Gegenfrage.com

Ungeachtet dessen, was der oder die angeblich Hilfsbedürftige wirklich im Schilde führt, ob Hilfe überhaupt notwendig oder angebracht ist, oder ob diese Hilfe nur deshalb gefordert wird, weil man damit wesentlich bequemer leben kann, ohne selbst den Finger krumm zu machen.

Jeder, der noch dazu bereit ist, sich über Gründe und vor allem Hintergründe Gedanken zu machen, wird versuchen, nochmal den gesamten chronologischen Ablauf Revue passieren zu lassen. Es begann eigentlich mit der drastischen Kürzung der pro-Kopf-Unterstützung der Flüchtlinge in den angrenzenden Ländern der Krisenherde. Das war im Oktober 2014. Damit begann es zu gären, weil der Hunger, in dem Fall, wenn er anhält, eine der besten Handlungsmotivationen ist.

Anstatt, dass man sich von politischer Seite in Europa damit beschäftigt, den status quo von davor wieder herzustellen und die USA sowie andere Staaten dazu zu bringen, ihren zugesagten finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, unterließ man das geflissentlich, Frau Merkel machte es genauso. Dafür wurde ein anderes „Kind“ geboren, nämlich das Einladungsvideo in den Sprachen der gesamten Ländern der nordafrikanischen Region, den arabischen Ländern sowie Afghanistan.

Natürlich könnte man sagen, dass zwischen der Kürzung im Oktober 2014 und der Veröffentlichung des Videos im August 2015 circa 10 Monate liegen. Allerdings muss man den zeitlichen Zusammenhang in der Form analysieren, dass man erst einmal ein paar Monate abwartet, wie die geflüchtete Bevölkerung in den Lagern von Jordanien etc. überhaupt auf die Kürzung ragiert, und dann wird, nachdem man sieht, was Sache ist, dieses Video in Auftrag gegeben, was auch nicht in drei Tagen fertigzustellen ist. Insofern passt die zeitliche Distanz von 10 Monaten sehr gut ins Bild.

Zauberwort „humanitär“

Dann kam der „Run“ im Herbst 2015. Das war die Zeit der offenen Grenzen, von im Amt befindlichen Politikern gegen sämtliche geltenden Gesetze eigenmächtig durchgesetzt. Die Logistik war ganz einfach zu untermauern, man hatte ja das Zauberwort „humanitär“ gefunden. Das wandte man überall dort an, wo sich ein Widerstand zu formieren begann. Wenn das nicht ausreichte, dann behalf man sich noch der braunen Keule, und das funktionierte besonders in Deutschland un Österreich immer am besten, und vor allem nachhaltig.

Nun ist das Wort „Integration“ ja in aller Munde. Man will ja diese Neuankömmlinge in unsere Gesellschaft integrieren, damit sie ein Teil davon werden. Da beginnt es nun bei mir, das Unverständnis. Wenn ich mich um einen (echten) Flüchtling kümmere, ihm Schutz vor Verfolgung gewähre, ihm Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung stelle, dann ist für mich der humanitäre Teil erfüllt.

Einem Flüchtling wird Sicherheit und eine Lebens -resp. Überlebensform geboten, die zeitlich befristet ist. In dem Moment, wenn die akute Gefahr, weshalb der Flüchtling aus seiner Heimat geflohen ist, beendet ist, dann wird der Flüchtling wieder in seine angestammte Heimat zurückkehren. So begreife ich das Thema „Flüchtling“, dem man Asyl gewährt.

Was ich nicht begreife, ist, warum man diesen Flüchtling in unsere Gesellschaft integrieren muss. Der wahre Grund kann eigentlich nur darin liegen, dass man gar nicht vorhat, die Neuankömmlinge wieder in ihre Heimat zu schicken. Damit kommen wir zum Kernpunkt: Man will mit Macht andere Kulturen in die Bevölkerungsschicht der Einheimischen einschleusen, um , – ja was eigentlich, – was will man eigentlich?

