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Im Mittelalter wurden Tiere vor Gericht gestellt


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Im Mittelalter gab es die sogenannten „Tierprozesse“. Schweine, Hunde, Pferde oder Maikäfer landeten vor Gericht und erhielten im Fall eines Vergehens eine Strafe.

Im Mittelalter wurden nicht nur Menschen, sondern auch Tiere vor Gericht gestellt und häufig zum Tode verurteilt. Auf der Anklagebank fanden sich Schweine, Hunde, Kühe oder Pferde. Im Jahr 1478 wurden in Bern sogar Maikäfer-Larven vor Gericht gezerrt und erhielten in ihrem „Tierprozess“ einen Pflichtverteidiger.

Fand etwa ein Verbrechen statt und Tiere befanden sich in der Nähe, konnten diese wegen „unterlassener Hilfeleistung“ verurteilt werden. Tiere konnten gehängt, verbrannt oder lebendig begraben werden.

Derartige Prozesse fanden vom 13. bis zum 18. Jahrhundert statt. Heute geht man davon aus, dass Tiere nicht über ein moralisches Handlungsbewusstsein verfügen und daher nicht für eine Handlung haftbar gemacht werden können.

5 Kommentare

  1. Viel besser ist es heute noch nicht.
    Der NSU-Prozess hätte lange abgebrochen werden müssen, dennoch verbeißt man sich in Scheinheiligkeit.
    Es ist allgemein bekannt, dass verschiedene Behörden in dem zur „Verhandlung“ stehenden Müll verwickelt sind. Sei es mit deren V-Leuten oder krimineller Aktenvernichtung, oder kaum geklärter Erschießung der beiden Haupttäter.
    Wie weit ist man damit vom Mittelalter entfernt. Ich glaube mal gerade einen Wimpernschlag.
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  2. Soweit ich das überblicken kann, werden mittlerweile Heuschrecken nicht mehr vor Gericht gestellt, während Hühner pauschal in Sippenhaft genommen, in Konzentrationslager gesteckt und (vermutlich schuldlos) ohne Verhandlung hingerichtet werden. Und das, obwohl sogar der eine oder andere Tierfänger (z.B. Fischer) mit dem Schlachtruf „Nie wieder Konzentrationslager“ in bombastischer Weise gegen eben solche im Ausland vorgegangen ist.

    Gruß in die Runde
    Joe

  3. @Joe
    Nett geschrieben.
    Anzufügen bleibt: mit dem Aufkommen der fast unhörbaren Elektromobile werden Wildtiere nicht mehr akustisch gewarnt.
    Ich habe nur deshalb zwei Zusammenstösse frontal vermeiden können; einmal durch Vollbremsung und dann, weil das Reh oder Wildschwein bereits zu Zweidritteln am Auto vorbei war.
    Prof. Hans Werner Sinn hatte vor Jahren in seinem Buch „Das grüne Paradoxon“ belegt, dass etwa 10.000 Vögel jedes Jahr durch die „Windmühlen“ (Stromerzeuger) getötet werden.
    So ziehen die Grünen mit deren Klimawahn eine breite Blutspur durch Deutschland.

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