Hugo Chávez: USA schuld am Krieg in Syrien


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Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat der syrischen Regierung unter Bashar al-Assad am Dienstag seine Unterstützung ausgesprochen. Assad sei Syriens legitimer Präsident und die USA schuld an dem seit 19 Monaten tobenden Konflikt in dem arabischen Land.

Lässt sich von den USA nicht
herumschubsen: Hugo Chávez

„Wie kann ich die Regierung von Bashar al-Assad nicht unterstützen, wenn sie doch die legitime Regierung von Syrien ist?“, fragte Chávez, der am Sonntag für eine dritte Amtszeit wiedergewählt wurde. „Wen soll ich denn sonst unterstützen? Die Terroristen, die herumlaufen und links und rechts Menschen töten?“

Der Krieg in Syrien sei eine geplante Krise ähnlich wie der Krieg in Libyen, der zum Sturz von Muammar Gaddafi geführt hatte. „Die Regierung der Vereinigten Staaten ist hauptsächlich verantwortlich für diese Katastrophe in Syrien“, so Chávez weiter. „Nun, Mr. Obama, falls Sie wiedergewählt werden sollten, lehnen Sie sich bitte zurück und denken nach, und die Regierungen Europas sollten das gleiche tun.“

Venezuelas sozialistischer Präsident Hugo Chávez ist einer der letzten verbliebenen Politiker der Welt, die sich anmaßen, Kritik an der  Eroberungspolitik der USA zu üben. Da Chávez in naher Zukunft einen Angriff auf sein ölreiches Land befürchtet, ähnlich wie auf Gaddafi oder Assad, will er bis Ende des Jahres 2012 eine Guerilla-Armee aufstellen, die 1 Million Mann stark sein und ihn vor einem Überfall der USA schützen soll.

Hugo Chávez ist am vergangenen Sonntag mit knapp 55% der Stimmen als Präsident Venezuelas wiedergewählt worden. Somit kann er an seinen ersten Wahlsieg von 1998 und einen erfolglosen Putschversuch gegen ihn im Jahr 2002 anknüpfen und wird das Land bis 2019 regieren. Trotz US- und CIA-Anstrengungen geht die bolivarische Revolution also weiter.