Man weiß doch genau, dass Leute aus anderen Kulturen sich nur in Ausnahmefällen integrieren lassen, der überwiegende Teil lebt dann in Parallelgesellschaften und wird sich ghettoisieren. Von einer anderen Warte aus gesehen, hätten wir in dem Fall, wenn sich Multikulti bewähren würde, diesen Zustand schon seit mehr als 1000 Jahren in Europa.

Nun müßten aber viele unserer Politiker wissen, dass die Traditionen der Moslems, so wie sie von ihnen hochgehalten wurden, wohl kaum mit unserer Gesellschaftsordnung in Einklang zu bringen ist. Zwei Hauptpunkte stehen sich da zu unserem westlichen Wertesystem völlig konträr gegenüber:

  • Der Umgang sowie die Stellung der Frau in der Gesellschaft
  • Der Umgang mit anderen Religionen und Nichtmuslimen

Wenn man von einem Moslem in diesen beiden Punkten eine 180° Kehrtwendung verlangt, dann nimmt man ihm das Grundsätzliche weg, was seit der Geburt an für ihn Teil seines Lebens war. Das kann soweit gehen, dass er, was seine persönliche Werteordnung betrifft, orientierungslos wird. Sicher gibt es Ausnahmen, die in der Lage sind, traditionelle islamische Vorstellungen in eine westliche Welt einzubringen und das auch selbst vorzuleben. Die Grundvoraussetzung dafür aber ist eine ausreichende Bildung und die Möglichkeit, als „lernfähiger“ Moslem jahrelang in einer westlichen Gesellschaft zu leben.

Wir müssen differenzieren

Genau das aber fehlt den Immigranten, die seit 2015 nach Europa eingeströmt sind. Natürlich wissen das auch die Politiker, denn wenn sie von der Problematik, die mit dem Sozialverhalten der meisten Neuankömmlinge verbunden ist, überrascht gewesen wären, dann sollten sie besser am Kiosk Kaugummi verkaufen und sich tunlichst aus dem politischen Geschäft heraushalten. Hätte man schon zu Beginn der Immigrationswelle ernsthafte Gedanken hinsichtlich Integration, dann hätte man die Neuankömmlinge analysiert und danach in Gruppen unterschieden, vielleicht so:

1) Leute aus anderen Kulturen oder auch aus europäischen Staaten, die die sich in erster Linie deshalb in die Fremde begeben wollen, weil sie ihr Einkommen durch bessere Dotierung ihrer Arbeitsleistung aufbessern wollen.

Wer fällt da drunter: Das sind die legendären Gastarbeiter, die schon in den 60er Jahren nach Deutschland kamen, unter anderem auch deshalb, weil sich der Deutsche zu gut war, sich bei der Müllabfuhr anstellen zu lassen. Sich als Arbeitsloser beim Bauern auf dem Feld zu beschäftigen, dafür ist er sich auch heute noch zu gut, – lieber futtert er den mit Konservierungsstoffen vollgestopften Mist aus dem Supermarkt und begnügt sich mit H4.

Natürlich sind viele aus den sogenannten Krisengebieten, egal, ob es Nahost, Afghanistan oder die obere Hälfte Afrikas ist. Es fallen aber auch Einheimische drunter, – z.B. die Ärzte, die aus Rumänien oder Bulgarien nach Österreich oder Deutschland zum Arbeiten gehen, weil man dort besser bezahlt als in ihren Heimatländern.

Ärzte aus Österreich oder Deutschland gehen dafür nach Holland oder Skandinavien, weils dort besseres Geld und vor allem bessere Arbeitsbedingungen gibt. Branchenbedingte Völkerwanderung nennt man das sarkastisch. Auch der Fachmann, der Arbeit bei einem einheimischen Brunnenbauer finden könnte, aber beschlossen hat, auf irgendeiner Bohrinsel auf einem der Weltmeere z.B. für Chevron zu arbeiten, gehört dazu.

