Größte Finanzblase aller Zeiten: 710 Billionen USD Derivate


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Ganze 710 Billionen Dollar ist der weltweite Derivate-Markt laut Zahlen der BIZ inzwischen groß – 20 Prozent größer als zu Beginn der sogenannten Finanzkrise im Jahr 2008. Die Zahl entspricht etwa 100.000 Dollar je Erdenbürger, vom Kleinkind bis zum Greis.

Zentralbank der Zentralbanken: BIZ
Bild: Wikipedia

Die Summe aller weltweit in Umlauf befindlichen Derivate ist heute 20 Prozent größer als kurz vor Beginn der Systemkrise im Jahr 2008. Es ist das größte, was der Finanzmarkt jemals gesehen hat, eine Blase unglaublichen Ausmaßes. Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ): 710 Billionen Dollar.

Tendenz steigend: Im Juni 2013 waren es noch 693 Billionen Dollar, Ende 2012 belief sich die Summe auf 633 Billionen. Dabei handelt es sich jedoch um eher vorsichtige Schätzungen, andere Analysen kommen inzwischen sogar auf mehr als eine Billiarde Dollar. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten beläuft sich auf 17 Billionen Dollar, das der Bundesrepublik Deutschland auf 3,5 Billionen Dollar (2011). Doch nicht nur die Finanzblase hat sich seit 2008 weiter aufgebläht, auch die Banken sind bis heute um insgesamt 37 Prozent gewachsen. Michael Snyder vom Economic Collapse Blog schreibt: „Wenn diese Derivate-Blase platzt … wird die Krise in 2008 dagegen wie ein Sonntagspicknick aussehen.“

Zu Beginn der Krise versprachen Politiker, den Derivate-Handel unter Kontrolle zu bringen. Genau das Gegenteil ist passiert, vor allem die Riesenbanken Goldman Sachs und die Citibank verzeichneten in diesem Bereich ein enormes Wachstum: Goldman Sachs hält Derivate in Höhe von 48 Billionen Dollar, die Citibank sogar 62 Billionen Dollar – 65 Prozent mehr als zu Beginn der Krise, wie die New York Times berichtet.

Ein Derivat hat tatsächlich keinen inneren Wert, es handelt sich dabei eher um eine Nebenwette im Wallstreet-Casino auf Wertpapiere, Währungen oder oftmals sogar einfach nur auf andere Derivate.

5 Kommentare

  1. Glaube auch das die Krise nur eine Umverteilung ist. Künstlich herbeigeführt um die Bevölkerung auszurauben. Eines Tages wird Zahltag sein. Die Bürger werden sich wehren und am Ende gibt es wieder Krieg.

  2. In den USA wird die Milliarde als Billion bezeichnet – Ob das hier in der Rechnun berücksichtigt wurde bezweifle ich – oder?

  3. Man kann das auch in Reimform bringen:

    Keck verhökern diese Knaben
    Dinge, die sie gar nicht haben,
    treten selbst den Absturz los,
    den sie brauchen — echt famos!

    Leichter noch bei solchen Taten
    Tun sie sich mit Derviaten:
    Wenn Papier den Wert frisiert,
    wird die Wirkung potenziert.

    Aber sollten sich die Massen
    Das mal nicht mehr bieten lassen,
    ist der Ausweg längst bedacht:
    Dann wird ein bisschen Krieg gemacht.

    Alles für Demokratie und Menschenrechte,
    Mädchenschulen und Brunnen usw. – das erzählen
    uns die verlogenen Staatsbeamten.

    Wenn man etwas bessern will sollte man erst
    einmal dafür sorgen, dass alle Menschen den gleichen
    Rechtsstatus bekommen, und nicht in Unkündbare und
    wirtschaftliches Freiwild geteilt werden.

  4. @Heinz
    Ist ja klar ersichtlich,oder glaubst im Ernst dass nur 710 Milliarden gemeint waren?,das kannst ja echt nicht glauben,:-):-)

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