Griechische Anleihenzinsen steigen auf über 2000 Prozent


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Da sich die Investoren dieser Welt einfach nicht davon überzeugen lassen mögen, dass die Politiker der Europäischen Union die Eurokrise endlich in den Griff bekommen, stürzten Börsenkurse ab und europäische Aktien purzelten in tiefrote Zahlen. Derweil steigen die Renditen für griechische Staatsanleihen auf das Jahr hochgerechnet teilweise auf über 2000%.

Die Federal Reserve hatte vergangene Nacht gewarnt, dass die europäische Schuldenkrise der US-Wirtschaft schaden könnte. Gleichzeitig aber kündigte die US-Notenbank keine weiteren Schritte zur Stimulation der Wirtschaft an, wie die britische Zeitung The Daily Mail berichtet. Dies hatte die Börsen weltweit offenbar in Panik versetzt. Insbesondere deutsche und französische Aktienindizes purzelten daraufhin nach unten. Zudem äußerte Bundeskanzlerin Angela Merkel weiterhin keinerlei Absichten, laufende Rettungsmaßnahmen für krisengeschüttelte europäische Staaten auszuweiten. Zusätzlich habe es in Schweden, den Niederlanden, Dänemark, Finnland und der Tschechischen Republik unerwartet Schwierigkeiten bei der Ratifizierung eines Abkommens zur Schaffung einer EU-Wirtschaftsregierung gegeben, wie die Zeitung weiter berichtet. Es gebe sogar Zweifel, ob Frankreich dem zustimmen werde.

Bildquelle: FAZAlarmierende Zahlen kamen zudem auch aus Griechenland: Angeblich wurden seit Beginn des Jahres 20% aller Einlagen von griechischen Banken abgezogen. Dort findet also ungebremst ein Bank Run statt, gegen den wohl auch verzweifelte Sparmaßnahmen zulasten griechischer Arbeiter und Rentner nichts mehr helfen dürften. Der freie Markt fordert inzwischen satte 343,1% Zinsen auf 1-jährige griechische Staatsanleihen. Laut einem Bericht der FAZ weisen vor allem kurz laufende Anleihen auf das Jahr hochgerechnet astronomische Renditen von über 2000% auf.

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