2) Leute, die in ihrer angestammten Heimat tatsächlich verfolgt werden. Aus politischen Gründen, aus religiösen, aus ethnischen, aus sozialen, aus welchen Gründen auch immer. Als Christen sind wir da schon moralisch verpflichtet, diesen Leuten Schutz vor Verfolgung zu gewähren. Wie und in welcher Form, darüber kann man diskutieren.

Wenn die Voraussetzung dafür geschaffen ist, dass sie in sicherer Obhut und vom Lebensstandard her gesehen nicht schlechter gestellt sind als vorher, dann ist jede Methode und Lösung akzeptabel. Kein Aufnahmeland ist verpflichtet, und kein echter Asylant wird erwarten, dass er in dem Moment, wo er sich in Sicherheit befindet, mit materiellen Überflüssen überhäuft wird.

Er wird auch nicht böse, wenn ihm keine Teddybären entgegenfliegen, solange er ein echter Flüchtling ist, dessen Leben bedroht war. Er benötigt auch keine Bargeldzahlungen, um irgendwelche Angehörige in den Heimatländern zu unterstützen.

3) Die falschen Fuffziger. Das sind diejenigen, die sich mal in die Version nach 1) oder auch nach 2) bringen, und in Wirklichkeit auf nichts anderes aus sind, als sich die Vorzüge der Staaten, die nach dem Krieg in mühevoller Arbeit sich einen gewissen Wohlstand aufgebaut und ein soziales Sicherungsnetz installiert haben, in unverschämter Weise einzuverleiben.

Dabei wird weder auf die kulturelle Eigenschaft der einheimischen Bevölkerung Rücksicht genommen, noch werden die im Aufnahmeland geltenden Gesetze respektiert, noch zumindest der Versuch gestartet, sich in irgendeiner Form zu integrieren und dem Staat, der das soziale Füllhorn über dem „Bedürftigen“ausschüttet, in irgendeiner Form zu dienen, indem man durch ordentliche Arbeit versucht, sich in die Gesellschaft einzugliedern.

Es sind in erster Linie Leute, die ein Profitbewusstsein entwickelt haben, gefördert durch vollkommen überzogene Gutmenschenpolitik, und die aufgrund der Beobachtungen, die sie im Aufnahmeland gemacht haben oder die ihnen schon im Heimatland über die „neue Heimat“ nahegebracht wurden, rücksichtslos irgendwelche Rechte einfordern, die ihnen im Normalfall und auch moralisch gar nicht zustehen würden und die sie in ihrer angestammten Heimat in umgekehrter Form auch niemanden anbieten würden.

Nur in dieser Gruppe findet man dann die Leute, die in die Gefängnisse wandern, die vergewaltigen, misshandeln und töten. Aber sie rekrutieren sich zum überwiegenden Teil aus dem Teil der Immigranten, die beträchtliche Summen dafür ausgeben, um nach Europa zu kommen.

4) Diese Gruppe ist die zahlenmäßig kleinste. Es sind die Leute, die aus religiös-politischer Überzeugung in westliche Länder gehen, um dort Anschläge zu verüben und um das Ziel in die Tat umzusetzen, die – aus ihrer Sicht – dekadente Gesellschaftsordnung mit Hilfe der Scharia wieder ins rechte Lot zu bringen. Es sind Leute, für die das Wort „Toleranz“ fremd ist, und für die auch die Gewalt ein probates Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele ist.

Soviel nur als Beispiel einer Unterscheidung, die mit Sicherheit noch viel detaillierter ausfallen könnte. Aber bei einem ehrlichen Integrationsplan auf europäischer Seite wäre die Klassifizierung der Einreisenden die Grundvoraussetzung. Aber nicht erst dann, wenn sie schon alle im Land sind, sondern bereits an der Grenze, bevor die Kerle ins Land kommen.

Es ist der falsche Weg, alle hereinzulassen, nach dem Motto, schaun ma mal, wer da drunter ist; – bevor wir riskieren, dass ein Unschuldiger abgewiesen wird. Dem gegenüber steht mittlerweile eine andere Tatsache: Zuviele unschuldige Menschen in den westlichen Aufnahmeländern, – nicht nur in Deutschland – haben dafür mit ihrem Leben bezahlt. Die blutige Spur zieht sich bereits durch viele Staaten in Europa.

Umkehrlogik

Dort, wo man zu Beginn an den Riegel vorgeschoben hat, in diesen Staaten, wie z.B. in Osteuropa, den sog. Visegrad-Staaten, dort nicht. Schon aus der Umkehrlogik ergibt sich, dass die Visegrad-Politiker eine wesentlich realistischere Einschätzung der Situation vorgenommen und danach im Interesse ihrer Bewohner auch gehandelt haben.

Dass man trotzdem die Einwohner in den verschiedenen europäischen Staaten, und damit meine ich auch die dort seit vielen Jahren lebenden Ausländer, die oftmals bereits eingebürgert sind, mit dieser Situation überfordert und von ihnen verlangt, diese Problematik anzunehmen, führt zu der Überlegung, dass eine Integration gar nicht beabsichtigt ist, – zumal man ohnehin von der geringen Erfolgsschance ausgeht.

Man will offensichtlich eine neue Form der Population in Europa, eine Mischung aus allem, was auf dem Globus vertreten ist, ohne eigene Identität. Eine derartige Kreation ist wurzellos, weil sie über keine Traditionen verfügt und nirgends Halt findet. Es sind Leute, die man wie eine Knetmasse formen kann, die kein Rückgrat haben und die von Politik nur soviel verstehen sollen, dass sie an irgendeiner Stelle alle paar Jahre ein Kreuzchen machen.

Anscheinend sind diejenigen, die hinter den Kulissen am Rädchen der Macht drehen, draufgekommen, dass die ursprüngliche Idee einer neuen Weltordnung (NWO) doch nicht in dieser Form durchsetzbar ist, und beginnen über diese Schiene, sich erst einmal die Menschen zu formen, mit denen man eine spätere NWO installieren kann. Egal, welche Argumente, welche Zielsetzungen und humanitären Begründungen man von den Politikern hört, – man sollte sich als mündiger Bürger nichts vormachen lassen und des Kaisers neue Kleider schon im Ansatz erkennen.

Bevor es zu spät ist und die Rüstungsindustrie sich noch mehr die Ärmel hochkrempelt, als sie es heute ohnehin schon tut. Wir sollten , – wenn es schon die gewählten Politiker nicht tun, aus der Vergangenheit lernen, und dafür gibt die erste Hälfte des 20. Jhdts. genügend Lehrstoff. Nicht nur in unserm Interesse, sondern vor allem im Interesse unserer Kinder und Enkel, die wir nicht ins Chaos stürzen wollen. Wir sollten beginnen, nicht nur zustimmend zu nicken, sondern uns auch mal hinterm Ofen hervorbewegen, wenns darum geht, auf der Straße Flagge zu zeigen.

Wir sollten an die Politiker schreiben, wir sollten mit Leserbriefen und Zuschauerreaktionen die MSM kritisieren, wenn sie uns wie üblich die vorgekauten Neuigkeiten vom Regierungssprecher verkünden, wir sollten noch so manches mehr. Wir sollten dafür sorgen, damit wir nicht irgendwann, wenn wir hochbetagt mit den Filzpantoffeln im Lehnstuhl sitzen, mit der Frage konfrontiert werden müssen: „Warum habt ihr nicht den Mund aufgemacht, als es noch Zeit war, – habt ihr denn nicht gesehen….?“

Wehret den Anfängen – aber ohne Blindheit auf einem Auge………

Diese Auflistung hat eine ganze Reihe von Widersprüchen aufgezeigt, die in der Kombination nicht schlüssig sind. Wir befinden uns in einem Nebel, – wissen nicht konkret, wohin die Reise eigentlich gehen soll, und es wird uns täglich Sand in die Augen gestreut, nicht nur von der Regierung, viel zu oft auch von den regierungshörigen Massenmedien. Dort, wo manche etwas herausstreichen und beim Namen nennen, wird schnell das Wort „fake-news“ benutzt, dem man sogar Gesetzeskraft gegeben hat.

Wehret den Anfängen – ja, aber welche Anfänge? Die Inszenierung ist derart perfekt, dass sie kaum durchschaubar ist. Schon gar nicht für denjenigen, der im täglichen Hamsterrad steckt und mit untergeordneten Problemen täglich so überhäuft wird, sodass er gar keine Zeit hat, über wichtigere Dinge nachzudenken.

Reinhard Mey hat es perfekt in ein Lied verpackt. „Sei wachsam!“, hier auf Youtube zu sehen.

Und wer nicht erkennt, dass die echten Faschisten schon lange in andere Kleider geschlüpft sind, und sie überall dort zu finden sind, wo man vorgibt, alles „Braune“ bekämpfen zu wollen, der soll mal bei den christlichen Parteien beginnen, dann weiter zu den ökologisch gefärbten, auch mit grüner Farbe, auf die Suche gehen, und schließlich überall dort, wo man sich als „links“ und „Antifa“ bezeichnet, deren Ansichten und vor allem deren Aktionen zu durchleuchten, – besonders dann, wenn sie schwarz vermummt durch die Straßen ziehen und ziellos Chaos anrichten.

Dann könnte der eine oder andere „des Kaisers neue Kleider“ erkennen. Schafft er das, dann ist es nicht mehr weit, um zur Erkenntnis zu kommen: „Es ist an der Zeit“, hier auf Youtube zu sehen.

8 Kommentare

  1. Kann man alles so unterschreiben, vielen DAnk. Ob man die Masseneinwanderung aus welchen Gründen auch immer gut findet oder nicht, sei dahin gestellt. Die große Frage bleibt, wie der Spaß finanziert werden soll. Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder wir verabschieden uns von unserem Sozialstaat oder wir stoppen die Einwanderung, am besten schon gestern. Beides kann nicht funktionieren. Dies hat der Österreichische Bundeskanzler vor einigen Monaten sehr schön erklärt.

  2. Das sind die legendären Gastarbeiter, die schon in den 60er Jahren nach Deutschland kamen, unter anderem auch deshalb, weil sich der Deutsche zu gut war, sich bei der Müllabfuhr anstellen zu lassen. Sich als Arbeitsloser beim Bauern auf dem Feld zu beschäftigen…….

    Was mir bei dieser Leseart stets fehlt ist, dass nach dem Krieg deutsche Männer in Millionen entweder gefallen waren, jahrelang in Gefangenenlagern vegetierten, und/oder versehrt zurückkamen. Welche starken, jungen Männer hätten nach dem Krieg in dieser Geschwindigkeit und der Industrieprofite förderlich, denn den Wiederaufbau leisten sollen? da kamen die „Gastarbeiter gerade doch recht. Wieso wird darüber nie gesprochen?

  3. „Wer fällt da drunter: Das sind die legendären Gastarbeiter, die schon in den 60er Jahren nach Deutschland kamen, unter anderem auch deshalb, weil sich der Deutsche zu gut war, sich bei der Müllabfuhr anstellen zu lassen. Sich als Arbeitsloser beim Bauern auf dem Feld zu beschäftigen, dafür ist er sich auch heute noch zu gut, – lieber futtert er den mit Konservierungsstoffen vollgestopften Mist aus dem Supermarkt und begnügt sich mit H4.“

    Mit Sicherheit eine Propaganda, um schon damals billige Arbeitskräfte zu bekommen.

    Reinhard Mey hat es perfekt in ein Lied verpackt. „Sei wachsam!“, hier auf Youtube zu sehen.

    Richtig erkannt, die echten Faschisten sind schon längst am Ruder.

  4. @ I. Wagner

    Ja es stimmt viele Deutsche Männer sind durch den Krieg verschwunden. Aber mangelnde Arbeitskräfte sind hohe Löhne und denen ist man ausgewichen mittels Türkischer Gastarbeiter.

  5. Türkische Gastarbeiter? Ich weiß nur von Italienern, Griechen und Portugiesen. Als die Türken kamen gab es längst wieder genügend Männer und aufgebaut war auch wieder alles.

  6. Wer wann und in welcher Anzahl als so genannter Gastarbeiter nach Deutschland kam, darüber gibt es ganz präzise Daten. Türken? Nee nee, die kamen viel später. Ich habe zu dem Thema hier schon früher erwähnt, dass ich mich aus meiner Kindheit heraus noch an die späten 50er Jahre erinnere. Es gab damals Arbeit satt, und nach Hamburg kamen auch viele Portugiesen. Und ja, diese Gastarbeiter nahmen Jobs an, die hart und dreckig waren, jedoch gut bezahlt. Zum Beispiel die Jobs in der Kupfer-Giftbude namens Norddeutsche Affinerie in Hamburg. Die Auftragsbücher waren voll, anders als Anfang der 50er Jahre und der damaligen Auswanderungswelle, gab es plötzlich Arbeit satt. Zu Schichtarbeit hatten auch viele Leute keine Lust. Ein Aspekt aber wird völlig vergessen, und das war die Einführung der 40 Stunden Woche, bei der Auftragslage ohne Aufstockung von Personal, oder Einführung von Schichtarbeit seitens der Firmen anders gar nicht machbar. Richtig ist auch, dass durch den Krieg eben quasi Personalmangel war. Diese Gastarbeiter lebten auch nachweislich nicht so wie die Wohlfahrtsnomaden heute. Sozialhilfe? Sozialwohnung? Nee nee, gab es nicht, und wer als Biodeutscher Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe bekam, der musste damit rechnen, dass er gemeinnützige Jobs zugewiesen bekam, denn das war im Sozialhilfe-Gesetz so drin, vermutlich noch heute. Ich erinnere mich noch gut an die Horden, welche im strengen Winter Schneeräumdienste verrichteten. Speziell an allen Kreuzungen auf deren Straßen sich Straßenbahnschienen mit Weichen befanden. Waren diese Leute nicht da, dann gab es Verzögerungen, denn der Fahrer der Straßenbahn musste raus um die vereiste Weiche wieder frei zu pickeln.
    Wer ab Mitte der 50er Jahre arbeitslos war, der galt als faul und arbeitsscheu. Über die Gastarbeiter gab es Debatten unter Experten. Viele meinten, es wäre sinnvoll, das damalige Schweizer Rotationsprinzip anzuwenden. Also 5 Jahre Bleiberecht und dann raus. Begründung : Durch Verehelichung und Kinder kann man sie später nicht mehr wegschicken. In Deutschland ist Schulpflicht, und Kinder die in D aufwuchsen haben kaum Bezug mehr zum Herkunftsland der Eltern. Ausländerhass im Sinne des Wortes damals unbekannt. Die damaligen Gastarbeiter waren eine andere Generation und von der Erziehung und der Gesinnung her doch ganz andere Menschen, als die heutigen Nordafrikaner mit syrischem Pass. Die Anzahl der Wohnungen die in den 50er Jahren in Hamburg in wenigen Jahren neu wieder gebaut wurden ist krass hoch. Heutzutage benötigt man diesen Zeitraum um max. 5% der Menge nur zu planen.
    War dass nicht die Grüne Wanderwarze Frau Roth, die behauptete, dass die Türken Deutschland aufgebaut haben? Also da irrt sie sich, aber man muss ja nur den ungeschönten Lebenslauf von der Roth lesen, dann weiß man Bescheid

    https://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/geschichte_der_gastarbeiter/index.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/40-Stunden-Woche

  7. I.Wagner + Habnix:
    Ich versuch, bei dem, was ich sage, mich auf Authentisches zu beschränken. Das betrifft auch meinen Ausspruch mit der Müllabfuhr. Authentisch ist für mich z.B., was ich selbst erlebt habe.
    Müllabfuhr:
    Das war zu der Zeit, als ich vor meinem Studium Baustellenleiter in Raum Mannheim war. Anfang der 70er Jahre. Da war ein Italiener, bereits über 50, mit dem ich mich gut verstanden hatte. Guter Mann, Mancini hieß er, vor allem zuverlässig. Er ging weg aus unserer Truppe und ließ sich beim städtischen Fuhrpark – Abt. Müllabfuhr – anstellen. Wenn ich nicht selbst seine Lohnabrechnung gesehen hätte, – ich hätte es nicht geglaubt. 2.600 DM und noch ein paar Zerquetschte, netto, also bar auf die Kralle. Durch Alterszulage, Schmutzzulage, etc. etc. , – wohlgemerkt, – trotz höchster Steuerklasse, weil geschieden (LSt.Kl. I/0).
    Er erzählte mir, dass er der EINZIGSTE Bewerber für diesen Job war. Arbeitszeit von 6 Uhr früh, und wenn sie sich dranhielten, war die Tour bis 12 Uhr oder 13 Uhr „gegessen“ und er ist nach Hause abgedampft.
    Landwirtschaft heute:
    Die Bauern sind mittlerweile froh, wenn sie vom Arbeitsamt keine H4ler mehr geschickt bekommen, weil sie mit denen nichts anfangen können, – so sind meine Erfahrungen. Angeblich stellen die sich bei der Feldarbeit an wie das Kind beim Kacken. Lieber arbeiten sie mit den Billiglöhnern aus Osteuropa zusammen, wenns um die Erdbeeren, den Spargel oder um die Weinlese geht. Das sind aber Weisheiten, die man mittlerweile auch im Internet nachlesen kann.
    Zum Thema Wiederaufbau:
    Da sollte man schon unterscheiden, was der eigentliche Wiederaufbau nach dem Krieg war, also die Beseitigung der Kriegsschäden und was dann das hochgepushte Wirtschaftswachstum (auch Wirtschaftswunder genannt) war. Wer beim ersten Thema dabei die Trümmerfrauen vergisst, der vergisst Wesentliches.
    Natürlich kommen dann die Jahrgänge, die am Ende des Krieges und danach geboren wurden. Da waren wieder junge und kräftige Männer dabei, die sich – zumindest, was die Masse betrifft – durch eine andere Einstellung zur Arbeit auszeichneten.
    Als Lehrling bekam ich meine „schmale“ Lehrlingsentschädigung (so hieß das damals), – aber mein Chef bezahlte mir (schwarz) für jede Überstunde 10 öS (damals ca. 1,40 DM). Klar schwarz, denn auch damals gabs ein Jugendschutzgesetz. Am Monatsende hatte ich mehr in der Lohntüte als unser Geselle.
    Und, ums klar zu sagen, ich war da kein Exot, – viele machten es so wie ich, zumindest die meisten meiner Freunde. Wir hatten einfach Spaß an der Arbeit und es war irgendwie beruhigend, mehr Geld in der Tasche zu haben, als man ausgeben kann.
    Ja, es waren in den 60er Jahren auch ein paar Türken da, aber wenig, – fast als Ausnahme zu sehen. Die meisten waren aus Jugoslawien, auch Portugiesen, auch Griechen. Aber zu diesem Zeitpunkt gabs keinen Bombenschutt mehr auf den Straßen, das weiß ich genau. Also die Türken als Helfer im Wiederaufbau zu benennen, das ist – was meine Erinnerung angeht – schon etwas gewagt. Natürlich war ich nicht auf Kontrollgängen in ganz Deutschland und Österreich unterwegs, – schließlich habe ich gearbeitet – aber ich hatte schon damals meine Augen offen und Herr Alzheimer beißt mich noch nicht.
    Bin übrigens nicht der Einzige mit dieser Ansicht:
    http://www.formelheinz.de/index.php/20090908274/Kultur/Wiederaufbau-in-Deutschland-Beitrag-der-Gastarbeiter.html

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